Geldsegen von den Großeltern

Wer gerade Oma oder Opa geworden ist, möchte dem neuen Erdenbürger fast immer etwas Gutes tun. Neben Geschenken zur Geburt gerät dabei oft auch die fernere Zukunft des Enkelkindes in den Blick. Viele Großeltern befassen sich deshalb mit der Frage, wie sie für ihre Enkel finanziell vorsorgen und ihnen den Start in die spätere Eigenständigkeit erleichtern können. Mit klug gewählten Spar- und Anlageprodukten ist dies nicht allzu schwer.

sparen für die enkel: immer mehr großeltern unterstützen finanziell

Mehr als die Hälfte der Erwachsenen erhält Geldgeschenke von den (Groß-)Eltern

Zum ersten Mal seit vielen Generationen verfügen Großeltern über mehr Geld als ihre Kinder. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass eine „Abwärtsunterstützung“ weit verbreitet ist. So schreibt die Welt: „Vor allem die über 70-Jährigen zeigen sich spendabel. 28,4 Prozent unterstützen ihre Enkel finanziell, im Jahr 1996 waren es erst 14,8 Prozent. Bei den jüngeren Großeltern verdoppelte sich die Häufigkeit von Geldgeschenken von 8,1 auf 15,8 Prozent.“

Oma und Opa greifen ihren Kindern und Enkeln unter die Arme, finanzieren einen Urlaub, unterstützen beim Hauskauf oder helfen bei dringend benötigten Mitteln für die Wohnungssanierung. Auch wenn die Eltern bereits selbst für ihre Kinder Geld zurücklegen, hält das die Großeltern oft nicht davon ab, es ebenfalls zu tun.

Wenn Oma und Opa schon an später denken: Sparen für die Enkel

Neben diesen unmittelbaren Maßnahmen werden oft auch langfristig Gelder für die Enkel angespart. Leider lässt sich die richtige Anlageform angesichts der aktuellen Niedrigzinsphase nicht mehr ganz so einfach finden wie früher. Das ehemals klassische Sparbuch bietet heute nur noch sehr bescheidene Erträge. Diese liegen zudem weit unter der aktuellen Inflationsrate.

Besser ist daher die Eröffnung eines Tagesgeldkontos. Allerdings muss auch dieses sehr genau gewählt werden. Nicht alle Anbieter stellen ihren Kunden einigermaßen erträgliche Zinsen in Aussicht. Im Inlandsbereich lässt sich vor allem die ING DiBa nennen, deren Angebote im Marktvergleich weiterhin an vorderster Stelle liegen. Denkbar ist auch die Eröffnung eines ausländischen Festgeld- oder Tagesgeldkontos über Weltsparen.de. Hier sind oft gute Zinssätze zu haben. Allerdings sollte immer ein Blick auf die jeweilige Einlagensicherung geworfen werden.

Weitere Anlagemöglichkeiten wären:

  • der Erwerb von Aktien oder Fondsanteilen
  • der Abschluss einer Ausbildungsversicherung
  • die Anschaffung von Edelmetallen wie Gold und Silber

Enkel zum 18. Geburtstag überraschen

Wenn Großeltern für ihre Enkelkinder Geld anlegen, möchten sie den Nachwuchs in aller Regel später damit überraschen. Dies ist aber nur dann wirklich möglich, wenn das Konto nicht auf den Namen des Enkels läuft, sondern direkt von Oma oder Opa geführt wird. Der Hintergrund dieser Tatsache ist die Bürokratie der Banken und Sparkassen. So ist bei der Eröffnung eines Kontos für Minderjährige, auch Kinderkonto genannt, immer die Zustimmung der Erziehungsberechtigten nötig.

Zudem wird der junge Kontoinhaber spätestens einige Monate vor dem Erreichen der Volljährigkeit vom Kreditinstitut angeschrieben und um Mitwirkung bei der Übertragung der vollen Verfügungsberechtigung auf seine Person gebeten. Insofern ist eine richtige Überraschung zum 18. Geburtstag nur dann realisierbar, wenn die Großeltern das Enkel-Konto auf ihren eigenen Namen eröffnen.

Sinnvoll kann es dabei aber sein, in einem besonderen Schriftstück festzulegen, dass die auf diesem Konto befindlichen Gelder ausschließlich für den Enkel vorgesehen sind. Wer ein Testament verfasst, sollte dies auch darin anführen.

Wie bei allen Finanzprodukten gibt es auch bei Kinderkonten eine Vielzahl an Optionen, Unterschieden und Gemeinsamkeiten. Der Kinderkonto-Vergleich von Blog.de bietet zum Beispiel eine Übersicht, welche dieser Konten die günstigsten Konditionen haben.

Finanzielle Zuwendungen von den Großeltern stellen für Kinder und Enkel eine wichtige Hilfe dar, vor allem bei Anschaffungen, die für die Familie ohne genügend Eigenkapital nicht zu stemmen wären.

Früher oder später benötigt der Nachwuchs Geld, sei es für die Ausbildung, das Studium, Auslandsaufenthalte oder den Führerschein. Wenn Eltern oder Großeltern dann auf Erspartes zurückgreifen können, erleichtern sie der ganzen Familie das Leben.

LG Anne!!!


Wie viel Geld Eltern monatlich für ihren Nachwuchs zurücklegen, erfährst du in den Ergebnissen dieser topElternblogs-Umfrage>>

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