5 Tipps für das Gärtnern in der eigenen Wohnung

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Nein, man braucht nicht gleich ein Gewächshaus, um Pflanzen drinnen anzubauen, Image by Free-Photos from Pixabay

Liebst du die Pflanzenwelt und hast einen grünen Daumen? Wolltest du schon immer einmal dein eigenes Obst und Gemüse anbauen, aber dir steht nur eine Stadtwohnung ohne Balkon zur Verfügung? Keine Sorge, Pflanzen kannst du auch drinnen problemlos selbst anbauen. Drei Tipps für den Pflanzenanbau in der Wohnung findest du hier – und jetzt Bühne frei für ein gesundes Wachstum deiner Pflanzen, ganz ohne Freiluftgarten!

Vorteile von Pflanzen in der Wohnung

Die Entscheidung, Pflanzen in der Wohnung anzubauen, bringt viele Vorteile mit sich. Wenn du dir darüber bewusst bist, dass sich der Indoor-Garten in jedem Fall lohnt, dann bist du gleich viel motivierter, regelmäßig Zeit in deine Zimmerpflanzenwelt zu investieren. Außerdem verleihen Pflanzen deiner Wohnung gleich viel mehr Lebendigkeit und Farbe. Du kannst Zimmerpflanzen gezielt als Deko-Elemente in deinem Zuhause einsetzen.

In deinem persönlichen Urban Jungle weißt du genau, wo dein angebautes Obst und Gemüse herkommt. Noch dazu ist es, über einen längeren Zeitraum betrachtet, günstiger als das aus den Supermarktregalen.

Darüber hinaus ist das Gärtnern in der Wohnung nicht von den Jahreszeiten abhängig. Daher dauert die Saison im trauten Heim viel länger als unter freiem Himmel. Bei manchen Indoor-Gemüsesorten sind zwei bis drei Ernten im Jahr keine Besonderheit!

Licht & Co.: Was Pflanzen brauchen

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Jeder weiß, dass man Pflanzen regelmäßig gießen muss, damit sie wachsen und gedeihen können. Neben einer ausreichenden Wasserversorgung solltest du noch weitere Voraussetzungen für deinen Wohnzimmer-Dschungel schaffen.

Fläche für den Pflanzenanbau

Damit du dich an deinem Indoor-Garten erfreuen kannst, brauchst du dafür auch die entsprechende Fläche. Wie viel Platz effektiv nötig ist, hängt in erster Linie von der Anzahl und Art der angebauten Pflanzen ab.

Laut einer Studie sind Menschen, die sich mit viel Natur umgeben, kreativer, produktiver und aufmerksamer. Selbst wenn dir nur eine geringe Fläche zur Verfügung steht, kannst du trotzdem ganz leicht Pflanzen in deine Wohnung holen. Eine besonders platzsparende und zugleich dekorative, trendige Möglichkeit ist das Anlegen eines Wandgartens bzw. vertikalen Gartens. Dabei werden viele Pflanzen neben- und übereinander an der Wand befestigt. Wichtig dabei ist nur, dass die angebrachten Pflanzen die jeweilige Zimmerwärme gut vertragen.

Zu wenig Licht?

Die wohl größte Herausforderung beim Gärtnern in den eigenen vier Wänden ist es, die richtigen Lichtverhältnisse zu schaffen. Vor allem Pflanzen im Innenbereich bekommen oft zu wenig Licht, was sie in ihrem Wachstum hindert.

Während du im Sommer natürliche Lichtquellen ausnützen kannst, wird das in der dunklen Jahreszeit bekanntlich früher oder später schwierig. Weil Licht aber wichtig für die Fotosynthese ist, ist eine künstliche Beleuchtung, zum Beispiel mit der Pro-Emit Pflanzenlampe, vor allem im Winter eine sinnvolle Lösung. Damit erhalten deine Pflanzen trotz des Winters eine optimale Belichtung und können ungehemmt weiterwachsen.

Pflanzen ziehen in der Wohnung
Pflanzen ziehen in der Wohnung

Luftfeuchtigkeit

Ein gesundes Pflanzenwachstum ist neben den optimalen Lichtverhältnissen außerdem von der richtigen Luftfeuchtigkeit abhängig. Durch die Stomata, kleine Spaltöffnungen an den Pflanzenblättern, können Pflanzen nicht nur wichtige Gase aus der Luft entnehmen, sondern sie verdunsten gleichzeitig Wasser. Ist die Luft zu trocken, besteht die Gefahr, dass auch die Pflanzen austrocknen. Bemerkbar wird dies zum Beispiel durch vertrocknete Blattspitzen. Abhilfe schaffst du, wenn du die Pflanzen dann mit Wasser besprühst.

