Vorsicht: Fettnäpfchen!

Wie du Anfängerfehler auf Pinterest vermeidest

Pinterest: Anfängerfehler vermeiden

Wie ich Pinterest als Blogger nutzen kann, um meine eigenen Blog-Inhalte bekannter zu machen und mehr Leser zu gewinnen, wusste ich lange nicht. Ich habe lediglich ein Profil erstellt und angefangen zu pinnen. Dabei bin also erst einmal in jedes Fettnäpfchen getreten, das Pinterest für Grünschnäbel bereithält. 😉

Nun ja, und aus Fehlern lernt man bekanntlich. Damit ihr nicht dieselben Fehler macht wie ich, habe ich hier die gängigsten aufgelistet:

Übrigens: Auf die ganz offensichtlichen Fettnäpfchen möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen. Jeden von euch dürfte klar sein, dass man ein nettes Profilbild festlegt und eine Profilbeschreibung wählt, die LeserInnen und potentielle Kunden anspricht.

Fehler Nr. 1: Das Ziel aus den Augen verlieren

Was wollte ich eigentlich? Das Social Media Marketing hält so manche Fallstricke bereit. Einer der fiesesten ist das Versacken in irgendeinem Netzwerk. Das zu vermeiden, erfordert auf Pinterest enorm viel Disziplin. Wenn ihr auf das Bilderportal klickt, also am besten gleich zum eigenen Profil switchen.

Klar, ihr wollt wissen, wie ihr eure Bilder am besten gestalten könnt und auf welche Weise ihr mehr Follower gewinnt. Da wird die wichtigste Frage schön unter den Teppich gekehrt. Nicht so hier:

Welche Ziele verfolgt ihr auf Pinterest? Was wollt ihr mit euren Bildern erreichen?
  • mehr Traffic
  • mehr Verkäufe und somit höhere Einnahmen erzielen
  • größere Bekanntheit: Soll vielleicht die Reichweite deiner Marke gesteigert werden?

Erst danach könnt ihr euch Maßnahmen überlegen, wie ihr euer Ziel erreicht und – falls noch nicht geschehen – festlegen, wie ihr eure Zielgruppe ansprecht.

Auch als Dienstleister kann man Erfolge auf Pinterest erzielen: Praxisbeispiele

Für die einen bietet sich Pinterest geradezu an (z.B. Food-Blogs). Kaum haben sie ein Rezept online gestellt, können sie das dazugehörige Bild auf Pinterest pinnen und brauchen nur noch auf den Traffic-Ansturm zu warten. Beneidenswert. Auch Onlineshops haben mit tollen Produktbildern und entprechenden Keywords in der Beschreibung die Nase vorn.

Für andere gestaltet sich der Zugang schon thematisch schwierig. Dienstleister zum Beispiel müssen wirklich kreativ sein, denn über Produktbilder verfügen sie i.d.R. nicht. Einige Coaches haben sich daher auf motivierende Zitate spezialisiert, die sie regelmäßig posten. Andere schreiben Ratgeberartikel, die – entsprechend bebildert – wirklich gut ankommen.

Pinterest als SEO-Tool

Sollte euer Service nicht gerade selbsterklärend sein, könnt ihr ja auch mit Hilfe von Grafiken veranschaulichen, wie er funktioniert, oder ein paar Beispiele nennen, wie andere Kunden ihn bereits gewinnbringend einsetzen.

Verkäufe oder Vertragsabschlüsse werden solche Webseiten kaum generieren, wenn sie auf Pinterest setzen. Bei ihnen bietet es sich eher an, Aufmerksamkeit zu generieren, die eigene Marke bekannt(er) zu machen oder eine Community ins Leben zu rufen (Stammleser).

Nicht zuletzt werden erfolgreiche Pins auch von Google registriert, was das Ranking in der Suchmaschine deutlich verbessert!

Fehler Nr. 2: grottenschlechte Grafiken

Bilder sind das A&O auf Pinterest. Der Nutzer sieht erst den Pin und liest ggf. danach die Zusatzinformationen (z.B. Titel & Inhaltsangabe des Blog-Posts). Eure gepinnten Fotos, Grafiken und Illustrationen sollten demnach Eyecatcher sein. Hochauflösende, ästhetische Bilder sind daher ein absolutes Muss!

