Wohntraum – Träume können sich ändern

Ein Gastbeitrag

Mit der Frage „Wie will ich wohnen?“ beschäftige ich mich immer wieder auf topElternblogs und bin in meinen bisherigen Artikeln – obwohl ich selbst in Berlin zur Miete wohne – vor allem auf den Hausbau eingegangen. Da kommt mir Bloggerin Sarah von Zwergenzimmerchen.de gerade recht, denn in ihrem Gastbeitrag für topElternblogs schreibt sie, wie sie zusammen mit ihrem Mann schließlich den Entschluss fasste, wirklich ein Haus zu bauen*.


Nachdem ich die Anne von topElternblogs über ihren Wohntraum ausgefragt habe, möchte sie nun auch gerne etwas über meinen Wohntraum wissen. Aber was genau möchte ich eigentlich? In den letzten Jahren haben sich meine Wünsche deutlich verändert, aber fangen wir mal ganz vorne an.

zwergenzimmerchenIch bin in einem Mehrgenerationenhaus aufgewachsen. Unten wohnten meine Großeltern und oben meine Eltern und ich. Es war einfach wunderbar für mich als ich klein war. Deshalb stand für mich immer fest, dass ich irgendwann bei meinen Eltern einziehen werde, wenn meine Großeltern nicht mehr leben.

In den letzten Jahren haben sich unsere Wünsche aber etwas geändert, bzw. unsere Familienplanung macht das Ganze nun unmöglich. Außerdem und zum Glück leben meine Großeltern noch und deshalb haben wir uns entschlossen, nach Eigentum Ausschau zu halten. Die Wohnung bei meinen Großeltern wäre mittlerweile zu klein für uns mit 2 Kindern.

Immobilienscout und die hiesige Tageszeitung waren eine ganze Zeit lang unser bester Freund.

Dann wurde irgendwann direkt neben meinen Eltern eine Wohnung frei und wir entschieden uns doch erst mal weiter zur Miete wohnen zu bleiben. Es war einfach perfekt: genug Zimmer, genug Platz, tolle Nachbarn und ein wunderschöner Garten. Dann kam das 2. Kind und wir machten uns wieder Gedanken über unsere Wohnzukunft. Das eine Kinderzimmer ist nämlich sehr klein und mehr als die Baby- und Kleinkindzeit ist dort einfach nicht möglich.

Vor einem Jahr ging der Gedankenkreisel um das Thema „Wohnen“ also wieder los. Wir schauten uns Häuser an und fragten sogar unsere Vermieterin, ob sie uns das Haus verkaufen würde. Sie wollte zuerst nicht und so machten wir uns Gedanken darüber, selber ein Haus zu bauen, denn das aktuelle Immobilienangebot passte einfach nicht zu uns.

Eins war klar: wir werden bauen lassen! Das ist schon Stress genug und wir wollen damit nicht unsere Familie auf das Spiel setzen. Nachdem wir Kataloge gewälzt hatten, haben wir uns dann für den Bau von einem Fertighaus mit Holzständerbauweise entschieden. Wir haben den Grundriss nach unseren Wünschen ändern lassen und werden in den nächsten Monaten unser Traumprojekt starten. Ein schlichtes Einfamilienhaus in dem Ort in dem wir jetzt wohnen. Ein Traum für mich! Wir mögen keine protzigen Häuser und deshalb ist es genau richtig für uns!

Das Grundstück haben wir in der Zeitung entdeckt und von einer Privatperson gekauft. Es war wirklich ein Glücksgriff für uns. Aber Glück muss man ja schließlich auch mal haben 🙂

Zu einem Hausbau gehört natürlich auch sehr viel Geld und deshalb war es gerade für mich als Bankkauffrau eine lange Überlegung. Schließlich kann dabei auch viel schief gehen, wenn man so einen hohen Kredit aufnehmen muss. Würde es nur meinen Mann und mich geben und hätten wir keine Kinder, dann wären meine Gedanken zum Thema Kredit sicherlich nicht so schwarz ausgefallen. Aber wenn doch einmal irgendetwas schief geht müssen wir auch an unsere Kinder denken. Da mein Mann und ich aber (eigentlich) einen festen Job haben und wir auch sonst nicht in Saus und Braus leben, habe ich meine Ängste überwunden und mich dafür entschieden.

Für uns steht fest: wir können auf großes Luxus verzichten. Unser Luxus wird unser Haus sein, da braucht man dann nicht mehr so viele Dinge nebenher. Wir möchten das Geld an keinen Vermieter mehr überweisen sondern in unser eigenes Heim stecken. Selber Entscheidungen treffen über unser Haus ist uns wichtig, denn sonst muss man erst immer Absprachen mit dem Vermieter halten und das ist gerade derzeit in unserem Fall einfach nur eine Katastrophe!

Wir machen unseren Wohntraum wahr und hoffen, dass alles so funktioniert wie wir möchten. Natürlich wird das ein oder andere Problem auftreten, aber wir freuen uns auf eine Zukunft im Eigenheim. Dort wo wir selber entscheiden können und nicht auf Vermieter hören müssen.


sarahÜber die Autorin

Sarah bloggt seit Ende 2014 auf zwergenzimmerchen.de. Sie ist 2fach Mama (Sohn 2011/ Tochter 2014) und bloggt über ihr Leben als Mutter und Frau und schreibt über alles, was das Leben so für sie bereithält. Zusammen mit ihrem Mann und den Kindern wohnt sie in Minden und steckt gerade voll im Projekt „Hausbau“.

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