Einsparungen durch Gastarifwechsel

Von Klimagas über Ökogas hin zu Biogas

Selbst wer mit seinem aktuellen Gastarif zufrieden ist, für den kann ein Blick zur Konkurrenz lohnen. Gelockt wird mit Bonuszahlungen und dauerhaften günstigen Einsteigertarifen. Außerdem haben Kunden die Möglichkeit, die CO2-Ausstöße zu reduzieren.

Gas ist nicht immer Gas

gastarifwechsel

Nicht nur geheizt wird mit Gas, auch gekocht.

Es gibt kein „normales“ Gas. Jedes Gas wird aus anderen Ressourcen gewonnen. Was der Bürger im allgemeingültigen Sinn als „herkömmliches“ Gas versteht, entstammt aus fossilen Brennstoffen. Besonders Kohle ist ein wertvoller, aber zugleich umweltbelastender Brennstoff, mit dem zahlreiche Haushalte in Deutschland geheizt werden.

Die Bundesregierung hat in der Zusammenarbeit mit den Gasanbietern Regeln aufgestellt, um mehr Biomasse als Rohstoff zu verwenden. Biomasse wird aus organischen Quellen gewonnen, dazu zählen sowohl Pflanzen zur Produktion von Energie als auch tierische Exkremente.

Gründe für einen Tarifwechsel

Ein Blick in die eigenen Gastarifunterlagen verschafft Klarheit darüber, woher das Gas gewonnen wird, mit dem die Wohnräume geheizt werden oder womit gekocht wird. Ein Gastarifwechsel ist zu jedem Zeitpunkt möglich und muss nicht immer am Jahresende durchgeführt werden. Der Zeitaufwand ist online gering. Wichtig ist, vorher einen genauen Gastarif Vergleich durchzuführen, um zu erfahren, wer als Gasanbieter in einer Region tatsächlich zur Verfügung steht.

Gasanbieter locken Neukunden mit einem Neukundenbonus, der meistens am Ende der Laufzeit verrechnet wird. Der Sofortbonus lässt sich hingegen mit der ersten Gasrechnung verrechnen. Das Modell lohnt nur für Gasabnehmer, die jeweils zum Anfang eines neuen Jahres einen neuen günstigeren Gastarif wählen möchten. Wer auf Bonuszahlungen verzichtet, sichert sich auf bequeme Weise einen günstigen dauerhaft bestehenden Gastarif.

Übrigens, gänzlich ohne Strom aus der Steckdose und Gas zum Heizen lässt es sich auch leben – autark nämlich: Wohncontainer und Modulhäuser bieten Wohnkomfort auf wenigen Quadratmetern, dafür ohne Betriebskosten! Hier findest du  einen Überblick über die in Deutschland operierenden Hersteller>>

Zur Orientierung dienen diese drei Gründe für einen Gastarifwechsel:
  • Neueinzug in Wohnräume
    Um nicht dauerhaft im teuren Grundtarif zu verweilen, können neue Mieter oder Eigentümer sich zum Anfang einen neuen Gastarif aussuchen und damit Kosten einsparen.
  • Veralteter Gastarif
    Vielen Menschen schauen nicht mehr regelmäßig nach neuen Gastarifen. Daher sollte  man immer prüfen, ob der Gastarif noch zeitgemäß ist.
  • Umweltfreundlicher Gastarif
    Für die Umwelt sind Biogastarife wichtig, da der CO2-Ausstoß gesenkt und fossile Brennstoffe verschont werden.
Die Gaspreiszusammensetzung lässt sich in drei wesentliche Merkmale einteilen:
  • Grundpreis inklusive aller anfallenden Steuern und Kosten für den Gasanbieter.
  • Kilowattpreis (Arbeitspreis) enthält unter anderem den Einkaufspreis vom Gas, Gassteuer, Netzbetrieb und Aufwandskosten für den Gasbetreiber.

Der Verbraucherpreis ist so gesehen der Aufschlag, mit dem der Gewinn eingestrichen werden soll. Und Kunden haben Einfluss auf diese Faktoren, denn wer als Gasanbieter Gas günstig einkauft, kann diesen auch günstiger an seine Kunden weiterleiten.

Qualitätsunterschiede von Klimagas, Ökogas und Biogas

Bei Klimagas und Ökogas wird in das Gasnetz häufig herkömmliches, also Erdgas, eingespeist. Wichtig bei solchen Tarifen ist die Reduzierung der CO2-Emission und nicht der Brennstoff. Bei einem Mix-Tarif wird ein kleiner bis mittlerer Teil an Biogas beigemischt. Dieser muss mindestens fünf Prozent betragen. Reine Biogastarife sind selten und wesentlich teurer als Mix-Tarife.

Gasanbieter sind dazu aufgefordert die Brennstoffe zu benennen und deren Anteile auszuweisen. Ebenso können Kunden sich direkt an die Anbieter wenden und eine Auskunft verlangen, woher der Brennstoff der Gaslieferung stammt.


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