Hierfür müsst ihr nicht extra einen Grafiker engagieren oder Ewigkeiten an eigenen Bilddateien herumbasteln. Es gibt genügend Webseiten, die hervorragende Fotos kostenlos zur Verfügung stellen.

Durch Bilder einen Wiedererkennungswert schaffen

Bestenfalls verfügt ihr bereits über ein Corporate Design und habt schon Vorlagen für all euer zukünftiges Bildmaterial. Ansonsten kann ich euch nur ans Herz legen, über einen Standard nachzudenken. Schließlich sollten all eure Bilder einen Wiedererkennungswert besitzen.

Bilder müssen nicht mit Schriftzügen versehen werden. Dank der Rich Pins kann man die Zusatzinfos zum Artikel auch unterm Bild vermerken (meta description).

Allerdings werden diese Bildunterschriften nicht in der mobilen App angezeigt. Dort sieht der Nutzer ausschließlich das Bild in der Timeline!

Insofern ist es förderlich, die Aussage des Artikels in das Bild zu integrieren, damit der Leser weiß, worum es geht. Die meisten professionelle Pinner integrieren auch gleich ihr Logo bzw. die Webadresse ins Bild.

grottig

so nicht

Keine Sorge, auch Grafikmuffel dürften das dank kostengünstiger Tools wie Canva  oder Pablo auf die Reihe kriegen. Dort gibt’s zahlreiche Vorlagen, die euch vor grottigen Eigenkreationen wie der nebenstehenden aus meiner Hand schützen. (Ich habe sie mittlerweile von meiner Pinnwand gelöscht.)

Die Vorlagen enthalten übrigens auch schon das optimale Format für Pins. Damit diese von Pinterest bevorzugt angezeigt werden, sollten sie nämlich vertikal (länglich) sein und eine maximale Breite von 600px besitzen.

schriftzug

kein Foto, keine Grafik, sondern nur Text

Andersherum funktioniert’s übrigens auch: Wer keine Fotos bzw. Bilder verwenden möchte, sondern ausschließlich Text, ist auf Pinterest kein Einzelgänger. Weisheiten sind äußerst beliebt, auch wenn sie eher schlicht daherkommen.

Eure Bilder brauchen also keineswegs super-aufwendig gestaltet zu sein. Auch teure Stock-Fotos sind kein Muss. Hauptsache, sie reflektieren euch und eure Botschaft.

Fehler Nr. 3: Null Zusatzinformationen

Anhand des untenstehenden Pins seht ihr, wie ihr es NICHT machen solltet. Ich aber pflegte bis vor Kurzem stets so zu pinnen: ohne jede Zusatzinfo.

ohne-text

FALSCH: keine Zusatzinfos

Was macht Pinterest aber, wenn man selbst keine Infos zum Bild schreibt: Es fügt lediglich den Titel des dazugehörigen Artikels ein. Wenn der zugkräftig ist, muss man sich über Zusatzinformationen ja kaum den Kopf zerbrechen. In meinem Fall („Wohnen im Container“) war er das allerdings nicht…

beispiel-pin

Richtig.

Pinterest macht es euch leicht: Wenn ihr keine Schriftzüge im Bild unterbringen wollt oder euer Artikel keinen originellen Titel hat, schreibt ihr einfach eine kurze Inhaltsangabe in das Feld unterm Titel (letzterer ist nicht veränderbar – hier verwendet Pinterest automatisch den Titel eures Artikels).

Übrigens: Damals habe ich noch Hashtags auf Pinterest verwendet. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass Hashtags sogar von Nachteil sind. Also, lieber keine Hashtags verwenden!

Es ist nie zu spät für Rich Pins!

Diese Rich Pins genannten Zusatzinfos umfassen übrigens noch mehr: Ihr könnt darin Ortsangaben machen (gut für Reiseblogger), eine Zutatenliste unterbringen, Apps zum Download anbieten, Preisangaben machen und alles Wissenswerte über eure Lieblingsfilme vorstellen.

