Warum der Pinterest-Erfolg auf sich warten lässt

Seit zwei Jahren nutze ich Pinterest – erfolglos.

erfolgreich pinnen, pinterest-tauglich

 

Privat stöbere ich gerne auf der Bilder-Plattform, doch beruflich will der Funke einfach nicht überspringen. Mehr als zwei, drei Nutzer täglich greifen nicht auf topElternblogs zu. Zu wenig, finde ich. Schließlich investiere ich ziemlich viel Zeit in das Erstellen Pinterest-tauglicher Grafiken.

Mein Ziel: Pinterest soll mir langfristig eine konstante Anzahl neuer LeserInnen für topElternblogs bescheren

Nicht nur 2 oder 3, sondern mindestens 10 täglich. Das ist doch nicht zu viel verlangt, oder?

Es ist also an der Zeit, mein Pinterest-Marketing-Verhalten zu ändern. Orientiert habe ich mich am Beitrag einer US-amerikanischen Bloggerin: 9 steps to Pinterest domination betitelt sie ihr fulminantes Ergebnis von über einer Million Seitenzugriffen monatlich in – aufgepasst!: – nur 8 Wochen.

Was ich beim Lesen ihres Posts erfahre, beruhigt mich ein wenig: Sie hatte zuvor schon mehrere 1000 Seitenzugriffen über Pinterest, startete also nicht bei Null.

Erfolg durch Penetranz

Wie sie das angestellt hat? -Nun ja, ich will jetzt nicht ihren gesamten Blog-Post zitieren… Grob zusammengefasst lässt sich aber sagen, dass sie einfach viel gepinnt hat. Sehr viel. Extrem viel:

75 Pins täglich

Nicht irgendwelche Pins, sondern die eigenen natürlich.

Derselben Meinung sind auch andere Pinterrest-Profis. Einige pinnen sogar mindestens 100 Bilder am Tag!

An diesem Punkt wusste ich, dass ich es nicht auf 1 Mio. Besucher monatlich allein durch Pinterest schaffen würde 😉 Wieder und wieder meine eigenen Pins zu repinnen, ist für mich einfach nur bis zu einem bestimmten Grad möglich. Sagen wir:

10 Pins täglich. Und selbst das nur mit Überwindung.

Da ich nicht über den Tag verteilt, ständig pinnen will, nutze ich ich dafür Buffer und Tailwind. Beide Scheduling-Tools sind (bezogen auf Pinterest) nur in Probeversionen kostenlos verfügbar. Für den Zeitraum meines Experiments genügen sie jedoch. (Wer Tools kennt, die kostenlos bleiben, bitte als Kommentar nennen!)

Let’s get it on

Okay, schnell mal meine Ziele heruntergebrochen. Ich will:

  • mehr Traffic durch Pinterest, denn: Geld verdiene ich durch meine AdSense-Anzeigen
  • deshalb verspreche ich mir mehr Anzeigen-Klicks durch neue Nutzer und folglich höhere Einnahmen für topElternblogs

Aus Einnahmen-Sicht sind meine Artikel, die sich mit dem Hausbau befassen, am lukrativsten, also pinne ich vorwiegend die folgenden Bilder:

pinterest-experiment

Die wichtigste Maßnahme für den Pinterest-Erfolg: Viel PINNEN

Am 1. Tag meines Experiments bin ich noch hoch motiviert: Ich plane tatsächlich 10 Pins – allerdings verteilt auf die folgenden 10 Tage… Auch am zweiten Tag plane ich bestimmt noch 5, verteilt auf die folgenden 5 Tage. Die ganze Woche über pinne ich so viel wie nie zuvor in meinem Leben. Ich mache fast nichts Anderes mehr.

Pinnen kostet Zeit
pinterest description

Pinterest Description: Titel u.a. Meta-Daten zieht sich Pinterest selbst von deinem Blog. Trotzdem kannst du einen zusätzlichen Text einfügen.

So wie alle Social-Media-Marketing-Maßnahmen. Ich wollte schließlich nie dieselbe Description verwenden. Stattdessen dachte ich mir für jeden Pin eine neue aus. Auch wenn die kaum länger sein muss als ein Tweet, geht dabei viel Zeit drauf.

Aber gut, ich wollte dieses Pinterest-Experiment ja unbedingt durchziehen, um auf meine 10 täglichen LeserInnen zu kommen… Wenigstens bis Ende November.

Weitere Maßnahmen, die ich in Angriff nehme:

  • Überarbeitung meines Profils: neue Beschreibung, außerdem räume ich meine Pinnwände auf, lösche Einiges und erstelle Neues, gebe meinen Pinnwänden SEO-relevante Titel
pinterest-profil

Mein überarbeitetes Pinterest-Profil: Neuerdings kannst du auch ein „Schaufenster“ einfügen. Darauf habe ich (noch) verzichtet…

