Vorbeugen ist besser als heilen

abwehrkräfte stärken

Wie du die Abwehkräfte der gesamten Familie stärkst, um fit in den Frühling zu starten

Den Herbst überstehe ich meistens unbeschadet. Ja, selbst der Winter kann mir oft nichts anhaben. Doch sobald der Frühling Einzug hält (zumindest erscheint es mir im März so), erwischt sie mich doch noch: die Grippe oder irgendeine andere fiese Erkältung, die zu allem Übel auch noch eine gefühlte Ewigkeit andauert.

Über die Jahre habe ich ein paar praxistaugliche Tipps und Tricks gesammelt, damit du die kalten Winter- und Frühlingsmonate gesund überstehst. Es geht dabei hauptsächlich darum, das Immunsystem und somit die Abwehrkräfte zu stärken und dafür zu sorgen, dass die Krankheit – falls sie einen doch erwischt – nicht ganz so heftig ausfällt.

1 – Frische Luft und Bewegung

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Bewegung im Freien ist das ganze Jahr über gesund. Deshalb empfehle ich dir gleich als erstes, auch dann rauszugehen, wenn es kalt ist.  Denke außerdem unbedingt daran, deine Wohnung regelmäßig zu lüften. Immerhin macht frische Luft nicht nur munter, sondern stärkt auch noch das Immunsystem und bringt den Kreislauf ruckzuck in Schwung.

2 – Gesundes Essen

Es ist kein Geheimnis, dass man sich gesund ernähren und dabei stets an Vitamine denken sollte. In der Erkältungszeit hat sich insbesondere Vitamin C bewehrt, da es schnell in die Zellen eindringen kann und dort als Radikalfänger agiert. Bestimmt gibt es eine vitaminreiche Obstsorte, die deiner Familie schmeckt. Wie wäre es zum Beispiel mit Orangen, Pomelos oder Kiwis?

Natürlich gilt dasselbe auch für euer Lieblingsgemüse. Ganz besonders viel Vitamin C steckt beispielsweise in Rotkohl, Kohlrabi und Brokkoli. Normalerweise reicht eine Hand voll Obst und Gemüse am Tag völlig aus (bei Kindern eine entsprechend kleinere Hand!). In einigen Spezialfällen, z.B. Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten, ist zusätzlich Nahrungsergänzung, wie etwa diese, zu empfehlen. Generell gilt, sich nicht zu einseitig zu ernähren.

Besonders wertvoll sind übrigens Knoblauch und Zwiebeln für dein Immunsystem, da sie antiviral und entzündungshemmend auf den Körper wirken können. Nicht umsonst kommen Zwiebeln zum Beispiel als Zwiebelsaft zum Einsatz.

3 – Hände regelmäßig waschen

Regelmäßiges Händewaschen ist ein absolutes Nonplusultra in der Erkältungszeit. Wenn du dabei die ganze Hand einseifst (auch zwischen den Fingern und auf dem Handrücken) reduziert das die Anzahl der Bakterien erheblich! PH-neutrale Seife ist optimal, da sie die Haut nicht unnötig reizt.

4 – Ausreichend schlafen

Wer genug schläft, kann einem Infekt vorbeugen. Nicht nur Kinder, die zu wenig schlafen, sind anfälliger für Krankheiten. Schließlich muss sich der Körper erholen. Außerdem ist unser Immunsystem im Schlaf besonders aktiv. Sieben bis acht Stunden gelten als gute Grundlage für Erwachsene.

5 – Trinken nicht vergessen

Denke daran, genug Flüssigkeit zu dir zu nehmen. Immerhin geht es bei den Erkältungen meistens um die Schleimhäute, die möglichst resistent bleiben sollten. Wenn der feuchte Schutzfilm auf der Schleimhaut austrocknet (z.B. durch die Heizungsluft), kann es schneller passieren, dass die Viren erfolgreich angreifen. Deshalb sollten Eltern unbedingt immer eine Flasche mit Wasser dabei zu haben. Genauso gut wirken auch Kräutertees, Fruchtsäfte oder warme Suppen.

6 – Richtige Kleidung nach dem Zwiebelprinzip

Man sollte sich immer passend zum Wetter anziehen. Wenn es draußen kalt ist, gilt das umso mehr. Manchmal kann das eine richtige Herausforderung bedeuten, stimmt. Immerhin sollte man weder frieren, noch schwitzen, wenn man unterwegs bist. Deshalb eignet sich der Zwiebellook ganz besonders gut, d.h. mehrere Kleidungsstücke übereinander tragen und bei Bedarf ausziehen. Beispiele hierfür sind: Unterwäsche, T-Shirt, langes Shirt, dünner Pullover, dicke Pullover, Fleecejacke, warme und wasserabweisende Jacke. Je nachdem, ob man sich dann drinnen oder draußen befindet, können dann die einzelnen Schichten entsprechend an- oder ausgezogen werden. Im Übrigen lohnt es sich, immer eine dünne Mütze dabei zu haben. Diese gilt auch im Herbst oder im Frühling als hervorragender Schutz gegen die Erkältung.

7 – Hygiene nicht übertreiben

Ein Kind braucht den Kontakt zu Pilzen, Bakterien und Viren. So ist es möglich, das Immunsystem regelmäßig zu trainieren. Durch übertriebene Hygiene können Kinder sogar Schaden erleiden. Das Immunsystem muss nämlich erst lernen, sich zu entwickeln. Mama und Papa sollten deshalb nicht alles säubern und komplett desinfizieren. Ab dem Moment, wo ein Kind damit beginnt, alles in den Mund zu nehmen, kommt es auch regelmäßig mit Keimen in Kontakt, was wiederum die Abwehrkräfte immens stärken kann. Auch Haustiere haben auf das Immunsystem der Kinder einen äußerst positiven Einfluss.

Übrigens hält auch die ein oder andere Erkältung das Immunsystem auf Trab! Wer nie krank ist, schadet seinen Abwehrkräften sogar, weil sich sein Immunsystem nicht weiterentwickeln kann. Also, stay positive – auch mit Erkältung!

8 – Bei erhöhter Temperatur nicht sofort Medikamente einsetzen

Diesen Fehler machen Eltern leider oft, doch bei Fieber sollte man nicht gleich Medikamente nehmen. Bei einem leichten Infekt ist es ganz normal, dass die Körpertemperatur ansteigt, die Normwerte betragen bis zu 38,5 °C. In diesem Fall ist nur von erhöhter Temperatur, und nicht von Fieber die Rede. Wenn der Körper die Temperatur erhöht, wehrt er sich dadurch gegen die Krankheitserreger. Deshalb sollte man dem Körper die Zeit geben, selbst gegen Bakterien oder Viren zu kämpfen, statt die Temperatur sofort zu senken. Voraussetzung dafür ist natürlich auch, dass sich keinerlei sonstige Symptome zeigen und dass es dem Patienten dabei den Umständen entsprechend gut geht.


Bewehrt hat sich überdies Folgendes:
  • Sauna
  • Kneippsche Anwendungen
  • Bürstenmassagen
  • große Menschenansammlungen vermeiden
  • Nasenspülungen oder Meerwasser-Nasenspray benutzen
  • Mittagschlaf halten
  • abschalten und entspannen
  • auf Alkohol und Nikotin verzichten

Bleib gesund!

LG Anne!!!



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