Neue Winterstiefel fürs Kind: Worauf sollte man achten?

„Bist du vielleicht groß geworden“, bekommen die Kleinen häufig von Tante oder Onkel zu hören, die sie länger nicht mehr gesehen haben. Als Eltern merkt man die Veränderung besonders stark, wenn die Winterstiefelchen, die man erst vor einigen Monaten gekauft hat, schon wieder zu eng geworden sind. Die Füße von Kleinkindern wachsen enorm schnell, da muss eben häufiger kontrolliert werden, ob der Schuh noch perfekt passt. Wie häufig, erfährst du hier – und erhältst viele andere nützliche Tipps zum Thema „Kinderschuhe kaufen“.

Kinderfüße ausmessen – je häufiger, desto besser!?

Kaum haben sie laufen gelernt, schon tollen sie mit Freunden im Schnee herum und bauen einen Schneemann – wie schnell die Kleinen doch wachsen! Speziell für den Schuhkauf bedeutet das: Der perfekte Winterstiefel sollte nicht nur von innen kuschelig, wetterfest und im besten Fall abwaschbar sein, sondern vor allem auch perfekt sitzen – nicht zuletzt, um Fußfehlstellungen zu vermeiden.

Und die richtige Größe kann sich bekanntlich bei Kindern schnell ändern. Daher sollte man bei ihnen, wenn sie zwischen einem und drei Jahren alt sind, ungefähr alle acht Wochen – noch besser: alle sechs Wochen – die Füße nachmessen. Liegt das Alter der Kleinen zwischen drei und sechs Jahren, muss dann nur noch jedes halbe Jahr nachgeprüft werden, wie sehr die Füße zwischenzeitlich gewachsen sind.

Wie du Kinderfüße richtig ausmisst, verrät dir der große Kinderschuhe-Guide von Zalando.de. Hier erfährst du unter anderem, wie Kinderschuhe und Stolpern zusammenhängen, und kannst dich in Sachen Winterstiefel reichlich inspirieren lassen.

Aber ist Ausmessen wirklich nötig, fragst du dich vielleicht. Schließlich gab es da doch früher auch noch die altbewährte Methode, bei der man den großen Zeh abtastet und sogleich merkt, wenn der Schuh im wahrsten Sinne des Wortes drückt.

Bei Erwachsenen mag der gute alte Tast-Trick ja recht gut funktionieren; die Kleinen jedoch ziehen beim Abtasten ihre Zehen häufig reflexartig ein wenig zurück. Und das kann das Ergebnis am Ende stark verfälschen. Dieser Trick hilft außerdem auch nicht so richtig dabei, die richtige Größe für den neuen Winterstiefel zu ermitteln. Übrigens: Da auch die Füße der Kleinen im Laufe des Tages leicht anschwellen können, sollte man das Ausmessen immer erst am Nachmittag oder Abend vornehmen.

Auf, auf, zum Kinderschuhkauf!

In Fachgeschäften können sowohl die Länge als auch Breite der Füße mit einem WMS-Fußmessgerät sehr genau bestimmt werden – und nicht nur das. Mit einem speziellen WMS-Innenlängengerät lässt sich zudem die Innenlänge der Kinderschuhe ermitteln – auf dem Schuhkarton ausgewiesene Angaben können bekanntlich von den tatsächlichen Maßen abweichen – und anschließend mit der Fußlänge abgleichen. Damit die kleinen Füße genug Freiraum zum weiteren Wachsen haben, sollte man im Zehenbereich immer einen Puffer von knapp 1 bis 1,5 Zentimetern mit einkalkulieren.


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Und nicht vergessen: Die Lieblings-Kuschelsocken, die man im Winter trägt, sind meist etwas dicker und sollten deshalb auch unbedingt zur Anprobe getragen werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, dass die Neuanschaffung wirklich optimal passt, sollten die Füße nach längerem Tragen auf Rötungen oder Druckstellen hin kontrolliert werden. Soweit nichts Auffälliges festzustellen ist, dürfen die Kleinen wieder ausgelassen herumtollen und den Schnee unter ihren neuen Winterstiefeln genüsslich knirschen lassen.

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