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Weshalb Kinder ihren eigenen Kopf in Sachen Mode haben

kind will selbst entscheiden, was es anzieht

Kinder kommen bisweilen auf die komischsten Ideen, wenn es um ihre Kleidung geht. Die einen würden am liebsten täglich nackt herumlaufen, selbst ein Schlüpfer wird als störend empfunden. Andere tragen stolz ihre Turnanzüge zur Schau, obwohl der Sportunterricht längst vorbei ist. Wieder andere – und das sind wohl die meisten der hiesigen Mädchen – haben zum Fasching Elsa-Kostüme geschenkt bekommen, die sie nach Möglichkeit immer wieder in die Kita schleppen, um dort Prinzessin zu spielen.

Stilempfinden sucht man bei den Kleinen vergeblich, seufzte eine befreundete Mutter kürzlich. Warum auch? Um dazuzugehören, muss ein Kind nicht geschmackvoll angezogen sein, sondern einfach das tragen, was die anderen auch haben. Nicht umsonst boomen seit vielen Jahren schon die Superhelden auf T-Shirts und Schuhen sowie Glitzersteinchen, Disney-Prinzessinnen oder wahlweise Einhörner und Kätzchen auf den Kleidern der Mädchen. Während mich der Anblick der vielen Spidermans eher langweilt, scheinen die Kinder ihrer Fernsehhelden nie überdrüssig zu werden. Im Gegenteil, je mehr davon in Umlauf ist, desto größer wird das kindliche Interesse daran.

Natürlich gibt es auch stilvolle Kindermode, zum Beispiel hier>>. Doch ob sie dem Nachwuchs gefällt, ist eine andere Frage…

Das Kind will selbst entscheiden, was es anzieht

kind will selbst entscheiden, was es anziehtNicht nur für uns Große fühlt es sich gut an, wenn die Freunde staunend das neue Outfit bewundern. Kindern geht es da ganz genauso. Gönnen wir ihnen doch den Spaß und lassen sie ihre „Mode-Phasen“ ausleben, ohne sie dafür zu kritisieren! Gefallen müssen Kinder doch in erster Linie sich selbst, nicht uns Eltern.

Doch die wenigsten Eltern lassen ihren Kindern völlig freie Hand bei der Klamottenwahl. Woran du das merkst? Schau dir doch einfach mal die Kleinen an und dann gleiche mit Mami oder Papi ab: Viele Kinder sehen aus wie das Miniaturspiegelbild ihrer Eltern:

Die Mami in ausgetretenen Jesuslatschen und langen Second-Hand-Gewändern kleidet ihre Tochter natürlich ausschließlich nach ökologischen Standards. Der Papi in Baggy-Pants hingegen macht aus seinem Söhnchen einen ganz coolen Dude. Eltern aus der Wohnkommune würden natürlich nie bei H&M shoppen: Ihre Kids sind in skandinavische Labels gewandet, vornehmlich wild gemustert und betont individuell. Die sportliche Mutter, die zur eigenen Hochzeit das erste und einzige Mal in ihrem Leben ein Kleid trug, gesteht ihrer Tochter zwar zu, ihre rosa Phase auszuleben – jedoch nur in Kombination mit Jogginghosen. Nicht zu vergessen all die markenaffinen Eltern, die ihren Nachwuchs selbstverständlich ebenso markenbewusst einkleiden.

Wer nutzt sein Kind nicht zur Selbstdarstellung? –Selbst wenn es uns nicht bewusst ist und wir es eigentlich sogar vermeiden wollen, irgendwie dringt es doch durch, das elterliche Repräsentationsbedürfnis.

Letztlich sind wir Erwachsenen gar nicht so viel klüger als unsere Kinder. Auch wir wollen dazugehören. Zu welcher Gruppe auch immer.

Wie viel Entscheidungsfreiheit räumst du deinem Kind ein?

Nackt zur Kita? -Auch wenn Töchterlein gerne mal blankzieht, das muss nicht sein. An ihren verhassten Sonnenhut, der beim Fahrradfahren gerne mal davonfliegt, musste sie sich wohl oder übel ebenfalls gewöhnen. Mehr Vorgaben muss ich ihr gar nicht machen, da sie sich (in meinen Augen) von sich aus ganz vernünftig kleidet.

Kinder in Modefragen selbst entscheiden lassen: Wie viel Freiräume gestehst du deinen Kids zu? Darf es beim Shoppen selbst entscheiden? -Mit welchem Ergebnis…? 😉

Ich freue mich auf dein Feedback!

LG Anne!!!

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6 Antworten

  1. Olga sagt:

    Meine Tochter darf sich morgens ihr Outfit selbst aussuchen. Einzige Bedingung, es muss zum Wetter passen. Da entstehen schon mal die wildeste. Kombinationen aber so lange sie sich damit wunderhübsch findet ( das sagt sie immer, wenn sie sich für die Kita bereit macht) ist mir ihr Outfit egal.

  2. Jessi sagt:

    Ich halte das wie Olga. Meine Tochter fragt mittlerweile schon von sich aus, ob es warm oder kalt wird und dann gibt’s nur minimale Vorgaben meinerseits („heute ist es nicht heiß, dein Oberteil sollte wenigstens ein bisschen Ärmel haben“ z.B.). Da kann dann auch schon mal ein Kleid oder Rock zur Hose getragen werden. Und wilde Muster zu wilden Mustern. Letztlich muss es vor allem ihr gefallen.

    Vorgaben unsererseits gibt’s dann nur noch manchmal, wenn der Anlass besonders ist oder zumindest besondere Funktionalitäten erfordert. Dann aber entscheiden wir immer noch nicht final, sondern lassen sie wählen zwischen Optionen.

    • Anne sagt:

      Stimmt, in erster Linie müssen Klamotten funktional sein, schließlich tragen wir sie nicht (nur) zum Spaß.
      Ich muss leider zugeben, dass ich meine Kinder nicht so wild kombinieren lasse. Innerlich schmerzen mich einfach gewissen Farb- und Musterkombinationen, so dass ich es mir nicht verkneifen kann, mein Veto einzulegen…
      LG Anne

  3. Sami sagt:

    Mein Sohn kann sich komplett aussuchen was er möchte, allerdings darf er sich dann auch meine Meinung dazu anhören. Er beachtet Sie zwar manchmal nicht aber wenn er sich damit wohl fühlt finde ich es so besser

    • Anne sagt:

      Drückst du dich dann auch so diplomatisch aus, dass dein Sohn merkt, dass es sich um deine persönliche Meinung handelt? (Wir Erwachsenen neigen ja dazu, zu generalisieren…)
      LG Anne

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