Wie Bloggen, wenn man so gar keinen Bock hat?


motivation wiederfindenEin Blog lebt von seinen Inhalten. Zumeist sind es Texte. Texte, die dem Hirn eines motivierten Bloggers entspringen. Doch was tun, wenn besagter Blogger die Motivation verliert? Plötzlich ist der aktuellste Eintrag schon zwei Monate alt, die Stammleser werden langsam ungeduldig, wenn sie das Warten nicht schon aufgegeben haben!

Wenn man von Vornherein weiß, dass man:

  1. Regelmäßig Phasen der Einfallslosigkeit durchlebt
  2. Wenig Zeit hat oder
  3. Viel Zeit benötigt, um einen Beitrag fertigzustellen

lautet die einfachste Lösung: Von Anfang an wenig posten!

Ich kenne zumindest ein Blog, das nur im Zweimonatsrhythmus neue Posts veröffentlicht. Die werden dann aber auch sehnlichst von den Stammlesern erwartet!

Viele Ideen, aber keine Lust, sie umzusetzen

Machen wir uns aber nichts vor, den meisten wird es ähnlich gehen wie mir: Der Beginn eines neuen Projekts – und das ist das Bloggen ja – stimmt euphorisch und der Drang ist groß, alle Ideen in die Tat umzusetzen. Erst mit schwindender Begeisterung fällt es schwer, am Ball zu bleiben.

Bislang bin ich stets gleichermaßen motiviert in meine Arbeitstage gestartet. Irgendwas Interessantes war immer auf meiner To-Do-List zu finden. Das habe ich dann brav abgearbeitet und mir zwischenzeitlich eine neue Aufgabe für den nächsten Tag ausgedacht.

In den vergangenen Tagen hat sie aber auch mich erwischt, die große Lustlosigkeit. Meine To-Do-List ist immer noch prall gefüllt mit interessanten Einfällen und Anregungen, aber ich hatte Null Bock, in die Tasten zu hauen bzw. erst einmal zu recherchieren.

Gerade wenn man von Zuhause aus arbeitet, sind Alternativen zur freiberuflichen Tätigkeit schnell gefunden: Wartet da nicht noch ein Berg Wäsche auf mich? Den Salat für heute Abend könnte ich auch schon mal vorbereiten. Und wollte ich nicht schon längst mal Tante Beate anrufen, um mich nach ihrem gesundheitlichen Befinden zu erkundigen? Gedacht, getan! Schon hat man den Hörer in der Hand und quatscht bis in den Feierabend.

Aber auch das Büro hält genügend Ablenkung bereit: KollegInnen, eMails, Meetings. Die eigentlichen Aufgaben lassen sich ohne Aufhebens in den Hintergrund rücken.

Ich glaube, es ist weitaus einfacher, eine Schreibblockade zu überwinden, als verlorengegangene Motivation wiederzuerlangen.

Tricks, um die Motivation wiederzufinden

Sich selbst motivieren: Welche Maßnahmen gibt es denn, um den inneren Schweinehund zu überwinden?

1.Einfach anfangen

Ein leicht umzusetzender und in meinen Augen wirklich effektiver Vorschlag kam von Bloggerin & Autorin Mara:

Das können auch erstmal nur Flüche sein, die die eigene Faulheit verdammen 😉 Vielleicht aber entsteht ein umwerfender Text, den ihr sogleich veröffentlichen wollt! Selbst wenn „nur“ neue Ideen dabei herausspringen, habt ihr schon was gewonnen. UND ihr habt tatsächlich in die Tasten gehauen! So einfach geht das.

Dieser Beitrag hier ist übrigens auch auf Maras Vorschlag zurückzuführen. Ich dachte mir einfach, schreib‘ ich doch mal über meine Lustlosigkeit und frag‘ die anderen, ob sie mir aus der Patsche helfen können.

2. Man muss nur wollen…

Bloggerin Kathrin (ÖkoHippieRabenmütter) motiviert sich selbst, indem sie sich vom Zwang zum Bloggen befreit. Und das geht so: einfach das Wörtchen „Muss“ durch das Wort „Könnte“ ersetzen.

Denn mal ehrlich: Geht denn die Welt unter, wenn ein Beitrag doch nicht fertig wird? Wohl kaum. Druck nimmt die Lust. Aber Lust braucht man nun mal zum Schreiben/Bloggen. Also einfach mal den Druck ablassen und entspannen.

