Twitter Marketing Tipps

Learning by Doing  – also rein ins Vergnügen!

twitter-tippsPer Trial and Error und durch den Zufall geleitet habe ich mich durch Twitter gefuchst. Das eine oder andere Marketing-Tool, mit dem ich gute Erfahrungen gemacht habe, möchte ich euch hier vorstellen und ans Herz legen.

Meine Twitter Marketing Tipps beziehen sich übrigens auf mein Marketing-Ziel. Das heißt: Webtraffic generieren. Über Twitter suche ich also nicht nur nach Followern, die meine Interessen teilen, sondern vor allem nach Lesern für meinen Blog. Leute also, die auf die Links zu meiner Webseite klicken, um die dort bereitgestellten Artikel zu lesen.

Was mir auf dem Kurznachrichtendienst Twitter gleich zu Beginn meines Beitritts entgegenkam, waren die Social-Media-affinen Elternblogger, die sich größtenteils von sich aus mit mir vernetzten und meine Beiträge per RT (Retweet) verbreiteten oder favorisierten.

1. Tipp: Verhalte dich sozial

Meine Zielgruppe agiert sozial, empfindet mich eher als Bereicherung denn als Konkurrenz. Diese Mentalität ist in den sozialen Netzen ideal. Natürlich sollte man nicht nur nehmen, sondern auch geben: ebenfalls sozial zu agieren, ist für mich selbstverständlich.

Nachdem ich diesen Mechanismus durchschaut und meine Scheu abgelegt hatte, fing auch ich an zu retweeten, zu favorisieren (mittlerweile werden Herzen vergeben) und sogar an Konversationen teilzunehmen (sprich: auf Tweets zu antworten).

Schon bald hatte ich mehr als 100 Follower. Nach einem guten Jahr waren es 1000!

Allerdings: Die Anzahl der Follower ist nicht wirklich relevant. Entscheidend ist, wer dir folgt. Das sollten Twitterer sein, die deine Tweets mit Interesse lesen, dir auch mal antworten, retweeten usw. Von den 1000 Followern, die ich habe, ignoriert mich mindestens die Hälfte…

twitter-suche

Im Twitter-Suchfeld kann man auch mit Hashtag nach Begriffen suchen.

Gleichgesinnte werden dir übrigens von Twitter vorgeschlagen (je nach Einstellungen auch per eMail). Willst du aktiv nach Leuten suchen, verwendest du am besten einen Hashtag (#) im Twitter-Suchfeld. Twitter sucht dir daraufhin alle Tweets und Twitterer heraus, die zu diesem Begriff schon etwas geschrieben haben.

twitter-wem-folgenTwitterer mit ähnlichen Interessen findest du übrigens auch ohne Hashtag: auf deiner Profilansicht findest du links stets Vorschläge, die du immer wieder aktualisieren kannst (siehe Abbildung rechts).

Folgst du anderen, springt u.U. auch ein Follow-Back heraus – muss aber nicht…

Fazit:

tipp1

2. Tipp: Verwende Hashtags (#)

Hashtags sind praktisch, wenn man Tweets zu einem bestimmten Thema sucht bzw. unter selbigem Thema gefunden werden will:

Nehmen wir das Beispiel „Blogparade“: Dann gibt man in das Twitter-Suchfeld einfach #Blogparade ein und siehe da, man findet sowohl Einladungen als auch Teilnehmer der verschiedensten Blogparaden:

Willst du über Twitter auf deine Blogparade hinweisen, verwende im Tweet also den Hashtag #Blogparade. Du hast ein ganz neues Thema, zu dem noch kein Hashtag existiert? -Dann entwirf deinen eigenen Hashtag! Wenn ihn danach noch andere in ihren (Re)Tweets erwähnen, etabliert er sich auf Twitter. Fazit: hashtags

3. Tipp: Bilder wohldosiert verwenden

Im Twitter-Webinar* fiel der Satz, dass Tweets mit Bildern 313% mehr Interaktionen hervorrufen. Eigentlich logisch, denn Text-Tweets sind viel kleiner und unscheinbarer. Trotzdem ist Skepsis bei solchen Statistiken angebracht, denn Social-Media-Nutzer verändern ihr Verhalten ziemlich schnell. Plötzlich sind Bilder total out und Video-Tweets viel interessanter, dann kehrt man zur guten alten Textnachricht zurück,…

Hier kann ich nur empfehlen, selbst ein bisschen herumzuexperimentieren, um auszuloten, wie die eigene Zielgruppe am liebsten interagiert. Wie im Eingangsbeitrag schon beschrieben, ist es oft eine gute Mischung aus allem, die deine Beiträge attraktiv für Follower macht.

