AdSense: Sind meine Erwartungen zu hoch?

In die Gänge gekommen: Zugriffszahlen im neuen Jahr

februarDa ich meine Dezember-Analyse dezent unter den Tisch fallen lassen habe, fällt meine Januar-Analyse>> umso umfangreicher aus. Der erste Monat des Jahres hat selbst mich (positiv) überrascht – Google sei Dank…

Außerdem möchte ich zusätzlich zu meiner Monatsauswertung der Nutzerzahlen auf Google AdSense zu sprechen kommen. Blog-Einsteigern sei kurz erklärt, dass es sich bei AdSense um die Google Werbung handelt, die auf Blogs & Webseiten eingebunden werden kann. Je nachdem, welche Einstellungen vorgenommen werden, erscheinen dann Banner und/oder Text-Werbung.

Euch erwartet keine Schritt-für-Schritt-Anleitung, lediglich ein Einblick. Denn ein AdSense-Experte bin ich keineswegs! Noch stehe ich ganz am Anfang und will euch von meinen Erfahrungen berichten.

Jedenfalls bietet Google AdSense den einfachsten Einstieg in das Thema „Geldverdienen mit dem eigenen Blog„. Viele von euch werden das Einbinden der Google-Anzeigen schon mal in Erwägung gezogen und sich gefragt haben:

„Wie viel verdient man mit AdSense?“

google adsense anzeigen richtig platzierenUnd: Lohnt es sich überhaupt, Werbung einzubinden? Schließlich verschandelt die das Webdesign…

Diejenigen von euch, die meine Monatsanalysen hin und wieder lesen, wissen, dass meine Einnahmen über AdSense stets sehr gering waren und sind: Mehr als 20 Euro im Monat habe ich auf topElternblogs im vergangenen Jahr nicht verdient. Dabei sind meine Nutzerzahlen gar nicht schlecht: Durchschnittlich erreiche ich mit topElternblogs etwa 300 Besucher am Tag.

Ihr seht, ich bin blutiger Anfänger… Aber vielleicht habt ihr ja auch ein paar Tipps auf Lager und wir können uns gegenseitig beraten. Diskutiert mit mir auf Twitter & Facebook & selbstverständlich auf topElternblogs!

Klar, je mehr Seitenaufrufe, desto mehr Anzeigen-Klicks sind wahrscheinlich – und die werden schließlich bezahlt. An den Blog-Besuchszahlen allein lassen sich die voraussichtlichen Einnahmen jedoch nicht ablesen. Entscheidend ist auch das Blog-Thema:

Blog-Inhalte beeinflussen auch die Anzeigen-Inhalte

Die Anzeigen-Klicks werden von Google nämlich unterschiedlich hoch bezahlt. Anzeigen aus dem Gesundheitsbereich werden zum Beispiel viel besser bezahlt als Anzeigen, die sich mit wissenschaftlichen Themen befassen. Die untenstehende Grafik vermittelt euch einen Überblick über die (weniger) lukrativen Themen.

Da Google den Inhalt eures Blogs erfasst, bindet die Suchmaschine i.d.R. Anzeigen ein, die zu ebenjenem Inhalt passen*. Wenn ich also über Kinderfaschingskostüme schreibe, wird wahrscheinlich ein Online-Shop beworben, der sich auf Kostüme spezialisiert hat.

 

whatstrending1whatstrendinginbusinessforpublishersQuelle: whats trending in business for publishers

Übrigens: Auf Google AdSense lassen sich Anzeigen-Kategorien auch ausschließen: Wenn ihr bspw. keine Werbung für Dating-Plattformen machen wollt, reicht es, die jeweilige Änderung in den Einstellungen vorzunehmen (siehe Bild unten).

blockierte-anzeigen

Zurück zu meinen Erfahrungen auf topElternblogs: Ich verwende leider Themen, die zwar eine gute Klickrate hervorrufen, je Klick aber schlecht bezahlt werden. Im Schnitt verdiene ich nur zwischen 3 und 4 Euro pro 1000 Pageviews. Zum Vergleich: Bei einigen Webseiten liegt dieser Wert im dreistelligen Bereich!

Nun ja, immerhin steigt dieser Wert (Umsatz pro 1000 Sitzungen bzw. RPM) kontinuierlich. Abhängig ist er nicht nur vom Thema, sondern auch von den:

Anzeigen: Format, Aussehen & Platzierung

Egal, wie lukrativ dein Blog-Thema ist – wenn niemand auf deine Anzeigen klickt, verdienst du auch so gut wie nichts (Ad Impressions werden von Google zwar auch honoriert, die Beträge liegen allerdings im Cent-Bereich, sind also unerheblich).

Welches Anzeigenformat passt am besten zu deinem Blog und motiviert deine Leser zum Draufklicken? Hier gilt es,  zu testen und zu optimieren. Google jedenfalls empfiehlt die folgenden Formate:

empfohlene-anzeigen

Damit will Google sicherstellen, dass stets genug Anzeigen in der Pipeline stecken. Viele Advertiser gestalten ihre Werbung nämlich nur für die o.g. Formate. Hat man eine andersformatige „Werbefläche“ (Anzeige) gebucht, verfügt man u.U. über weniger potentielle Werbepartner. So kann Umsatz flöten gehen.

