Der ultimative Guide zum erfolgreichen Blog

Profitabel Bloggen – Teil 1: Dein Blog planen

Noch existiert dein Blog lediglich im Reich der Fantasie, dabei willst du es so schnell wie möglich launchen! Doch bevor du Inhalte im Internet veröffentlichst, solltest du ein paar Vorüberlegungen anstellen. Das mag zwar zeitaufwendig sein, aber nur die genaue Planung schützt dich vorm Scheitern. Betrachte dein zukünftiges Blog als Projekt. -Oder besser noch als dein Start-Up! Du willst doch nicht irgendein Blog haben, sondern ein profitables Blog, richtig?

eigenen blog erstellen

Ein Blog entsteht – und du bist dabei!

Anhand eines konkreten Beispiels möchte ich dir zeigen, wie du ein (erfolgreiches) Mama-Blog etablierst. Schritt für Schritt wird tatsächlich ein echtes Blog entstehen!

Bloggen klingt zunächst reizvoll für all jene, die zum Beispiel:

a) Gerne schreiben und ihre Texte einem breiteren Publikum vorstellen möchten

b) Ein bestimmtes Hobby präsentieren, indem sie bspw. Anleitungen verfassen

c) Ihren persönlichen Lifestyle ins Rampenlicht rücken wollen, indem sie darüber bloggen, wo sie ihre Klamotten einkaufen – und andere dazu animieren, es ihnen nachzutun

d) Etwas Geld hinzuverdienen wollen – mit freier Zeiteinteilung von zu Hause aus

Welche Dinge du tun solltest, BEVOR du einen eigenen Blog erstellst

Kannst du überhaupt bloggen?

Es mag sich komisch anhören, aber bevor du überhaupt daran denkst, irgendwelche Inhalte zu veröffentlichen, solltest du vielleicht schon mal ein bisschen üben: Verfasse doch schon mal einen Blog-Post mit allem, was dazu gehört: Text, (bearbeiteten) Bildern, Links, Tags usw.

Nun stell dir vor, wie es weitergehen könnte: Welche Beiträge folgen auf deinen ersten Post? Hast du bereits genügend Inhalte im Kopf, die für die nächsten 12 Monate reichen würden? So etwas nennt man auch Redaktionsplan, doch dazu später mehr…

Nun sei ehrlich: Kannst du dir wirklich vorstellen, regelmäßig zu bloggen? Oder gibst du dein Projekt nach dem Erziehungsurlaub ohnehin wieder auf? (Was nicht schlimm wäre, aber dann könntest du das Kriterium „profitabel“ streichen.)

Gut. Dann kann es ja losgehen. Bei WordPress brauchst du dich allerdings immer noch nicht anmelden. Wie gesagt, wir stecken erst in den Vorüberlegungen.

Richte dein Blog aus

eigenen blog erstellen

Weshalb ein Blog ins Leben rufen? Welches Problem soll dadurch gelöst werden? Wäre ein Instagram- oder Tumblr-Profil nicht besser geeignet als eine Blog-Software?

Herausforderung Mamablog

Was den Inhalt angeht, so recherchiere erst einmal, wie viel Konkurrenz es in deinem bevorzugten Umfeld bereits gibt. Nehmen wir einmal an, du möchtest mit einem Mamablog durchstarten, auf dem du regelmäßig Rezepte & DIY-Ideen postest. Es gibt allerdings schon 1598 deutsche Mamablogs, die genau diesen inhaltlichen Schwerpunkt haben: Rezepte & DIY-Ideen.

Hmmm, klingt, als sei die Nische schon besetzt, oder? Um hier erfolgreich zu sein, müsstest du schon sehr, sehr originelle Rezepte aus dem Ärmel schütteln. Oder eine besonders gute Marketingstrategie fahren. Oder dir eine andere Nische suchen. Erziehungstipps, Yoga für Schwangere, Umstandsmode,… Die Welt der Mommyblogs ist schier unendlich.

Die soziale Ecke: Echte Nischen bilden jene Themen, die auch im „wahren Leben“ viel zu kurz kommen: Armut, Krankheiten/Beeinträchtigungen, Tod und Gesellschaftspolitisches. Leider nicht werberelevant.