Praxisbeispiel An einem MitmachMittwoch habe ich wieder einmal eine Umfrage ins Netz gestellt, die ich selbstverständlich auch über Twitter promotet habe. Anfangs habe ich nur Text verwendet:

Da ich meine Beiträge i.d.R. mehrmals poste, war klar, dass ich beim zweiten Mal einen anderen Tweet verwenden muss, um meine Follower nicht zu langweilen. Diesmal entschied ich mich für einen Text und das Beitragsbild:

In der Auswertung zeigt sich, dass beide Beiträge ungefähr gleich erfolgreich waren. Ein Bild allein ist also kein Erfolgsgarant. Wahrscheinlich liegt es daran, dass derzeit unglaublich viele Bilder-Tweets gepostet werden. Ein Bild sticht demzufolge nicht mehr aus der Masse heraus. Abhilfe können besonders originelle Grafiken schaffen: Nach dem Vorbild von Pinterest verwende ich zum Beispiel nur noch Bilder, die auch Schriftzüge enthalten. Generell habe ich die Erfahrung gemacht, dass Bilder zwar seltener Retweets und Herzen bekommen, dafür aber vergleichsweise oft auf den Link geklickt wird. Insofern: Mission accomplished 😉 Fazit: bilder-tweets

4. Tipp: Tweets planen

Nur weil du sonntags Zeit zum Schreiben hast, muss das nicht heißen, dass du deine Beiträge nur sonntags veröffentlichst. Möglicherweise lesen & kommentieren deine Follower viel lieber unter der Woche deine Texte. Deine Blog-Software ermöglicht es dir deshalb, Datum & Uhrzeit der Veröffentlichung festzulegen. twitter-buffer-planen Nach diesem Prinzip funktioniert auch das kostenlose Tool Buffer, mit welchem du deine Tweets planen kannst. Das ist keine Wissenschaft: Nachdem du dich registriert hast, wird dein Tweet-Fenster lediglich um den grünen Buffer-Button ergänzt (siehe Abbildung links). Praktisch ist darüber hinaus die inbegriffene Analyse deiner geposteten Tweets. Hier bekommst du u.a. einen Überblick, welche Tweets wie oft angeklickt wurden. Buffer wertet übrigens deine erfolgreichsten Tweets aus und schlägt dir daraufhin drei Uhrzeiten vor, an denen du twittern solltest, um besonders viele Leute zu erreichen!

Twittere neue Beiträge mehrmals

Die Halbwertzeit eines Tweets – also die Zeit, nach der ein Tweet 50% seiner Views & Klicks erfährt – ist bereits nach 24 Minuten erreicht. Es dauert keine Stunde und er verschwindet für immer in der Versenkung. Deshalb ist es nur logisch, dass ein Beitrag mehrmals getwittert wird – zu verschiedenen Uhrzeiten. Dabei sollten die Tweets über den Tag verteilt gepostet werden. Erwiesenermaßen senkt es die CTR (Click Through Rate), wenn öfter als einmal pro Stunde getwittert wird. Du willst doch keinem auf die Nerven gehen… Buffer hilft dir dabei, den Überblick zu wahren, wenn du einen Beitrag mehrmals über Twitter promoten willst. (Buffer selbst schlägt vor, das ein und derselbe Beitrag 6x getweetet werden sollte!) Damit erreichst du automatisch mehr Follower und somit auch mehr Klicks & Interaktionen. Fazit: tweets-planen

5. Tipp: Zum Retweeten auffordern

RT-ButtonEinen ReTweet zu ergattern, ist echter Luxus. Denn Retweets mit oder ohne Kommentar werden in die Timeline des Twitterers übernommen, der den RT-Button geklickt hat. Somit können alle seine Follower den Retweet lesen und bei Bedarf ebenfalls retweeten. Folglich verbreitet sich der Tweet viel weiter und bekommt sehr viel mehr Aufmerksamkeit. Retweets erhalte ich so gut wie nie. Drum habe ich mir vom folgenden Tweet auch nicht viel versprochen. Ich wollte auf die quartalsweise Öffnung meines Webverzeichnisses hinweisen und habe einen Countdown integriert („noch 3 Wochen…“). Damit der Tweet nicht völlig untergeht, habe ich noch ein Bild hinzugefügt – und um Retweets gebeten:

Ich konnte es selbst kaum glauben, als es danach 19 Retweets regnete!
Noch am selben Tag erhielt ich 10 neue Follower.