Will man auf Nummer sichergehen, fügt man also besser die empfohlenen Formate ein. Damit gar nichts mehr schiefgehen kann, sollte man zusätzlich angeben, dass man sowohl Banner als auch Text-Anzeigen einbinden will.

Adsense Anzeigen richtig platzieren

Ich selbst habe auf topElternblogs viel ausprobiert – von ganz kleinen bis hin zu ganz großen Anzeigen. Eine Auswertung, wie die jeweilige Anzeige funktioniert hat, liefert AdSense gleich mit. Signifikante Unterschiede konnte ich noch nicht feststellen, wobei die folgende Anzeige (Leaderboard) besonders oft angeklickt wurde.

leaderboard

Viel deutlicher als beim Format macht sich in meinen Augen die Platzierung in den Umsätzen bemerbar. Dabei ist mir aufgefallen, dass die sichtbarsten Anzeigen auf topElternblogs am wenigsten angeklickt werden. Ich hatte schon Anzeigen im Header und in der Sidebar: Beide wurden eiskalt ignoriert!

Daraus habe ich geschlussfolgert, dass meine LeserInnen Werbung lieber ganz subtil auf sich wirken lassen wollen:

Werden die Anzeigen in die Texte integriert, laufen sie wunderbar. Doch Vorsicht: Laut Google-Richtlinien müssen die AdSense-Anzeigen immer als solche erkennbar sein, d.h. sie dürfen dem Text oder eingebundenen Bildern nicht zum Verwechseln ähnlich sehen! Dass Nutzer „aus Versehen“ auf Werbung klicken, soll somit ausgeschlossen werden. Adsense Anzeigen richtig platzieren: Probieren geht über studieren!

Wer völlig planlos ist, wo er Anzeigen in seinem Blog integrieren soll, der kann sich ja an den „Großen“ der Branche orientieren: Schaut doch mal, wo erfolgreiche Blogs ihre Anzeigen platzieren!

Meine Erfahrungen haben weiterhin gezeigt, dass eine Anzeige, die weit oben im Text platziert wird, häufiger angeklickt wird, als eine am Ende stehende Anzeige. Offenbar lesen viele von euch meine Texte nicht zu Ende und sehen die letzte Anzeige somit gar nicht.

Von einer Bloggerin habe ich zusätzlich den Tipp erhalten, die Anzeigenplätze immer mal wieder zu verändern, um der „Banner-Blindheit“ von Stammlesern entgegenzuwirken.

Falls ihr weitere Tipps habt, immer her damit!

Mein Google-AdSense-Umsatz lag im Januar nämlich bei mickrigen 35 Euro. Das sind zwar 15 Euro mehr als sonst, doch ich bin immer noch sehr, sehr weit davon entfernt, meinen gesamten Lebensunterhalt mit AdSense zu finanzieren 😉

LG Anne!!!

P.S.: Eingangs hab ich zwar erwähnt, dass ich keine Schritt-für-Schritt-Anleitung präsentieren kann – dazu bin ich halt nicht Profi genug, sorry. Aber falls ihr euch gerade fragt: Wie binde ich diese AdSense-Anzeigen eigentlich in mein Blog ein?:

  • Am einfachsten gestaltet sich das bei Google-Blogs (die mit .blogspot), denn dort werden AdSense-Anzeigen auf Wunsch automatisch eingebunden. Allerdings müssen dafür Kriterien erfüllt werden, die ich nicht so genau kenne… (Ich nehme an, dass ein korrektes Impressum eine Rolle spielt, vielleicht auch, wie lange das Blog schon existiert und ob es regelmäßig gepflegt wird.)
  • auch bei Blogs, die als Host WordPress haben, weiß ich es leider nicht ganz genau: Hier ist das Einbinden von Google AdSense m.E. gar nicht möglich… (Oder? -Helft mir mal auf die Sprünge, bitte!)
  • Wer WordPress, wie ich, einfach nur als Software nutzt, aber einen eigenen Host/Server hat, hat die Qual der Wahl bezüglich verschiedenster Plugins, mit denen AdSense in den Blog integriert wird. Da das Plugin die ganze Arbeit übernimmt, braucht ihr euch übers Einbinden also kaum Gedanken machen.
  • mein Plugin nennt sich übrigens „Quick AdSense“ und eignet sich für Anfänger sehr gut, denn hier können kaum Extra-Einstellungen vorgenommen werden: Die Frage lautet oft nur: Anzeige einbinden oder nicht?

*Ausschlaggebend ist aber auch das Nutzerverhalten: Wenn mein Leser gerade auf einer Immobilienplattform gesurft hat, werden ihm sehr wahrscheinlich Anzeigen mit Immobilienangeboten unterbreitet. Dies nennt man personalisierte Werbung bzw. interessenbezogene Werbeanzeigen.

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