Eine originelle Idee, um Zeitfresser auszubremsen!

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Es ist ein altes Lied und insbesondere Eltern können es mittlerweile auswendig mitsingen: „Vereinbarkeit“ heißt es. Was den Inhalt angeht, so lässt auch der sich schnell auf den Punkt bringen: Neben der Arbeit auch noch leben!

Zeit oder Geld: Was ist wertvoller?

waschen-putzenAlso nicht von morgens bis abends im Büro hocken und danach müde zur Kindertagesstätte hetzen. Und nicht am Wochenende, wenn man denn endlich einmal Zeit hätte, die Wohnung putzen müssen…

Mütter schalten in der Regel einen Gang runter und arbeiten Teilzeit (wenn der Chef es zulässt…) oder machen sich – wie ich, hihi – selbstständig. Damit hat frau* dem „bis abends im Büro hocken“ schon mal einen Riegel vorgeschoben.

Zeit ist schließlich Gold wert, besonders die Familienzeit. Ich freue mich tatsächlich jeden Tag darauf, nach Feierabend noch etwas mit meinen Kindern zu unternehmen, ihnen beim Sport zuzusehen oder einfach durch den Park zu spazieren. Den Nachmittag gehe ich stets entspannt an. Meine Arbeit rückt dann völlig in den Hintergrund.

Der zweite Zeitfresser, das Putzen, hält sich hingegen hartnäckig. Das wöchentliche Großreinemachen der eigenen vier Wände scheint für die meisten Eltern einfach dazuzugehören. Der Nachwuchs, insbesondere in jungen Jahren, macht schließlich viel Dreck. Und das Schmuddelwetter setzt noch mal eins drauf.

Mich persönlich ärgert am Putzen vor allem, dass man es nie wirklich beenden kann. Selbst wenn die Kinder mal keinen Schmutz in die Wohnung schleppen, fliegen nach ein paar Tagen trotzdem irgendwelche Staubflocken herum. Das Putzen beginnt immer wieder von vorne, eine typische Sisyphusarbeit also.

Nicht nur die Erwerbsarbeit reduzieren, sondern auch die Hausarbeit!

Eine gute Freundin von mir hat auch diesem Zeitfresser den Kampf angesagt: Ihre Wäsche bringt sie in die Reinigung – und ihre Wohnung lässt sie von einer Haushaltshilfe grundreinigen. Letztere kommt einmal pro Woche zu ihr. Drei Stunden benötigt sie, um aufzuräumen, Staub zu saugen und zu wischen. Die Küche und das Bad reinigt sie selbstverständlich auch, und zwar besser als meine Freundin es jemals hinkriegen würde!

Klar, so eine „Fachkraft“ geht ins Geld. Eine Putzfrau zu engagieren, klingt geradezu dekadent. Dafür erkauft sich meine Freundin allerdings Woche für Woche Freizeit – und die ist in ihren Augen wertvoller. Ob man diesen Schritt wagt, ist somit auch verbunden mit der Frage, welche Prioritäten man im Leben setzt.

Ob Putzlappen, Müllbeutel oder Essigreiniger: Haushaltswaren online kaufen

Die Reinigungsmittel, welche ihre Haushaltshilfe benötigt, werden von meiner Freundin zur Verfügung gestellt. Die kauft sie übrigens nur noch selten in der Drogerie. Schließlich ist das Shoppen mit Kindern in ihren Augen auch reine Zeitverschwendung.

Nein, Putzmittel und sonstige Haushaltsartikel kauft sie online. Mittlerweile sind selbst die Versandkosten so günstig, dass es zwar keine Ersparnis darstellt, aber finanziell immerhin aufs Gleiche hinausläuft wie mit dem Auto in die Stadt zu fahren.

Wer putzt schon gern?: Haushaltshilfe von der Steuer absetzen

Ich selbst bin zum einen neidisch und überlege ernsthaft, es ihr nachzutun. Noch hat in dieser Frage jedoch stets mein Geiz gesiegt. Ich glaube, mir würde das Herz bluten, wenn ich Woche für Woche etwa 50 Euro an eine Person abdrücken müsste, die meine Wohnung reinigt. Schließlich ist das eine Tätigkeit, die so einfach ist, dass ich sie auch selbst ausüben kann…

Andererseits, tja, müsste ich mich nicht mehr mit der leidigen Hausarbeit beschäftigen und könnte stattdessen ins Fitnessstudio gehen 😉

Kleiner Trost für alle, die ähnliche Bedenken haben: „Haushaltsnahe Dienstleistungen“ können von der Steuer abgesetzt werden. Ein Fünftel der Arbeitskosten einer Haushaltshilfe kann man in der eigenen Einkommensteuererklärung geltend machen. Das mindert dann die gesamte Steuerlast.

Eingeführt wurde diese Regelung, um der Schwarzarbeit entgegenzuwirken. Nun ja, ein Fünftel ist nicht viel. Aber wenn man sich im Folgejahr über eine kleine Steuerrückzahlung freuen kann, ist das ja auch ganz schön. 🙂

Fazit: Zeit zu haben, ist mir enorm wichtig. Doch dafür zahlen? -Hm, ich kann mich (noch) nicht so recht dazu entschließen. Einfacher ist es in meinen Augen, sich in Gelassenheit zu üben:

Natürlich finde ich es schön, wenn meine Wohnung sauber ist. Aber ich kriege auch kein schlechtes Gewissen, wenn der Küchenboden von Krümeln übersät ist und sich die Wäsche im Badezimmer türmt. Früher oder später erledige ich das schon, doch stressen lasse ich mich davon nicht 🙂


Männer haben’s da ungleich schwerer: Für sie kommt es leider selten in Betracht, die Arbeitszeit zu reduzieren. Ungerecht.

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