  • Einrichten eines Unternehmenskontos: kostet nix, bietet dir aber ein Analyse-Tool, das dir „privat“ leider nicht zur Verfügung steht. Außerdem kannst du jetzt „Rich Pins“ nutzen…
  • neue Grafiken für alte Artikel, die ich für vielversprechend halte
  • verstärkt an Group Boards teilnehmen: Elternblogs
  • sebst ein Group Board ins Leben rufen: meines nennt sich „Wohncontainer“ & meine Einladung zur Teilnahme wurde bislang nur von Gadetina bestätigt…
Weitere Maßnahmen, die du umsetzen kannst:
  • Pinnwände einheitlich gestalten (einheitliches Cover)
  • Pins mit Wiedererkennungswert (immer wieder gleiches Layout & gleiche Größe verwenden)
  • Bildgröße an Pinterest anpassen: Pins sollten länger als breit sein (optimale Bildgröße auf Pintrest: Breite maximal 564 px, Höhe ist variabel)

Auf die letztgenannten Maßnahmen habe ich verzichtet, weil ich festgestellt habe, dass meine erfolgreichsten Pins tatsächlich breiter als lang sind…(wirklich!) und über keinerlei Wiedererkennungswert verfügen. Nicht einmal Text.

Trotzdem schreibe ich seit einiger Zeit immer brav „topElternblogs“ in meine Grafiken. Für den Fall der Fälle 😉

Ein Marketing-Erfolg sieht anders aus: Das Ergebnis meines Pinterest-Experiments

Nach zwei Wochen intensiver Beschäftigung mit Pinterest, möchte ich jetzt endlich Resultate sehen. Haben meine zeitintensiven Maßnahmen zum Erfolg geführt?

Tatsächlich!: Meine Nutzerzahlen haben sich verdoppelt: Von 4 auf 8 täglich. Wow, der Wahnsinn!

pinterest-uebersichtAlso, ich muss schon sagen, das mickrige Ergebnis rechtfertigt die Mühen nicht.

Ein Vergleich der erfolgreichsten Pins ist wenig überraschend:

pinterest-zu-beginnVorher: Ich habe nur dann gepinnt, wenn ein neuer Artikel fertig war. Einen Re-Pin hat dieser nie durch mich erfahren.

Hamburg mit Kindern“ zeigt ein Foto von Hamburg. Kein weiterer Text, keine optimale Bildgröße. Dennoch mein beliebtester Pin.

pinterest-seitenaufrufeNachher: Der Hamburg-Pin ist immer noch in den Top 10, wurde allerdings überholt von den Pins die ich nun fortwährend gepinnt habe. Die erfolgreichsten darunter waren „Hausfinanzierung ohne Bank“ und „Wohncontainer„.

Zugegeben, mehr als eine Handvoll Pins habe ich pro Tag doch nicht gepinnt. Man stelle sich die Verlaufskurve vor, wenn ich tatsächlich – wie oben erwähnt – 75 Pins täglich vom Stapel gelassen hätte!

Die Masse macht’s auf Pinterest. Von wegen Algorithmus…

Pinterest ist kein Selbstläufer

Meine Hoffnung war, dass ich durch mein vermehrtes Pinnen lediglich einen Anstoß gebe, damit Pinterest zum Selbstläufer wird: Meine Pins in den Suchergebnissen anzeigt, so dass von allein täglich neue Nutzer kommen.

Das war ein Irrglaube. Pinterest verlangt Kontinuität. Pins, Pins, Pins – ob alte oder neue, spielt keine Rolle. Hauptsache, es wird gepinnt.

Ohne die o.g. Scheduler läuft bei der Pinterest-Planung jedoch gar nichts. Mein Buffer-Probekontingent hat sich bereits nach einer Woche erschöpft. Auch Tailwind neigt sich langsam dem Ende entgegen. Ich müsste jetzt ein monatliches Abo abschließen. Doch Geld bezahlen für 10 Nutzer täglich, die nicht mal auf meine Anzeigen klicken?

Mein Ziel habe ich nicht erreicht.

Meine Einnahmen sind nicht gestiegen.

Positiv ist immerhin, dass ich durch die Beschäftigung mit Pinterest gezwungen war, mir meine älteren Beiträge noch einmal genau durchzulesen und zu überarbeiten. So bleiben die Inhalte aktuell, was auch bei Suchmaschinen wie Google gut ankommt!

Was nicht bzw. nur eingeschränkt in meinem Einflussbereich liegt, ist: Wie gut ein Thema überhaupt ankommt. Klar, wenn die meisten nur deshalb auf Pinterest surfen, um sich Bilder tropischer Reiseziele anzuschauen, habe ich nichts zu bieten. Der Hausbau ist kein Thema für Pinterest.

Ist Pinterest überhaupt die Plattform, auf der ich meine Zielgruppe erreiche?

Thematisch ist Pinterest leider nur eingeschränkt empfehlenswert. Für die einen gestaltet sich die Bilderplattform als Selbstläufer. Andere beißen sich die Zähne daran aus.

Auf der Webseite Hootsuite (übrigens auch ein Scheduler) findest du zwei Grafiken, auf denen die Themen aufgelistet werden, die wahrhaft Pinterest-tauglich sind: Rezepte & Design.

Je mehr sich die Nutzung von Pinterest in der breiten Bevölkerung etabliert, desto vielfältiger dürften allerdings auch die Themen werden. Da bin ich optimistisch!

Im Grunde stimmt es ja wirklich: Viel Pinnen hilft.

LG Anne!!!


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