Ein guter Wert ist eine relative Luftfeuchtigkeit von 60% für beinahe alle Zier- und Nutzpflanzen. Um die richtige Luftfeuchtigkeit zu erhalten, solltest du dir ein Hygrometer zulegen. Damit kannst du die Werte regelmäßig überprüfen.

Gegebenenfalls kann es sein, dass du die jeweilige Luftfeuchtigkeit entweder erhöhen oder senken musst. Um sie zu senken, lohnt es sich Luftentfeuchter im Raum aufzustellen. Für eine niedrigere Luftfeuchtigkeit hilft dir weiterhin mehrmals tägliches Stoßlüften. Zudem gibt es bestimmte Pflanzen, wie z.B. Aloe Vera, Dickblatt, Kakteen und Sukkulenten, die wenig Gießwasser benötigen und somit weniger Wasser abgeben.

Welche Pflanzen eignen sich besonders für die Wohnung?

Bevor du dir wahl- und ziellos Pflanzen zulegst, solltest du dir zunächst gut überlegen, welche Pflanzen sich denn überhaupt gut für die Wohnung eignen. Es gibt eine Vielzahl von Nutzpflanzen wie Kräuter, Gemüse und Obst, die sich ganz leicht in der Wohnung anbauen lassen.

Kräutergarten in der Wohnung

Der Anbau von Kräutern in Küche und Wohnzimmer eignet sich hervorragend. Kräuter sind pflegeleicht und können darüber hinaus schnell und unkompliziert aus Saatgut gezogen werden.

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Beim Anbau von Kräutern benötigst du den richtigen Topf (z.B. einen Terracotta-Topf) in der entsprechenden Größe, gefüllt mit Anzuchterde. Diese verfügt über nur wenige Nährstoffe, was für die meisten Kräuter ideal ist, da sie oft auf sandigen Böden gedeihen. Der optimale Standort deiner Kräuter orientiert sich immer an der Umgebung, in der sie natürlicherweise wachsen würden. Während zum Beispiel Majoran in der Natur auf sonnenüberfluteten Feldern bestens wächst, liebt Minze schattige Wälder.

Besonders gut für deinen Indoor-Garten eignen sich zum Beispiel die folgenden Kräuter:

  • Schnittlauch – ist pflegeleicht und benötigt nur wenig Platz, Wasser & Nährstoffe
  • Kresse – kann am Fensterbrett angebaut werden. Bei ausreichender Feuchte wächst Kresse aber fast überall.
  • gekrauste Petersilie – benötigt einen warmen, sonnigen Platz sowie einen trockenen & nährstoffreichen Boden.

Obst in der Wohnung anbauen

zitronenbaum in der wohnung
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Eine sehr beliebte Beerensorte im Sommer sind die Erdbeeren. Das rote Früchtchen lässt sich ganz leicht in den eigenen vier Wänden anbauen, denn es braucht dazu nur sehr wenig Platz. Für ihr Wachstum benötigen Erdbeeren einen möglichst sonnigen bzw. halbschattigen Standort, regelmäßig Wasser und biologischen Dünger. Beachte, dass Erdbeeren absolute Gegner von Staunässe sind!

Kleine Bäume mit Zitrusfrüchten wie Zitrone oder Mandarine sind darüber hinaus auch ein optischer Blickfang. Sie brauchen allerdings etwas mehr Platz – statt eines Blumentopfes sollte man sie in einen Kübel pflanzen. Weiterhin gedeihen sie in beheizten Räumen nur dann gut, wenn du ihnen ein helles Plätzchen zur Verfügung stellst. Im Winter ist ggf. eine Pflanzlampe nötig.

Welches Gemüse kann man in der Wohnung ziehen?

Auch viele Gemüsesorten eignen sich sehr gut für den Indoor-Garten. Wenn du wissen möchtest, woher deine tägliche Portion an Vitaminen auf deinem Teller kommt, dann kannst du Gemüse ganz einfach in der Wohnung anbauen.

Bohnen und Erbsen sind zum Beispiel sehr leicht zum Anbauen und deshalb das ideale Gemüse für Gartenanfänger. Das Rank-Gemüse benötigt neben einem sonnigen Platz (z.B. Fensterbrett) Humuserde und ein Klettergerüst aus Stangen und gespannten Fäden.

Radieschen dürfen in deinem hauseigenen Garten ebenfalls nicht fehlen. Das allseits beliebte Gemüse ist vollkommen pflegeleicht und wenig zeitintensiv. An einem halbschattigen Standort und durch tägliches Gießen kannst du die Kohlpflanze bereits nach vier bis sechs Wochen erstmals ernten.

Damit du Pflanzen anbauen kannst, brauchst du nicht unbedingt einen Garten. Du musst nur die richtigen Rahmenbedingungen für deine ausgewählten Kräuter-, Obst- und Gemüsesorten schaffen. Dann steht deinem Indoor-Garten nichts mehr im Weg. Hole dir noch heute die Natur in deine Wohnung!

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