Wo wir wohnen wollen

wohnen in der stadt

Stadt oder Land: Wo wollen wir wohnen?

Teil 1: Ein eigenes Haus? –Kommt nicht für alle in Frage!

Frische Luft, ein bunter Garten, in welchem die Kinder nach Herzenslust herumtoben können, nicht zuletzt ein eigenes großes Haus: All das sind Gründe, die ganz wesentlich für den Wechsel von der Stadt aufs Land sprechen.

Doch seien wir ehrlich, in erster Linie ziehen wir deshalb raus, weil wir uns die Wohnung in der Stadt dank jährlich steigender Mieten nicht mehr leisten können. Im Gegenzug erleichtert der niedrige Zinssatz den Immobilienkauf, macht ihn bisweilen sogar günstiger als eine adäquate Mietwohnung in der Metropole.

Doch nicht für jeden kommt der Umzug aus der Stadt ins Ländliche infrage. Nicht nur am Geld scheitert der „Traum vom Haus“. Ob man den nämlich überhaupt träumt, ist auch eine Frage der Einstellung und persönlicher Prioritäten.

Link-Tipp: Interessierst du dich dennoch für den Hausbau oder -kauf? -Einen detaillierten Bericht darüber liest du auf betterfamily.

Weshalb in der Stadt bleiben? –Die Gründe:

  • Arbeit, Bildungsangebote, Kultur und Freizeit – und das zumeist verbunden mit einer passablen Infrastruktur: Viele können und wollen nicht darauf verzichten. Im Vergleich dazu sieht es in Dörfern eher mau aus. Ein Leben auf dem Land geht in der Regel mit weiten Fahrtwegen einher, wenn man auf ebendiese Angebote immer noch zurückgreifen will. Zusätzlich muss ein Zweitwagen her, denn mindestens ein Familienmitglied pendelt zur Arbeit und blockiert den ganzen Tag ein Auto. Nicht zu vergessen die Kinder und deren Freizeitaktivitäten, die oft außerhalb des Dorfes zu erreichen sind.
  • Soziales Umfeld: Gerade wenn man schon eine Weile in der Stadt lebt, hat man dort bereits teils enge Kontakte geknüpft und Freundschaften geschlossen. Die müssen durch einen Umzug aufs Land natürlich nicht gleich wegbrechen, doch sie werden strapaziert. Oft erweist sich das Sprichwort „Aus den Augen, aus dem Sinn“ als wahrhafter als der eigene Vorsatz, in Kontakt zu bleiben. Die Angst, in der Provinz zu vereinsamen, treibt einige Städter um.
  • Denn im Dorf jemanden zu finden, mit dem man auf einer Wellenlänge liegt, kann dauern… (ich weiß, wovon ich spreche). Zudem ist die Bevölkerungsstruktur in ländlichen Regionen sehr homogen und neigt zur Konformität. Es gibt weiterhin eine Tendenz zur Überalterung, denn die jungen Menschen treibt’s wieder in die Städte, wo sich Universitäten und Jobs befinden.
  • Ob Einfamilien- oder Reihenhaus, einige Leute schließen diese Art des Wohnens schlicht für sich aus. Tatsächlich sind die klassischen Häuser aus energetischer Sicht alles andere als sinnvoll. Im Hinblick auf Ökologie und Nachhaltigkeit sind sie sogar schädlich.
  • Zu guter Letzt spielt auch das Geld eine Rolle. Zwar sind die Zinsen, wie eingangs erwähnt, auf ein Rekordniveau gesunken. Dafür steigen allerdings die Grundstücks- und Immobilienpreise. Im Zuge dieser Entwicklung ziehen die Banken vielerorts die Preisbremse und finanzieren weder Häuser noch Wohnungen, die über Wert verkauft werden. Im Klartext bedeutet das: Einen Kredit zu bekommen, ist schwieriger geworden. Entweder muss mehr Eigenkapital eingebracht werden oder der Kreditnehmer muss eine günstigere Immobilie finden. Weiterhin wenden die meisten Banken nun eine verschärfte Kreditwürdigkeitsprüfung an, wie die Zeitung die Welt berichtet.

Wenn auch das Mietverhältnis nicht zufriedenstellt

Glücklich können sich folglich all jene schätzen, die zufrieden zur Miete wohnen. Sie brauchen sich nicht den Kopf über den anhaltenden Trend zum Kauf einer Immobilie zu zerbrechen. So ein Hauskauf ist schließlich mit mehr als einem Bankgespräch verbunden, ein Hausbau gar zieht sich über Monate hin.

Klappt nicht alles wie geplant, liegen die Nerven schnell blank. Zusätzlich kämpfen die frischgebackenen Hauseigentümer oft mit finanziellen Engpässen.

Illusorisch ist aber auch der Standpunkt, dass jeder Mieter glücklich und zufrieden mit seiner Wohnung bzw. seinem Mietverhältnis ist. Auch hierfür sind die Gründe vielschichtig. Selten liegt es ausschließlich an der Höhe der Miete. Viel öfter steht der Wunsch nach einer größeren Wohnung im Raum, der in absehbarer Zeit nicht erfüllt werden kann.

Welche Wohnalternativen sich bieten, wenn du weder klassisch mieten möchtest noch ein Immobilienkauf in Frage kommt, das stelle ich dir im morgigen zweiten Teil meiner Serie vor>>.

LG Anne!!!

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Über Weiterempfehlungen freue ich mich!

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