Ob die Bitte um Retweets jedesmal erfolgreich ist, bezweifle ich. Tatsächlich habe ich sie das erste Mal in einen meiner Tweets integriert. Übertreiben sollte man es mit Sicherheit nicht!

Sollte einer deiner Follower deine Tweets besonders fleißig beantworten und retweeten, ist übrigens ein „Danke“ angebracht. In welcher Form, bleibt selbstverständlich dir überlassen.

Apropos Danke…

6. Tipp: Übertreib’s nicht mit Dankesnachrichten

Wahrscheinlich hast du sie auch schon bekommen: Automatische Direktnachrichten, die dir dafür danken, dass du gerade Follower von XY geworden bist. Darüber hinaus verlinken sie oft auch gleich eine Webseite oder die Facebook-Seite, damit man das Vernetzen dort fortsetzen kann.

So kann ein automatisierter Danke-Tweet aussehen.

So kann ein automatisierter Danke-Tweet aussehen, der gleich noch den Newsletter bewirbt.

Auf den ersten Blick wirkt es nett. Bei der 50. Dankesnachricht fühlst du dich jedoch einfach nur genervt. In einer inoffiziellen Umfrage habe ich genau das unter meinen Followern thematisiert. Resultat: Niemand befürwortet diese Art der Danksagung. Werbung in eigener Sache kommt nicht gut an!

„Danke“ kann man auch anders sagen – mit einem Follow Back zum Beispiel…

Ein wenig bessere Erfahrung habe ich mit dem Twitter-Analyse-Tool, SumAll gesammelt. Dieses verschickt ebenfalls automatische Danke-Nachrichten, allerdings nicht per Direct Message, sondern als Tweet. Das ist auf jeden Fall nicht so aufdringlich:

Deine Follower werden auch gleich per @-Zeichen erwähnt. Dies hat zumindest bei mir stets zur Folge, dass der Tweet von den Erwähnten Herzen erhält. Die so Angeschriebenen werden also zum Multiplikator und verhelfen evtl. zu neuen Followern. Damit wäre ich auch schon beim…

7 Tipp: Tagge andere Twitter-Nutzer

Leute, die du in deinen Tweets taggst, also per @-Zeichen erwähnst, werden automatisch von Twitter darüber benachrichtigt – und zur Interaktion aufgefordert.

Natürlich sollten das Leute sein, für die dein Tweet interessant sein könnte, weil sie vielleicht über gleiche oder ähnliche Themen posten.

In der Regel antworten getaggte Twitter-Nutzer oder vergeben zumindest ein Herz, was wiederum die Sichtbarkeit deines Tweets erhöht. Und wer weiß? – vielleicht springt sogar ein Retweet dabei heraus!


Mit meinen Twitter Marketing Tipps bin ich nun an Ende angelangt. Natürlich kratzen sie nur an der Oberfläche, aber vielleicht hast du ja doch das eine oder andere dazugelernt 🙂

Da auch ich mein Wissen kontinuierlich erweitern möchte, würde ich wirklich gern wissen, welche Twitter-Tipps ihr so auf Lager habt: Was empfiehlt ihr, um Blog-Inhalte erfolgreich auf Twitter zu vermarkten? Gibt es Tools, die euch dabei geholfen haben?

Ich freue mich auf eure Kommentare!!!


*die kostenlosen Twitter-Webinare werden monatlich veranstaltet, richten sich jedoch vornehmlich an kommerzielle Nutzer. Die Tipps beziehen sich demnach vorwiegend auf Twitter Ads.

 

 

Über Weiterempfehlungen freue ich mich!

4 Antworten

  1. Bine sagt:

    Das ist ein super hilfreicher Artikel für mich. Ich bin so ein Twitter-Neuling und wusel mich noch durch. Jetzt kann ich jederzeit bei dir nachgucken, wenn mir etwas „spanisch“ vorkommend 🙂 Danke. LG Bine

  2. Katrin sagt:

    Coole Apps, die ich noch nicht kannte. Danke!

  3. Sehr hilfreicher Post, danke dafür. Ich habe mich erst vor ein paar Tagen bei twitter angemeldet und schwimme noch ein wenig. Da kommen deine Tipps genau richtig ;-).
    lg
    Anita

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