Keine Lust zu kochen

keine lust zu kochen

Wer planlos ist, greift oft zu Nudeln.

Wie frustrierend: Wenn du gerne isst, aber an der Zubereitung scheiterst

Wer sich gesund ernähren will, der koche gefälligst selber. So lautet das Credo so ziemlich jeden Ernährungsratgebers, den ich in die Finger bekommen habe. In anderen Worten: Iss bloß nichts Verarbeitetes! Der letzte Ratgeber riet sogar vom Safttrinken ab. Iss einen Apfel und trink Wasser dazu. Als wäre das auch nur annähernd so schmackhaft wie eine schöne kühle Apfelschorle.

Ich mochte verarbeitete Nahrungsmittel eigentlich schon immer, schließlich ersetzen sie dir alle möglichen Arbeitsschritte, die du sonst selbst erledigen müsstest. Nach der Lektüre so einiger Ernährungsratgeber wird der Genuss dieser „bösen“ Lebensmittel allerdings stets begleitet vom schlechten Gewissen.

Deshalb bin ich dazu übergegangen, hin und wieder zu kochen. Allerdings koche ich nicht gut. Weder mir noch meiner Familie schmeckt es. Überhaupt erst herauszufinden, was ich kochen soll, ist schon eine Herausforderung, an der ich regelmäßig scheitere. Ich hasse es, zu kochen. Dabei esse ich so gern.

keine lust zu kochen

Für die einen das schönste Hobby der Welt, für die anderen einfach nur lästig: Kochen.

Wenn du in der Google-Suche „keine Lust zu kochen“ eingibst, werden dir als Suchergebnis lauter Rezepte-Webseiten angezeigt, die dich zum Kochen motivieren wollen. Dabei erwartet man eigentlich etwas Originelleres, Lieferdienste zum Beispiel oder Köche, die sich darauf spezialisiert haben, zu dir nach Hause zu kommen, um dort eine leckere Mahlzeit für dich zuzubereiten.

Originell sind höchstens die ähnlichen Suchanfragen: keine Lust zu kochen aber Hunger oder Was kann ich kochen mit dem was ich im Kühlschrank habe (woher, zum Kuckuck, soll Google wissen, was du im Kühlschrank hast?).

Eines steht jedenfalls fest: Wenn man erstmal Hunger hat, kann man ohnehin keinen klaren Gedanken mehr fassen. Insofern muss man sich vorher den Kopf darüber zerbrechen, wie sich die Essenzubereitung gestalten könnte, wenn man eigentlich keine Lust hat, zu kochen. Hier das Ergebnis meines Gedankenexperiments:

Keine-Lust-zu-kochen-aber-Hunger-Auswegmöglichkeiten

  • Kalte Küche (Käsebrot)
  • zum Beispiel mit Foodora Essen online bestellen und liefern lassen
  • Essen gehen
  • Tiefkühlgerichte
  • Ohne Aufwand kochen, zum Beispiel Rühr- oder Spiegelei, Bockwurst/Wiener, Waffeln (sofern du ein Waffeleisen hast), Pesto-Nudeln, Ofenkäse, Dosensuppen, Grießbrei u.ä. Kindergerichte (Porridge, Cornflakes,…), Kaltschale
  • Vorsorgen und ein Abonnement eines Kochbox-Anbieters abschließen (Lebensmittel + Rezept dazu werden zusammen geliefert)
  • Abwechselnd kochen mit jemandem, dem es genauso geht wie dir
  • Wenn du doch mal „richtig“ kochst, dann gleich so viel, dass du die Reste tiefkühlen kannst – für schlechte Zeiten
  • In einen Sandwichmaker investieren (ja, die Dinger gibt’s immer noch)

In der Stadt ist es einfacher, sich vielseitig zu ernähren, ohne zu kochen

Bevor es uns ins Ländliche verschlagen hat, sind wir oft Essen gegangen. Das war machbar, weil es unzählige Restaurants in unserem Stadtteil gab, darunter auch viele wirklich günstige. Thai und Vietnamesisch waren unsere Favoriten, trotz hohem Gemüseanteil sehr lecker. Und mit Sicherheit supergesund!

Hierher könnte ich mir dieses Essen nicht einmal liefern lassen. Ein paar Restaurants gibt es im Umkreis zwar, doch die wenigsten bringen die Mahlzeit zum Kunden. Was schade ist, denn so wie mir geht es hier bestimmt vielen. Mit zunehmendem Alter wird das Bedürfnis, bekocht zu werden, bestimmt noch größer. Selbst Menschen, die noch keiner Pflege bedürfen, möchten dann vielleicht gerne ihr Essen nach Hause bestellen.

Einige Alte gehen schon jetzt mit der Zeit: Die Oma meines Mannes zum Beispiel hat sich vor ein paar Jahren einen Laptop gekauft und sich von ihrem Sohn das Internet erklären lassen. Seitdem hat die 90-Jährige nicht nur einen Facebook-Account, sondern bestellt alles, was sie braucht, online. Dazu gehören auch Lebensmittel. Schließlich verlässt sie ihre Wohnung nur ungern. Lieferdienste machen’s möglich, dass sie ohne fremde Hilfe klarkommt. Allerdings wohnt sie in einer Großstadt.

LG Anne!!!

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