Kirschlorbeer: Die Heckenpflanze für Ungeduldige

sattes Grüne: Kirschlorbeer mit Beeren

Wirf mal einen Blick in die Gärten deiner Nachbarn oder Freunde. Eine Pflanze, die du wahrscheinlich oft sehen wirst, ist der Kirschlorbeer. Vor allem als Hecke wird er oft gepflanzt. Aber warum ist der Prunus Laurocerasus eigentlich so beliebt?

Das ganze Jahr einen grünen Garten

Der Kirschlorbeer ist hauptsächlich so beliebt, weil er nicht nur winterhart, sondern auch immergrün ist. Er behält nämlich auch im kalten Winter seine großen, wächsern glänzenden Blätter. Viele Gartenbesitzer pflanzen aus diesem Grund eine Kirchlorbeerhecke als Sichtschutz. Sie verhindert auch im kalten Winter, dass Nachbarn oder Passanten in den Garten schauen können. Außerdem bringt sie in den kalten Monaten, wenn alles grau und kahl ist, Farbe in den Garten.

Innerhalb der Kirschlorbeerfamilie gibt es verschiedene Sorten, die alle immergrün sind. Einigen Sorten sind sehr winterhart. Diese Sorten Herbergii und Novita überstehen sogar Temperaturen bis zu -25°C! Die meisten anderen Kirschlorbeersorten sind bis -15/-20 °C frosthart.

Eine Hecke für Eilige

Ein weiterer Grund für die Beliebtheit des Kirschlorbeers: Er wächst schnell. Pro Jahr legt der Strauch um 40 bis 50 cm zu. Für eine breite, wuchtige Hecke würden wir den Kirschlorbeer Rotundifolia empfehlen. Diese Sorte hat einen besonders ausladenden Wuchs. Vor allem in großen Gärten kommt eine Rotundifolia-Hecke gut zur Geltung. Du hast einen kleinen Garten und suchst deshalb eine niedrige, kompakte Heckenpflanze? Dann ist der Kirschlorbeer Otto Luyken vielleicht etwas besser geeignet. Ein toller Bonus: Diese Sorte bekommt im Frühling kleine, weiße Blüten, die deinem Garten einen romantischen Look geben!

Kirschlorbeer kaufen

Bevor du einen Kirschlorbeer kaufst, solltest du dich fragen, ob du die Hecke selbst ziehen möchtest. Wer es eilig hat und seiner Hecke nicht beim Wachsen zusehen möchte, für den sind Fertighecken eine gute Alternative. Die blickdichten Heckenelemente haben bereits die richtige Höhe erreicht. Nach dem Einpflanzen bietet eine Fertighecke direkt Wind- und Sichtschutz.

Pflanzt du hingegen eine Hecke aus jungen Lorbeerpflänzchen, kann es einige Jahre dauern, bevor die Hecke komplett dichtgewachsen ist. Andererseits sind junge Pflanzen natürlich günstiger als eine Fertighecke. Die eine Variante ist nicht besser als die andere. Welche davon du wählst, hängt letztendlich von deinen Ansprüchen und Wünschen ab.

Gestaltungsideen für den Kirschlorbeer

Man kann den Kirschlorbeer nicht nur als Hecke pflanzen. Auch im Topf macht er eine gute Figur! Der Strauch lässt sich gut in Form schneiden. Pyramiden, Spiralen oder kugelförmige Bäumchen kommen im Kübel besonders gut zu Geltung. Obwohl der Kirschlorbeer tendenziell sehr robust ist, solltest du einen Kirschlorbeer im Kübel im Winter reinholen. Wenn die Nachtfröste vorüber sind, kann der Kirschlorbeer wieder nach draußen.

Man sollte einen im Topf gepflanzten Kirschlorbeer nicht zu häufig umtopfen. Alle drei bis fünf Jahre ist ausreichend. Fülle den Boden des Kübels mit Kies oder Scherben. Diese sorgen dafür, dass überschüssiges Wasser ablaufen kann und der Kirschlorbeer keine nassen Füße bekommt. Mische danach handelsübliche Blumenerde mit etwas Lehm, um den Säuregehalt in der Erde zu regulieren. Zu guter Letzt füllst du den Topf mit dem Erde-Lehmgemisch auf und topfst den Kirschlorbeer um. Ausreichend gießen – fertig!


Zu den Nachteilen des Kirschlorbeers gehört seine Giftigkeit. Auch die Blätter des Strauchs müssen gesondert entsorgt werden, da sie auf dem konventionellen Misthaufen nicht verrotten. Erwähnenswert ist weiterhin, dass der Kirschlorbeer keine einheimische Pflanze ist und sich die hiesige Tierwelt noch nicht an ihn gewöhnt hat.

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