Mein Beispiel:

Ein Mama-Blog soll entstehen. Von einer Mama für Mamas. Da ich nicht meinen Familienalltag verbloggen will (zu persönlich), muss allerdings ein anderes Thema im Vordergrund stehen: Mein Garten. Geplant ist ein Garten-Mama-Blog.

1. Welche Ziele verfolgst du mit deinem Blog? Welches Problem willst du lösen?

  • Spaß haben
  • ein Hobby ausleben
  • Mit Gleichgesinnten in Kontakt treten und deren Feedback einholen
  • Leserschaft aufbauen, Traffic generieren
  • Kunden gewinnen
  • Geld verdienen
  • Marke aufbauen

(Es gibt noch viele weitere Gründe, weshalb gebloggt wird – dies sind nur einige Beispiele!)

Mein Beispiel:

Ja, Spaß will ich auch haben, doch er steht nicht im Vordergrund. Ich will vor allem Geld verdienen*. Doch ich bin realistisch. Mehr als ein Zubrot generiert so ein Blog nicht. Ich visiere €400,- monatlich an. Frühestens nach ein einem Jahr ohne Einkünfte.

Hierfür benötige ich natürlich viele LeserInnen, die eine Menge Traffic produzieren – und zu KundInnen werden.

Es gilt zunächst, neue Nutzer auf mein Blog aufmerksam zu machen. Später sollen sie natürlich wiederkehren und kaufen. (Was auch immer ich anbiete…)

2. Wen willst du erreichen? Wer ist deine Zielgruppe?

  • Definiere deine Zielgruppe so genau wie möglich nach demografischen Merkmalen, Interessen, Bedürfnissen, Problemen, (Konsum-)Verhalten usw.
  • Wo befindet sich deine Zielgruppe? Wie kannst du sie erreichen?

Picke dir ruhig eine einzige Person heraus, die symbolisch für deine gesamte Zielgruppe steht. Du kannst sie in Worten beschreiben oder sogar aufmalen, vielleicht auch ein passendes Foto heraussuchen. Und gib ihr einen Namen. Die pinnst du dann über deinen Schreibtisch. Jetzt ist sie stets gegenwärtig, wenn du bloggst.

Mein Beispiel:

Tja, wer liest ein Garten-Mama-Blog? Schwer vorstellbar, dass es hierfür überhaupt Interessenten gibt. Den Trends nach zu urteilen, florieren Themen wie Wohnen/Einrichten und eben Gärtnern jedoch gerade. Vor allem Zeitschriften und deren Online-Ausgaben beschäftigen sich mit Wohn- und Gartenthemen. Es gibt demzufolge eine Leserschaft, deren Bedürfnisse bereits angesprochen werden.

Kleine Konkurrenzanalyse…

Finanziell erfolgreiche Garten-Blogs hingegen sind Mangelware im deutschsprachigen Raum. Ich habe nur ein einziges gefunden, das mir optisch und inhaltlich gefällt: „Ein Schweizer Garten“ heißt es und es ist wirklich hübsch. Sein Vorteile gegenüber anderen Garten-Blogs sind zum einen die herausragend schönen Fotos und zum anderen die Themenvielfalt: Klar, zu 80% finden LeserInnen hier alles rund um den Garten. Rezepte, Haustiere, DIY und Deko-Ideen hat die Autorin Carmen aber auch im Repertoire. Genau so stelle ich mir mein zukünftiges Blog auch vor…

Klar, mit den Platzhirschen der Branche – den großen Online-Magazinen – kann ich natürlich nicht mithalten. Dank professioneller Journalisten und Redakteure sind deren Artikel um Welten informativer. Ein Blog aber kann sich zumindest in der Nische einrichten – und vom persönlichen Standpunkt berichten. Genau danach suchen übrigens sehr viele Menschen im World Wide Web: persönliche Erfahrungsberichte.

Zurück zur Zielgruppe:

frieda

Das ist Frieda, die Leserin meines zukünftigen Blogs.

Schnell mal auf die Follower von Carmen (siehe oben) geschaut: Sie sind ausschließlich weiblich. Übrigens sind die Verfasser von Garten-Blogs auch zu 90% Frauen.

