Entspannter Familienurlaub mit dem Auto – anstelle von Flugreisen

Der erste Familienurlaub mit Baby oder Kleinkind steht an und du möchtest dir den Stress einer Flugreise mit langen Wartezeiten, verschollenem Gepäck oder ausgefallenen Flügen ersparen? Dann kommt eine Anreise zum Urlaubsort mit dem Auto in Frage, weil das Gepäck einfach mitgenommen werden kann und du am Urlaubsort flexibler bist.

Eine lange Autoreise will gut geplant sein

Die erste Reise mit Baby und Kleinkind sollte jedoch nicht zu lang sein. In Deutschland gibt es viele schöne Ferienziele an Seen oder an Ost- und Nordsee, die in wenigen Stunden erreichbar sind. Dasselbe gilt für die angrenzenden Länder Dänemark, Polen, Niederlande, Frankreich, Österreich und Italien, je nachdem, von welchem Ort in Deutschland die Reise losgeht. Wichtig: Längere Anreisen können mit Zwischenübernachtungen unterbrochen werden, bei der sich alle erholen und die Kinder ihrem Bewegungsdrang nachgehen können.

Andere Länder, andere Verkehrsregeln

Wer seine erste Autoreise in einem europäischen Nachbarland antritt, sollte sich gut informieren, in welchen Ländern von Deutschland abweichende Verkehrsregeln gelten. So muss man zum Beispiel in vielen Ländern tagsüber mit Abblendlicht fahren. In Österreich, Italien und der Schweiz fallen auf vielen Autobahnen, Schnellstraßen und Tunnels Mautgebühren an, was im Reisebudget zu berücksichtigen ist. Was viele nicht wissen: In Frankreich muss ein Alkoholtestset mitgeführt werden. Am besten, du verzichtest komplett auf Alkohol. Und: In manchen Ländern drohen für geringe Geschwindigkeitsüberschreitungen erhebliche Strafen.

Was tun bei Reiseübelkeit?

Manchen Kindern bekommen Autoreisen nicht gut – darauf sollte man sich einstellen und wasserdichte Tüten, Waschlappen und Handtücher bereithalten. Kinder, die für Reiseübelkeit anfällig sind, sollten lieber nach vorne schauen als auf Bücher und Tablets. Auf den Verzehr von Milch und Milchprodukten vor und während der Fahrt sollte lieber verzichtet werden. Besser geeignet sind Wasser, Tee und säurearmes Obst. Manchmal helfen auch trockene Brötchen oder Salzstangen, um den rebellierenden Magen zu beruhigen. Bewährt haben sich zudem spezielle Reisekaugummis oder Reisetabletten. Letztere sollten etwa eine halbe Stunde vor Fahrtantritt genommen werden, dann wirken sie am besten.

Spiele gegen Langeweile

Wenn der Nachwuchs quengelig wird, können Hörspiele oder Musik zur Beruhigung beitragen. Auch Spiele wie wie “Ich sehe was, was Du nicht siehst” eignen sich, um den Nachwuchs abzulenken. Grundschulkinder können versuchen, Wegweiser zu lesen. Manche Kinder machen erstaunliche Fortschritte dabei. Tiere oder Berufe raten sorgt ebenfalls für Kurzweil während der Fahrt. Babys verschlafen oft den größten Teil der Reise und sind am Urlaubsziel im Gegensatz zum Rest der Familie putzmunter.

Gepäck sicher verstauen

Optimal ist es, sämtliches Gepäck im Kofferraum zu verstauen, sodass nichts im Fußraum stört oder im Innenraum bei einer Vollbremsung zum Wurfgeschoss wird. Gegebenenfalls lässt sich zur Sicherheit ein Gepäcknetz hinten im Auto anbringen. Bei mehreren kleinen Kindern muss man oft sehr viel mitnehmen. Dazu gehören Windeln, Babynahrung, Feuchttücher und Buggy, deshalb bleibt im Kofferraum weniger Platz für andere Dinge. In diesem Fall ist eine Dachbox hilfreich. Darin ist das Gepäck vor Unwettern geschützt und sie stört kaum während der Fahrt. Dafür hat man mehr Platz im Auto.

Papiere und Reiseapotheke nicht vergessen

Dass der Verbandskasten auf dem neuesten Stand ist, Warndreieck, Warnweste, Wagenheber und Ersatzrad vorhanden sind, sollte selbstverständlich sein. Notwendige Medikamente, Impfpässe, Krankenkassenkarten, Reisepässe oder Ausweise auch für die Kinder sollten stets zur Hand sein. Auf keinen Fall fehlen dürfen Getränke und Proviant für unterwegs. Damit auch bei Wärme nichts verdirbt, wenn man in einen Stau gerät, sind Kühlboxen hilfreich, die einfach mit Eisakkus bestückt werden können.


Fazit: Mit guter Vorbereitung ist eine Anreise mit dem Auto bestens geeignet, um mit kleinen Kindern einen unvergesslichen Urlaub zu verbringen. Im Sommer am besten in den kühleren Abendstunden oder ganz früh am Morgen, bevor der Hauptverkehr rollt. Die Reiseroute muss sorgfältig geplant werden. Spätestens alle zwei Stunden ist eine Pause angesagt, sofern die Kinder nicht gerade schlafen. Dann steht einer entspannten Autoreise nichts mehr im Weg.

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