Nutzt diese Option, damit eure Pins von Pinterest besser eingeordnet werden können, um später zum Beispiel bei einer Suche in den Feed-Ergebnissen präsentiert zu werden. Habt ihr sie anfangs – so wie ich – vergessen, könnt ihr die Zusatzinfos nachträglich einfügen (siehe Bild links). Hierzu mit der Maus auf den jeweiligen Pin bewegen, dann erscheint ein kleines Stift-Symbol, auf das ihr klicken müsst, um den Pin zu bearbeiten.

Fehler Nr. 4: Pinterest vernachlässigen

Pinterest ist (noch) klein in Deutschland: Momentan befindet sich das Bilderportal hierzulande zwar auf Rang neun der meistgenutzten sozialen Netzwerke (Stand: 2014). Mit Facebook, Google+ oder Twitter kann es aber lange nicht mithalten.

Insofern habe ich zwischenzeitlich den Fehler begangen, mich ausschließlich auf die vertrauten Kanäle zu konzentrieren und meine Aktivitäten auf Pinterest stark zu reduzieren. Wer jedoch nichts von sich hören lässt, gerät schnell in Vergessenheit!

Vielleicht kennt ihr es von Facebook und Twitter: Sobald ihr keine Updates mehr postet, erfährt euer Blog auch keine Klicks mehr von ebendiesen Netzwerken. Und schwups seid ihr raus aus der Timeline!

Regelmäßig viel pinnen – und nicht nur die eigenen Inhalte!

Pins funktionieren wie visuelle Lesezeichen (Bookmarks). Trotzdem belohnt Pinterest aktive Nutzer: jene, die täglich pinnen und nicht nur eigene Inhalte, sondern generell alles, was ihnen gefällt, werden höherwertig eingestuft als die… nun ja… Fauleren.

Zwar sind Follower auf Pinterest nicht so wichtig wie in anderen sozialen Netzwerken, doch sie sind es, die eure Pins am ehesten zu Gesicht kriegen: Wenn ihr nur eigenen Content pinnt, das Bilderportal demzufolge nur als Werbekanal betrachtet, werden sich eure potentiellen LeserInnen schnell von euch abwenden.

Pinterest dient als Inspirationsquelle. Wenn euch fremder Content gefällt und er auch anderen nützlich sein könnte, dann „spread the love…“!

Übrigens: Um herauszufinden, wie ich meinen Traffic, der von Pinterest kommt, signifikant erhöhen kann, habe ich ein Langzeitexperiment durchgeführt. Verbloggt habe ich die Ergebnisse hier>>

Am Ball bleiben

Wenn ihr meine Artikel mehr oder weniger regelmäßig lest, könnt ihr euch denken, was jetzt kommt. Richtig: Geduld.

Leider ist auch Pinterest kein Marketing-Instrument, das unverzüglich zu Resultaten führt (es sei denn ihr seid Food-Blogger, beschäftigt euch mit Design oder postet DIY-Tutorials). Auf dem Bilderportal zählen echte Inhalte – weniger News.

Inhalte sind dafür langlebig. So ein Pin verschwindet nicht einfach aus der Timeline. Er bleibt auf deiner Pinnwand und kann jederzeit von jedermann gesehen werden. Und wenn Jedermann Interesse hat, dann pinnt er deinen Pin weiter – auf seiner Pinnwand, wo er dann wiederum von jedermann zu jederzeit entdeckt werden kann…

Tatsächlich schaue ich mir meine Pins zumeist auch erst später an. Zunächst speichere ich alles ab, was ich interessant finde. Erst Wochen danach in einer ruhigen Minute surfe ich die dazugehörigen Artikel an.

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Gelb: Verweildauer von Nutzern, die über Pinterest kamen im Oktober 15 (blau: Facebook)

Leute, die eure Blogs über Pinterest ansurfen, sind übrigens wirklich interessiert. Meine Statistiken zumindest verraten, dass über Pinterest erst sehr wenige Nutzer zu topElternblogs finden. Aber die, die kommen, bleiben verdammt lange!


Extra-Tipps:

Mit PINTEREST beschäftige ich mich in unregelmäßigen Abständen immer wieder. Hier liest du meinen neuesten Artikel>> Er handelt von einem Pinterest-Experiment, das ich über mehrere Monate machte, um herauszufinden, wie man möglichst viele LeserInnen über Pinterest erreicht.

LG Anne!!!

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