Getrübter Ferienspaß



Sommerzeit ist Ferienzeit. Für viele ist der Urlaub allerdings schon wieder passé. Zeit für ein Resumée, wie ich finde. -Und ein paar Anregungen, wie man als Familie im Urlaub Geld und Nerven sparen kann.

Kennt ihr sie auch, die Szene aus den „Simpson’s“, als Marge und Homer die Sektkorken knallen lassen und danach ausgelassen tanzen, weil ihre Kinder ins Ferienlager fahren?

So weit sind meine beiden Kleinen noch nicht. Sie verreisen gemeinsam mit uns und als Familie erkunden wir jeden Sommer ein anderes europäisches Land. Zunächst freuen wir uns alle auf den bevorstehenden Urlaub. Haben wir ihn dann hinter uns, ist die Freude jedoch noch viel größer!

Im Urlaub erholen? -Nicht, wenn man mit Kindern verreist.

Ich möchte mich ungern als Miesepeter outen, aber ich gehöre zu den Leuten, die bei Urlaub mit Kindern nicht gerade an erholsame Tage denken. Vielmehr durchforste ich mein Hirn panisch nach Ideen, wie die Kleinen am besten bei Laune gehalten werden könnten.

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Glücklich & zufrieden am Strand: auch solche Momente gibt’s!

Umso bemitleidenswerter empfinde ich jene, die tatsächlich Geld zusammensparen, um sich und ihren Lieben eine mehrmonatige Weltreise zu ermöglichen. In ihren Blogeinträgen schildern sie begeistert ihre Erlebnisse mit dem Nachwuchs in Timbuktu und weiß der Teufel wo. Aber mal ehrlich, die verschweigen uns doch was!

Vom letzten Urlaub klingt mir das Heulen Sohnemanns noch immer in den Ohren: Es ist so heiß. Ich kann nicht mehr laufen. Warum fahren wir nicht mit dem Auto? Ich will ein Eis. Können wir jetzt endlich zurück? Mir ist laaangweilig. Ich habe Durst. Nee, das Wasser schmeckt nicht. Habt ihr nicht was Anderes?

Kulturelle Highlight sind selbstverständlich nur gegen Erpressung zu genießen (danach muss es sofort ins Spaßbad auf die Riesenrutsche – natürlich müssen wir Eltern da mitrauf, denn alleine rutschen, macht ja keinen Spaß).

Durch die Gemäldegalerie sprintet man bestenfalls, schließlich sterben die Kinder sonst vor Langeweile. An jeder Imbissbude müssen Pommes oder wahlweise Eis gekauft werden. Im Restaurant wird erstmal viel bestellt und dann nichts angerührt. Und trotz eigenem Zimmer in der Ferienwohnung schläft es sich im elterlichen Bett doch sehr viel angenehmer.

Gekrönt wird die Misere noch von Urlaubern, die sich von „Kinderlärm“ belästigt fühlen und einem das nicht nur mit bösen Blicken spüren lassen. Auf die Frage nach ihrem Urlaub antwortete eine Bekannte doch tatsächlich, es wäre schöner gewesen, wenn im Hotel nicht so viele Familien mit kleinen Kindern gewesen wären. Seufz.

Wie kann man im Familienurlaub Geld sparen?

Kein Wunder, dass ich dem Geld, das wir in so einen Urlaub investieren, oftmals hinterhertrauere. Vorbei sind die Zeiten, als wir wenigstens noch in der Nebensaison Urlaub machen und somit viel Geld sparen konnten. Dank der Bindung an die Schulferien kommt es für uns jetzt bei Hotel- und Ferienhausbuchungen richtig dicke. Darüber hinaus soll es in vielen Ländern auch eine gemischte Preisstruktur für Einheimische und Touristen geben. Letztere zahlen natürlich mehr… Spätestens wenn man bei der Rückgabe des Mietwagens irgendwelche kostspieligen Pseudomängel untegejubelt bekommt, fühlt man sich dann richtig abgezockt.


Deshalb bin ich dankbar für all jene, die mir ihre Tipps verraten, wie man im Urlaub sparen kann. Der Wimdu-Blog zum Beispiel hält 5 Spartipps für Flugreisen bereit. Hier wird nicht nur geschildert, wie man die günstigsten Flugpreise erfährt, sondern auch, auf welche Weise man Google-Maps-Karten offline nutzen kann. Praktisch!

Schließlich soll das Urlaubsbudget nicht schon für die An- und Abreise draufgehen. Eine schöne Übernachtung wünscht man sich ja auch. Über Wimdu habe ich übrigens schon die eine oder andere nette Ferienwohnung gebucht. Auf der Online-Plattform stellen Privatpersonen ihre Wohnungen oder Ferienhäuser für Reisende zur Verfügung. Diese sind nicht nur günstiger als Hotels, sondern bieten auch eine persönliche Atmosphäre. Im letzten Kroatienurlaub hat uns der Besitzer eigenen Honig geschenkt und uns Ausflugstipps gegeben.


Das entschädigt natürlich für Einiges. -Auch dafür, dass man sich als Mutter wie so oft zurücknehmen muss, damit wenigstens die Kleinen im Urlaub ihren Spaß haben. Über Langeweile kann ich jedenfalls nicht klagen. Und das ist gut so.

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4 Antworten

  1. Sabrina sagt:

    Bei deinem Artikel musste ich jetzt doch ganz ordentlich schmunzeln. Ich habe selber 2 Kids und kann gut verstehen von was du da schreibst. Klar können sie im Urlaub auch richtig niedlich sein aber sie können auch ganz schön anstrengend sein.

    • Anne sagt:

      Jaaa, Urlaub ist Stress, aber ich will nicht alles schwarzmalen: Wenn ich mir meine Urlaubsbilder so anschaue, muss ich zugeben, dass vor allem die schönen Erinnerungen haften bleiben – und davon gibt’s natürlich auch gaaanz viele. ;)))

  2. Andrea sagt:

    Oioioi, das klingt ja anstrengend! Ich bewege mich gedanklich lieber in meiner rosaroten Welt: dass unser (noch nicht mal krabbelnder) Junior begeistert Impressionisten auswendig lernen wird, sich bei Tisch zu benehmen wissen wird und wir die allertollsten Reisen unternehmen. Und sonst geht’s halt doch ins Ferienlager. 😉

    • Anne sagt:

      Ich habe mir gerade das Gegenteil vorgestellt: Urlaub ohne Kinder. Länger als drei Tage würde ich das auch nicht aushalten. Wahrscheinlich würde ich freiwillig wieder anfangen zu arbeiten…

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