Welcher Gartenzaun soll es bloß sein?

Es gibt Leute, die Ihr Grundstück schon umzäunen, bevor sie mit dem Bau ihres Hauses beginnen. Klüger ist es, sich erst dann um eine Umzäunung zu kümmern, sobald der Hausbau abgeschlossen ist und auch die Gestaltung des Gartens zumindest als Plan vorliegt.

Auch bei der Neugestaltung eines Gartens oder der Gärten Sanierung stellen sich viele die Frage, welcher Zaun am besten zur Bepflanzung passt – und welche Funktion er überhaupt wahrnehmen soll. In der Regel markieren sie lediglich die Grundstücksgrenze. Da viele Zäune sehr niedrig sind, dienen sie nicht als Schutz gegen Einbrecher. Doch auch hohe Zäune können überwunden werden.

Holz: Für sicheren Stand sorgen

Bei einem hochwertigen Gartenzaun steht die Langlebigkeit oftmals an erster Stelle. Besonders bei aus Holz errichteten Zäunen bedeutet das, direkten Kontakt zum feuchten Erdreich nach Möglichkeit zur Gänze auszuschließen.

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Zu diesem Zweck bieten sich zum Beispiel Bodenhülsen aus widerstandsfähigem Metall an. Sie sind mit einem Dorn ausgestattet, dem sogenannten „Erdanker“, mit dem die Hülsen ins Erdreich eingeschlagen werden. Danach dienen sie dem Holzpfosten gewissermaßen als Schuh und halten ihn von der feuchten Erde fern. Die Mehrkosten belaufen sich auf 5-20 Euro pro Bodenhülse, sind in Hinblick auf die Langlebigkeit aber in jedem Fall gerechtfertigt. Gerade Fans von Natur- und Bauergärten greifen gerne auf die natürlich aussehenden Holzzäune zurück. Sie geben den oft in allen erdenklichen Farben blühenden Stauden und Sträuchern einfach den schönsten Rahmen.

Aluminium: funktional, aber teuer

Doch nicht immer ist ein Zaun aus Holz gefragt. Schließlich muss dieser gepflegt werden, indem er alle paar Jahre mit einer speziellen Lasur gestrichen wird. Nur so bleibt das Holz wetterfest.

Dagegen gibt sich ein Aluminiumzaun pflegeleicht und sieht zudem elegant aus. Gerade zu moderner Architektur passt er sehr gut. Zudem machen hochwertige Profile aus Aluminium, die mit wetterfestem Pulverlack versiegelt sind, das Streichen unnötig. Selbst gegen Rost sind sie langfristig geschützt. Zum Vorzugspreis sind die dekorativen Zäune aus Leichtmetall aber nicht zu haben. Die Preise der Zaunelemente beginnen bei 100 Euro pro Meter, können aber schnell auf 400 Euro und mehr ansteigen.

Nicht zu verwechseln sind sie mit den oft verschnörkelt aussehenden schmiedeeisernen Zäunen. Sie finden beinahe noch öfter Verwendung als Alu-Zäune. Offenbar gibt es hierzulande viele Liebhaber ornamentaler Muster.

Kunststoff: das Anpassungstalent

Zäune aus Kunststoff sind besser anzupassen, lassen sich nach Belieben kürzen und in der Höhe und der Breite den individuellen Bedingungen entsprechend einsetzen. Der Aufwand für die Montage sowie die nötigen Investitionskosten sind deutlich geringer als bei anderen Umzäunungen. Noch dazu lässt sich mit Lösungen aus Kunststoff in vergleichbar kurzer Zeit ein hervorragender Sichtschutz aufbauen.

Die Herstellung von Kunststoff ist jedoch nur unter hohem Energieeinsatz möglich. Zudem ist die Entsorgung schwierig: Nur wenige Firmen nehmen alte Produkte zurück und lassen diese recyclen. All das macht Zäune aus Kunststoff vergleichsweise unökologisch.

Der Klassiker überzeugt

Wie so oft lässt sich auch bei der Begrenzung des Grundstücks auch durch Eigenleistungen und bei entsprechender fachlicher Qualität der Arbeiten viel Geld einsparen. Selbst Holzzäune können 20, 30 oder sogar bis zu 40 Jahre halten, wie bereits anhand eines durchgeführten Langzeittests unter Beweis gestellt wurde. Eine entsprechende Sorgfalt bei der Errichtung des Zaunes vorausgesetzt. Nachhaltig sind Zäune aus Holz ohnehin. Schließlich handelt es sich um einen nachwachsenden Rohstoff.


Alternativen zum Zaun können übrigens dieselbe Funktion erfüllen, jedoch mitunter besser aussehen: natürliche Hecken aus heimischen Sträuchern zum Beispiel oder Mauern aus Feldsteinen. Auch in ökologischer Hinsicht stellen sie Zäune bei weitem in den Schatten.