Entwurf meiner Zielperson „Frieda“
  • 45 Jahre jung, verheiratet, Mutter eines Kindes im schulfähigen Alter
  • wohnt in einer Neubausiedlung am Stadtrand, mittelgroßes Haus, relativ kleiner Garten
  • Angestellte im Öffentlichen Dienst, Sachbearbeiterin, verfügt mit ihrem Mann zusammen über ein überdurchschnittlich hohes Einkommen
  • Hobbys: Gärtnern & Kochen, Haus hübsch einrichten, Freunde einladen & bewirten, Reisen > für ihre Hobbys ist sie bereit, viel Geld auszugeben
  • bodenständig, offen, herzlich, gutmütig, möchte gefallen, dabei aber authentisch bleiben – Hippness spielt für sie überhaupt keine Rolle
  • kauft Bio-Produkte und setzt auch sonst auf Qualität – die darf auch ihren Preis haben
  • Online-Shopping steht bei ihr hoch im Kurs
  • erntet bereits Kräuter aus ihrem Garten, würde gern noch mehr Essbares pflanzen

Klar ist, dass ich Frieda nicht in einer kindischen Sprache ansprechen sollte. Sie ist erwachsen und hat bereits alles erreicht, was Frau sich wünschen kann. Nun ist es Zeit, sich zurückzulehnen und die Früchte der eigenen Arbeit zu genießen.

Frieda sucht nach Feierabend nach unterhaltsamer Inspiration. Vornehmlich blättert sie hierfür durch Magazine mit schönen Bildern. Über Google findet sie jedoch auch zu meinem Blog, das sie zu schätzen lernt. Denn: Hier werden ihr nicht nur Pflanztipps präsentiert, sondern auch liebenswerte Produkte, die ihr den Aufenthalt im Garten versüßen – und die Nachbarn vor Neid erblassen lassen.

Wie erreiche ich Frieda?

Natürlich verfügt Frieda über einen Laptop und ein Smartphone. Trotzdem ist sie nur auf einem sozialen Netzwerk vertreten: Facebook. Von Instagram hat sie gehört. Pinterest kennt sie gar nicht. Twitter findet sie völlig überflüssig. Auch Bloglovin‘ ist nicht ihr Ding. Wenn sie etwas sucht, googelt sie es.

Ich bin kein Fan der sozialen Medien. Meinetwegen könnte ich komplett aufs zeitraubende Marketing dort verzichten, wie bereits verbloggt>>. Doch ich will Geld verdienen, also muss ich an Frieda denken. Und Frieda weiß Facebook zu schätzen. Auch kann es nicht schaden, neben einem Facebookprofil wenigstens auf den Bilderdiensten vertreten zu sein. Diese sind schließlich auch suchmaschinenrelevant. Doch dazu später mehr.

Ein Blog gehört genau genommen ebenfalls zu den sozialen Medien. Neben Frieda haben wir demzufolge noch eine weitere Zielgruppe: andere Garten-Blogger. Uns mit ebenjenen zu vernetzen, kann beim Linkaufbau helfen. Eine Anmeldung bei Bloglovin kostet nicht viel Zeit. Diese Option sollten wir uns offenhalten. 

[WPSM_SERVICEBOX id=8552]


Fortsetzung folgt…

Diese ersten beiden Punkte sind sehr wichtig, denn erst wenn du genau weißt, warum du bloggen willst und wen du damit erreichen möchtest, kannst du dein weiteres Vorgehen planen.

Dieses besteht darin, dein zukünftiges Blog mit Inhalten zu bestücken und natürlich sein Aussehen zu gestalten. Freu dich drauf, denn das macht echt Spaß! Doch dazu mehr im zweiten Teil meiner Serie!


*Da viele meiner LeserInnen nur deshalb ein Blog ins Leben rufen, um damit Geld zu verdienen, gehe ich in meinem Beispiel besonders darauf ein. Das soll nicht heißen, dass nicht-kommerzielle Blogs minderwertig sind. Im Gegenteil: Ich finde es immer wieder erfrischend, Blogs zu lesen, die keine Gewinnspiele anpreisen oder Produkte „vorstellen“, Hinweise auf Kooperationspartner enthalten oder Werbeanzeigen integriert haben. Leider gibt es davon viel zu wenige…

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