Die Konkurrenz schläft nicht



Liebe Mama- und Papablogger,

ihr seid nicht allein. Elternratgeber und Blogs, die gezielt Mütter und Väter ansprechen, um ihnen neue Spielzeuge vorzustellen, Gesundheits- und Erziehungstipps nahezulegen oder schlicht zu unterhalten, tummeln sich zuhauf im World Wide Web – und konkurrieren mit euch um LeserInnen…

„Erzähl‘ uns was Neues!“, höre ich euch schon sagen.

Okay, neu dabei ist nestlefamily (https://www.nestlefamily.ch/de)! Wer kennt ihn nicht, den Schweizer Nestlé-Konzern mit seinem überbordenden Angebot an unterschiedlichsten Lebensmitteln? Es war nur eine Frage der Zeit, wann er eine Webseite ins Leben ruft, die Familien ins Visier nimmt. Da der Schwerpunkt von nestlefamily auf Ernährung liegt und diese von unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet wird, betrachte ich die Webseite allerdings mehr als Anregung als Konkurrenz.

Ich gehöre nämlich zu den Menschen, die sich beinahe täglich fragen: „Was koche ich nur?“, um dann mangels guter Einfälle wieder einmal zu den obligatorischen Spaghetti mit Pesto zu greifen (familienintern sprechen wir nur noch von „Pestonudeln“). Auf nestlefamily gibt es – natürlich – Rezeptideen, die auch den Kleinen schmecken – und schnell zubereitet sind.

nestle-trinkenOriginell mag das angesichts der Millionen Food-Blogs, die im Internet mehr als präsent sind, nicht sein. Interessant aufgemacht ist es dennoch. „Wie motiviert man sein Kind zum Trinken?“, lautet da zum Beispiel eine Frage, der die Webseite nachspürt. Tatsächlich haben meine Kinder anscheinend nie Durst. Der stichpunktartige Artikel ist schnell überflogen und bietet die Info, dass auch das Trinken zum Erlebnis gestaltet werden sollte, wenn der Nachwuchs so gar nicht trinken will.

Unterhaltsam und hintergründig

Was ich als kritischer Blogleser nicht vermutet hätte, ist die Wertschätzung, die Nestlé seinen LeserInnen entgegenbringt. Dass ein Blog mittlerweile dazugehört und jedes x-beliebige Unternehmen einen aufsetzt, um in lieblos dahingeschriebenen Posts so viele Keywords wie möglich unterzubringen und trotzdem noch „Kundenbindung“ zu erzeugen, dürfte euch hinlänglich bekannt sein.

nestle-kindermodus

Schön: Alle Illustrationen auf nestlefamily haben denselben Stil.

Bei nestlefamily ist man jedoch ganz anders an die Sache herangegangen. Die Webseite existiert sozusagen losgelöst vom Konzern. Zwar gibt es klein und versteckt auch einen Link zum Unternehmen und einen weiteren zum Online-Shop, doch das Einkaufen steht nicht im Mittelpunkt des Webautritts.

Insofern kann man nestlefamily wohl eher als ein Online-Magazin mit Schwerpunkt Ernährung betrachten, das nicht nur informativ und übersichtlich ist, sondern auch optisch schön aufgemacht, wie ihr auf meinen Screenshots der Seite sehen könnt. Wo meiner Eins und viele andere Mamablogger auf irgendwelche kostenlosen WordPress-Themes zurückgreifen, hat nestlefamily offenbar richtig viel Geld in die Hand genommen und diese vorbildliche Webseite hinzaubern lassen. Das Menü mit seinen ganz eigenen Icons weist dabei unmissverständlich den Weg. Witzig: Rechts oben befindet sich außerdem ein Schalter, der den Nutzer zwischen zwei Versionen der Webseite wählen lässt.

nestle-schalter

Witzig: Wenn der Nachwuchs mitlesen will, einfach den Schalter betätigen!

Richtig gelesen: Es gibt zwei Versionen! Eine, die Eltern anspricht und eine weitere mit Artikeln, die extra für Kinder geschrieben wurden. Bunte Illustrationen unterstreichen, dass man sich hier einer kindlichen Zielgruppe zuwendet – und dieser wird das Surfen auf der Webseite von nestlefamily durchaus Spaß machen – obwohl es sich um lehrreiche Texte handelt!


Nein, die Konkurrenz schläft (leider) nicht. Da muss man als „kleiner Blogger“ erstmal schwer schlucken – und sich danach ein Beispiel nehmen. Damit möchte ich euch zwar nicht zum Abschreiben verleiten (Vorsicht: Urheberrechte!), aber die eine oder andere Anregung könnt ihr euch auf nestlefamily ja holen!

🙂

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