Gleitsichtbrille: Was verschiedene Progressionszonen bedeuten

Ab etwa 40 Jahren tauscht ein Großteil aller Deutschen die alten Brillengläser gegen eine Gleitsichtbrille ein. Dank dieser stufenlosen Kombination aus Fern- und Nahbrille brauchen Alterssichtige mit zusätzlicher Kurzsichtigkeit nicht mehr als eine Sehhilfe, um auf alle Distanzen etwas zu erkennen.

Verschiedene Arten der Gleitsichtbrille stehen zur Verfügung – sie alle nutzen ein ähnliches Prinzip und sind in drei Zonen eingeteilt. Durch den oberen Fernbereich sieht das Auge in der Ferne scharf. Der untere Nahbereich ermöglicht in Lese-Distanz vollen Durchblick und für Zwischen-Distanzen ist die Mittelzone optimiert.

Unterschiede zwischen einzelnen Gleitsichtbrillen-Arten gibt es trotz diesen Gemeinsamkeiten. Wer sie kennt, findet für seine persönliche Situation leichter das optimale Modell.

Panorama-, Arbeitsplatz oder Smartphone-Brille?

Im Laufe des Lebens nimmt die Flexibilität der Linsen ab. Das gilt, obgleich die Gesundheit der Augen weiterhin gegeben ist. Diese natürliche Altersweitsichtigkeit beginnt oft schon ab dem 30. Lebensjahr, wird von den meisten Menschen aber erst zehn Jahre später bewusst wahrgenommen.

Die Linsenverhärtung schränkt die Akkommodationsfähigkeit der Augen Stück für Stück ein, bis man im Nahbereich nicht mehr scharf sieht. Wer zusätzlich zu der natürlichen Veränderung an einer Kurzsichtigkeit leidet, steht früher oder später vor einem riesigen Sortiment an Brillenvarianten. Es stellt sich die Frage, ob Panorama-, Arbeitsplatz- oder Smartphone-Gläser die richtigen sind.

Die verschiedenen Glasdesigns sind auf bestimmte Anwendungsschwerpunkte optimiert. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Arten konzentrieren sich insbesondere auf die Zwischendistanzen, um die es beim Blick durch die sogenannte Progressionszone geht.

Für jede Situation die richtigen Gleitsichtgläser

Während Autofahrer von Panorama-Gleitsichtgläsern profitieren, eignet sich die Arbeitsplatz-Gleitsichtbrille insbesondere für PC-Arbeiten. Die Smartphone-Gleitsichtbrille dagegen passt am besten zu Menschen, die sich gleichzeitig viel in der digitalen Welt und dem Freien fortbewegen.

Panorama-Gleitsichtgläser für Autofahrer ermöglichen dank ihrer kleinen Progressionszone optimale Fernsicht, während die mittlere Sehentfernung von den Brillen wenig berücksichtigt wird. Hinter dem Steuer spielt neben dem Blick auf die Straße vor allem die klare Sicht auf die Armaturen eine wichtige Rolle. Die mittlere Sehdistanz wird dagegen kaum relevant.

Bei der Arbeitsplatz-Gleitsichtbrille liegt der Fokus im Vergleich dazu auf den mittleren Distanzen. Ob es um den PC oder den Wandkalender geht: Die großen, etwas nach oben verschobenen Progressionszonen dieser Brillen lassen sowohl auf Mittel- als auch Nah-Distanz scharfes Sehen zu. Die Smartphone-Gleitsichtbrille konzentriert sich dagegen auf die Nähe. Ähnlich wie die Autofahrer-Brille zeichnet sich dieses Modell durch eine relativ kleine Progressionszone aus, die im Vergleich zu den Panorama-Gläsern weiter oben liegt.

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