Wie du für ein (wachsendes) Publikum schreibst

Richte dein Blog auf eine Zielgruppe aus!

So, jetzt hören all jene mal bitte weg, die nicht-kommerziell bloggen…;) Wenn man für eine bestimmte Zielgruppe schreibt, bedeutet das nämlich leider auch eine Abkehr davon, frei von der Leber zu schreiben. Ich kann ich nur zu gut verstehen, dass nun viele von euch die Augen verdrehen. Schließlich ist das Blog ein Online-Tagebuch. Hier stehst DU im Vordergrund und bestimmst, wo’s lang geht!

Für eine Zielgruppe schreiben

publikumAber: Für andere ist das Blog nur eine Software, um Inhalte zu veröffentlichen, die anderen gefallen sollen. So gut, dass sie das Blog regelmäßig besuchen und hin und wieder auf ein Banner klicken oder etwas im angegliederten Online-Shop kaufen. Diese Blogger wissen zwar, dass sie ihre Zielgruppe zunächst bestimmen müssen, um danach ihr gesamtes Marketing darauf auszulegen. Leider rückt es im Tagesgeschehen immer mal wieder in den Hintergrund… (Ich vergesse es auch viel zu oft!)


Den Nerv der Leser treffen – sonst läuft jede Strategie ins Leere

Ich gebe ja immer wieder Tipps und Ratschläge an euch weiter, wie ihr die sozialen Medien nutzen könnt, um (mehr) LeserInnen zu erreichen. Verbunden ist dies natürlich mit dem Ziel, euer Blog bekannter zu machen und auch langfristig die Reichweite des Blogs zu steigern.

Nun wird euch – wie mir – aufgefallen sein, dass es egal ist, wie viel Aufwand ihr in euer Marketing auf Facebook & Co. steckt: Wenn das Thema des verlinkten Blog-Beitrags niemanden interessiert, wird auch niemand draufklicken.

Per Trial & Error zum Ziel: Statistiken auswerten

auswertung-twitter

Ausschnitt aus der Buffer-Analyse: Pinterest weckt sehr viel mehr Interesse als der Hausbau ohne Eigenkapital.

Auf topElternblogs kann ich immer wieder gut beobachten, wie wichtig es ist, den Nerv der Zielgruppe zu treffen. Schreibe ich bspw. übers Bloggen, das Blog-Marketing und Soziale Netzwerke, erfahre ich viel Zuspruch. Noch mehr Klicks bekomme ich nur noch mit Hilfe familienrelevanter Themen wie Kindererziehung oder Rollenverteilung. Ganz klar, ich schreibe halt vornehmlich für bloggende Mütter und das sind eben die Themen, die bloggende Mütter interessiert.

Schreibe ich hingegen über Themen wie den Hausbau oder die Hausfinanzierung, werde ich zumeist eiskalt ignoriert. Eigentlich dachte ich, dass die eigenen vier Wände auch ein Familienthema sind und supergut zu topElternblogs passen würden. Doch mit dieser Überlegung lag ich offenbar falsch. Immerhin kenne ich meine Zielgruppe nun besser.

Dieses Wissen ist enorm wichtig, wenn du ein erfolgreiches Blog auf die Beine stellen willst. Insofern kann ich dir nur empfehlen, deine Statistiken genau auszuwerten.

Ziehe hierzu am besten die Facebook- und Twitter-Analysen zurate. Falls du Tools wie SumAll oder Buffer nutzt, umso besser. Sie schicken dir sogar wöchentlich eine Auswertung zu. So erfährst du u.a., welche Posts wie oft angeklickt wurden und kannst daraus ableiten, welche Themen für deine LeserInnen besonders relevant sind. Diese könntest du dann immer wieder in deinem Blog aufnehmen, vielleicht eine Serie begründen oder nach verwandten Themen recherchieren.

Unklare Statistiken? -Dann experimentiere!

Natürlich ist der Erfolg eines Twitter- oder Facebook-Posts nicht nur vom Thema abhängig. Manchmal wirken so banale Umstände mit hinein wie der Wochentag und die Uhrzeit der Veröffentlichung oder die Wahl eines originellen Bildes.

Hier kannst du dir selbst helfen, indem du ein wenig herumexperimentierst (eignet sich auch für Blog-Einsteiger, die noch nicht viel veröffentlicht haben und somit auch nicht großartig ihre Statistiken auswerten können):

Vermarkte einen Artikel am besten mehrmals an den unterschiedlichsten Wochentagen, am Wochenende und zu unterschiedlichen Uhrzeiten. Veröffentliche ihn mal mit und mal ohne Bild und wähle unterschiedliche Slogans.

Generell wird so schnell klar, wo deine Zielgruppe mitgeht – und wo sie sich abwendet.

Die Analyse kannst du natürlich fortsetzen, indem zu zum Beispiel die Statistiken aus Google Analytics auswertest (Verhalten > Zielseiten). Auch dein Sharing-Plugin kann dir Auskunft darüber geben, welche Artikel besonders gut angekommen sind. (Auf topElternblogs kann man hierzu auch Herzchen vergeben – nehme ich immer wieder gern entgegen 😉 )

Fazit: Du weißt jetzt, was deine LeserInnen lesen wollen – und was nicht.

Bedürfnisse erkennen und befriedigen

Daraus lässt sich im nächsten Schritt ableiten, nach welchen Informationen deine LeserInnen im Netz suchen. So einfach funktioniert Marketing: Du erkennst ein Bedürfnis und befriedigst es.

Gieren deine Nutzer danach, sich auf deinem Blog mit dir und anderen LeserInnen über Erziehungsthemen zu „unterhalten“? Oder wollen sie sich viel lieber Ideen für DIY-Projekte holen – am besten gespickt mit konkreten Anleitungen?

Klar, immer nur Bedürfnisse zu identifizieren und sie für deine Zielgruppe zu lösen, damit lässt sich dein Blog nicht Tag für Tag füllen. Es sei denn, du bist emsig wie ein Bienchen und recherchierst ohne Ende. Vielleicht hast du aber gar keine Lust dazu?

Hast du dir jedoch einmal mit Hilfe „bedürfnisbefriedigender“ Artikel einen Namen gemacht, kannst du deine Fühler ausstrecken und über verwandte Themen schreiben. Hier und da mal ein lustiger, kontroverser oder einfach nur unterhaltsamer Beitrag hat noch keinem Blog geschadet. Und wer weiß?, vielleicht machst du so gleich noch ein Themengebiet aus, das deiner Zielgruppe am Herzen liegt.

Viel Spaß nun beim Bloggen wünscht euch

Anne!!!

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