Lebenszeichen aus der Provinz

Ganz offiziell Nicht-Berlinerin: Der Umzug ist überstanden

arbeitszimmer

Ein wenig chaotisch sieht es schon noch aus, mein Arbeitszimmer!

Ihr Lieben, entschuldigt bitte meine viel zu lange Blog-Abstinenz, die auf meinen Umzug zurückzuführen ist. Jawoll, ich hab den Umzug hinter mich gebracht. Und wäre ich nur halb so multitaskingfähig wie so manche Mamabloggerin, dann hätte ich wenigstens ein paar Fotos über Facebook und Twitter gepostet.

Aber nein, wenn ich mich in eine Sache vertiefe, dann richtig: Die gefühlt 1000 Umzugskartons mussten wieder ausgepackt werden, was größtenteils an mir hängen geblieben ist. Wenigstens musste ich sie nicht schleppen… 😉

Fühlt sich wie Urlaub an!

Nun aber wohne ich ganz offiziell und zu 100% auf dem Lande. Genau genommen im Wald. Bauernhöfe sind hier praktisch nicht vorhanden, dafür aber unzählige Kiefern, Wildschweine, Rehe und – ja – auch Wölfe soll es hier geben! Dabei befinde ich mich nur eine Dreiviertelstunde von Berlin entfernt.

Trotz des ungewohnt hohen Anteils an körperlicher Arbeit, der mit einem Umzug einhergeht (vom Schlafmangel ganz zu schweigen), fühle ich mich bereits angekommen und rundum wohl. Eine richtige Alltagsroutine ist zwar noch nicht eingekehrt, aber das empfinde ich gar nicht als negativ. Im Gegenteil: Es fühlt sich an wie Urlaub!

Auch den Kindern geht’s prächtig: ich hatte ja schon befürchtet, dass sie ihrer alten Heimat Berlin noch laaange nachtrauern würden, aber Pustekuchen! Sie haben sofort Freundschaft mit den Nachbarskindern geschlossen. Von Töchterleins Kita wurde ich schon nach einem Tag Eingewöhnung nach Hause geschickt, denn meine Präsenz war einfach nicht mehr nötig. Puuuh. Was Kindern beim Neustart hilft, habe ich übrigens hier verbloggt>>

Ich habe den Moment herbeigesehnt, wenn ich endlich im Haus wohnen würde – und nun werden meine Erwartungen tatsächlich erfüllt!!! Das liegt größtenteils am Haus selbst, denn es schirmt mich so schön ab vom Außenleben. Genau das habe ich in Berlin vermisst. Dort war ich immer irgendwie mittendrin – selbst in meiner Wohnung habe ich noch genug von den vielen anderen Menschen um mich herum mitgekriegt. Zu Beginn meines Berlin-Abenteuers war mir das überhaupt nicht bewusst. Doch mit den Jahren wurde ich immer sensibler und das „Außen“ nervte mich mehr und mehr.

Man mag es kaum glauben, aber: Ich habe Berlin noch keinen einzigen Tag vermisst.

Die Besonderheiten eines Lüftungssystems: der Schall bleibt draußen, die Wärme drinnen

Wie ihr euch denken könnt, ist auf dem Lande weniger los als in der Stadt. Trotzdem herrscht nicht unbedingt mehr Stille. Der Bau-Boom macht sich deutlich bemerkbar. Eines unserer Nachbargrundstücke wird gerade bebaut, ein anderes wird zunächst von seinen Bäumen befreit. Das heißt, die Kettensäge höre ich hier beinahe täglich – und das stundenlang. Wenn unser Haus nicht so gut gegen Schall isoliert wäre, hätte ich in meinem Arbeitszimmer eine alles andere als anregende Geräuschkulisse… So aber stört mich der Baulärm kaum.

Hinzu kommt das verbesserte Wohnklima, das ich im neuen Haus genieße – und das obwohl ich hier so gut wie nie lüften muss. (Eine Umstellung, schließlich habe ich in unserer alten Wohnung stets gerne die Fenster aufgerissen, um frische Luft hereinzulassen.) Das erledigt nun ein Lüftungssystem, welches die verbrauchte Luft aus dem Haus herausleitet und umgekehrt die Räume mit frischer Luft von außen versorgt.

Neubauten: Trotz guter Isolierung eine schlechte Energiebilanz

Ich weiß, das klingt erst einmal überflüssig. Schließlich kann man ja auch selbst die Fenster öffnen, nicht wahr? Interessant ist so ein Lüftungssystem vor allem deshalb, weil die Bewohner Energie sparen können: Es entzieht nämlich der verbrauchten Luft Wärme und reichert die frische Luft damit an! Trotz Lüftens entweicht also keine warme Luft, was wiederum die Heizkosten senkt.

Den Energieverbrauch zu senken, ist vor allem deshalb wichtig, weil die „aufgelockerte Siedlungsstruktur“ (ergo die Wohnkultur auf dem Land) eine schlechte Energiebilanz aufweist. Soll heißen: Wo wenige Menschen in mehr oder weniger großzügigen (Einfamilien-)Häusern zusammenleben, wird im Endeffekt mehr Energie verbraucht als in vermeintlich schlecht isolierten Mietshäusern. Denn dort wohnen die Leute dichter zusammen. Bei gleicher Nutzfläche verfügen die Bewohner eines Mehrfamilienhauses über weniger Dach- und Wandflächen – und haben somit weniger Energieverluste.

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Genug zu tun: Statt eines Gartens nur Erde. Auch kein Spielplatz, leider.

Das klingt nicht nur einleuchtend, letztlich ist die Wohnkultur in der Stadt auch durch die kurzen Wege nachhaltiger. Ich selbst muss zugeben, dass ich jenseits von Berlin viel schneller zum Auto greife. Zum Supermarkt gelange ich zwar noch mit dem Fahrrad. Der nächste Spielplatz ist allerdings im Nachbardorf. Die vier Kilometer dorthin könnte ich zwar auch mit dem Drahtesel bewältigen, doch werde ich nur allzu oft vom inneren Schweinehund besiegt 🙁

Ein Neubau muss also schon wegen seiner vielen Wände und Decken gut isoliert sein. Dass unnötig Wärme entweicht, muss vermieden werden. Dafür sorgt u. a. ein Lüftungssystem, das entweder gleich vom Bauträger installiert wird oder nachträglich eingebaut werden kann (natürlich auch in Wohnungen!). Erhältlich ist es zum Beispiel bei http://www.inventer.de*.

Übrigens: Das Lüftungssystem filtert auch Staub und Pollen aus der Luft. Es sorgt also außerdem für eine reinere Atemluft, was besonders Allergikern zu Gute kommt.

Ich jedenfalls genieße das Wohnen im eigenen Haus über alle Maßen. Allein, dass ich meine Nachbarn nicht mehr hören muss, ist so erholsam!

LG Anne!!!

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