Danach kann man klären, was wirklich getan werden muss. Natürlich wäre es schön, hätte man täglich neuen Content, den man über die sozialen Netzwerke verbreiten und viele, viele Klicks generieren könnte. Aber reicht ein wirklich gut recherchierter und toll geschriebener Beitrag pro Woche nicht auch aus, um mit seinen Followern in Kontakt zu bleiben?

Vorteil a): Jetzt kann man sich einem Thema widmen, dass man selbst superinteressant findet und stürzt sich mit Begeisterung in die Arbeit!

Vorteil b): Man hat wieder Spaß! Nur wer Freude an seiner Arbeit hat, ist wirklich motiviert.

Diese Weisheit habe ich übrigens aus dem Sport! Der Schweinehund und körperliche Betätigung gehen quasi Hand in Hand. Doch anstatt sich zu irgendeinem Sport zu zwingen, sollte man besser erst einmal eine Sportart ausfindig machen, an der man Spaß hat. Logisch, oder?

3. Zerstreuung suchen

Warum bin ich nicht von selbst darauf gekommen, was Bloggerin Cristine (Reise-Kids.de) vorschlägt?: Die eigentliche Arbeit loslassen und etwas ganz anderes machen!

-Wahrscheinlich weil ich schon zu verbissen vorm Computer hockte… Nein, nein, so schlimm steht es nun auch wieder nicht um mich 😉 Ich stehe sogar ziemlich oft auf und laufe durch die Wohnung, räume auf und mache die Wäsche (siehe oben, hihi) oder bereite mir einfach einen frischen Kaffee zu. Selbst diese Kleinigkeiten helfen schon, mich abzulenken und auf neue Gedanken zu kommen.

Wenn man gänzlich frustriert ist von der Arbeit, sollte man das Notebook jedoch ausschalten und einen längeren Spaziergang machen. Oder eben das, was die eigene Stimmung wieder hebt. Ihr kennt euch selbst am besten: Hilft euch eine Runde Joggen im Park vielleicht besser? Oder trefft ihr euch lieber mit einer guten Freundin, um die aktuellsten Ereignisse zu besprechen?

So sammelt ihr nicht nur neuen Input, sondern auch Kraft, um neu durchzustarten, und zwar sehr viel motivierter als zuvor!

4. Schreiben ist nur ein Teil des Bloggens

„Wer schreibt, der bleibt.“ Klar, aber zum Texten braucht man Ideen, muss kreativ sein.
Wenn dazu mal die Motivation fehlt, raffe ich mich wenigstens zu „administrativen Tätigkeiten“ auf. Davon gibt’s beim Bloggen genug:

  • eMails, die schon seit Tagen/Wochen darauf warten, beantwortet zu werden
  • ein Plugin, das nicht mehr funktioniert, durch ein neues ersetzen
  • das Menü erweitern – oder gleich die ganze Menüstruktur verändern
  • Widgets in die Sidebar integrieren
  • Rechnungen schreiben, die Buchhaltung machen…
  • und und und

Zugegeben, es sind nicht die spaßigsten Arbeiten, aber sie verlangen eine andere Art der Denkarbeit, die – meiner Ansicht nach – einfacher abgerufen werden kann.

5. Probier dich aus!

Dieser Tipp kommt von mir höchstpersönlich 🙂 Schließlich habe ich selbst Erfahrungen gesammelt und noch gestern im Motivationstief gesteckt.

Aber warum eigentlich? -Mir geistern zur Zeit einfach zu viele Blog-fremde Themen durch den Kopf. Die erweisen sich als ganz schön hartnäckig und überlagen gewissermaßen meine Gedanken und Ideen, die ich auf topElternblogs einbringen möchte.

Das kennt ihr mit Sicherheit auch: Privat habt ihr viel um die Ohren. Da fällt’s schwer, sich auf die Arbeit zu konzentrieren.

Die Gedanken zu sortieren, ist ein guter Anfang. Und wenn mich ein bestimmtes Thema privat gerade sehr in Anspruch nimmt, könnte ich es ja auch mal niederschreiben. Vielleicht springt sogar ein Beitrag für mein Blog dabei heraus. Der passt dann zwar vom Thema her nicht, aber möglicherweise findet er ja doch Anklang bei einigen LeserInnen.

Alle anderen bitte ich um Verständnis und verweise auf diesen Text: Mich hatte die Lustlosigkeit im Griff, die musste ich mal eben verarbeiten 🙂

LG Anne!!!

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