Autark leben: Solarstrom für Garten

Solarenergie ist sauberer Strom, der nichts kostet

Ich weiß nun in etwa, wo mein Traumgrundstück liegen soll, und habe herausgefunden, dass die Grundstückspreise dort ziemlich hoch sind. Da ich das Grundstück jedoch erst einmal nur als Garten nutzen möchte – und das auch nur, wenn das Wetter schön ist -, kann ich mir die Erschließungskosten sparen. Diese sind nämlich nicht zu unterschätzen (hier der Kosten-Check>>)!

Auf Strom kann ich jedoch nicht verzichten. Selbst die Wasserpumpe im Garten wird mit Strom betrieben. Ein Rasenmäher muss auch hin und wieder zum Einsatz gebracht werden, die Komposttoilette benötigt neuerdings auch Strom und und und. All das kann doch auch mit Solarstrom betrieben werden. Doch wie richtet man den Solarstrom im Garten ein?


Solarstrom oder Solarwärme?

Nein, in Physik bin ich nie wirklich gut gewesen. Die erforderlichen Informationen zur Photovoltaik zu verstehen, war demzufolge kein Leichtes. Doch mir ist ein Licht aufgegangen 😉

Die Angebote sind vielseitig. Hier muss man wissen, was man braucht. Zum Beispiel gibt es nicht nur Solarstrom, sondern auch Solarwärme. Letztere benötigt man v.a. zum Heizen. Doch wo kein Haus steht, ist auch keine Heizung. Solarwärme fällt demnach für mich flach.

Wie wird Solarstrom gewonnen?

Der Fachausdruck für Solarstrom ist übrigens Photovoltaik. Die Photovoltaik bezeichnet die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom – mit Hilfe von Solarzellen. Strahlt die Sonne auf die Solarzellen, baut sich zwischen der Ober- und Unterseite eine Gleichspannung auf. Diese muss von einem Wechselrichter noch in Wechselstrom umgewandelt werden.

Für die paar elektrischen Geräte, die ich im Garten benötige, brauche ich natürlich keine riesige Solarstromanlage. Weil ich darüber hinaus nicht über einen regulären Stromanschluss verfüge, erübrigt sich auch das Einspeisen des nicht genutzten Solarstroms ins Netz. (So könnte man allerdings mit dem erzeugten Solarstrom noch Geld verdienen.)

Eine Inselanlage erzeugt Solarstrom für Garten

Für meine Zwecke ist eine Photovoltaik-Inselanlage genau das Richtige. Sie besteht aus einem oder mehreren Solarmodul(en), einer Solarbatterie, einem Solarladeregler und einem Wechselrichter. Alles zusammen ist ab ca. 300-400 Euro zu haben. Die Photovoltaik Kosten variieren allerdings strak je nach Größe und Anzahl der Module.

Um sich für die richtige Photovoltaik-Inselanlage zu entscheiden (und danach die Kosten zu kalkulieren), ist es daher notwendig, erst einmal den genauen Bedarf zu kennen.

Hier ein Berechnungsbeispiel, das ich auf Solarserver.de gefunden habe:

Ein nur im Sommer genutztes Ferienhaus in der Region Brandenburg soll durch eine PV-Anlage mit Strom versorgt werden. Als Verbraucher werden mehrere Energiespar- oder Niedervolt-Halogenlampen, ein TV-Gerät, eine Wasserpumpe und ein Kühlschrank identifiziert. Multipliziert mit der jeweiligen Betriebszeit ergibt sich ein Tagesbedarf von rund 680 Wattstunden (Wh). Dieser lässt sich mit einer PV-Anlage decken, die eine Spitzenleistung von etwa 0,25 Kilowatt (kWp) aufweist, und aus einem oder mehreren Modulen mit einer Gesamtleistung von 250 Watt besteht. Die erforderliche Akku-Kapazität liegt für ein 12-Volt-Netz bei 280 Amperestunden (Ah).

 

Eine solche Anlage übersteigt mit Sicherheit die genannten 300-400€, bietet jedoch ein grobe Orientierung.

Solarstrom kann nicht überall gewonnen werden

Hinzu kommen eventuell Bedenken, dass das Licht der Sonne nicht ausreicht, um eine ausreichende Stromzufuhr zu gewährleisten. Schließlich befindet sich Deutschland nicht gerade in Äquatornähe und die Sonne wird leider allzu oft von den Wolken verdeckt.

Tatsächlich ist das Wetter in Deutschland kaum ausschlaggebend, da auch der bewölkte Himmel immer noch hell genug ist. Außerdem nutzt ein Solarmodul auch nur sehr kurz andauernde Einstrahlungen und gibt sie unmittelbar an die Batterie weiter.

Bedeutsamer ist die sogenannte Verschattung der Solarmodule, d.h. wenn Bäume o.a. ihren Schatten auf die Module werfen. Hier soll es erhebliche Ertragseinbußen geben. Experten raten sogar gänzlich davon ab, Solarmodule zu nutzen, wenn die Fläche, auf der sie angebracht werden sollen, im Schatten liegt!


Ist Solarstrom doch nicht die richtige Wahl für mich?

Das gibt mir zu denken. Denn ich suche ja gerade nach Grundstücken, die schön grün sind, also auch gerne mit (großen) Bäumen bepflanzt sein können.

Der Solarstrom für Gärten ist demnach ein zweischneidiges Schwert. Mit Sicherheit ist die Photovoltaik eine feine Alternative zur Erschließung des Grundstücks mit Stromleitungen. Solarstrom ist günstig, umweltfreundlich und schnell installiert. Doch wo kaum die Sonne scheint, kann er eben auch nicht gewonnen werden.