Aller Anfang ist schwer: Was den Umzug mit Kindern erleichtert

Aller Anfang ist schwer

Ein Umzug mitten im Jahr ist für Kinder besonders strapaziös

umzug mit kindern

Noch sind sie leer (und nehmen trotzdem Platz weg): Umzugskartons

Die Freude ist groß: Das Haus ist endlich fertig. Wir können umziehen, juhu! Ja, genau jetzt – mitten im Jahr. Was uns Erwachsenen vor Verzückung ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert, bedeutet für die Kleinen jedoch mitunter große Sorgen.

Unsere Tochter muss ihrer geliebten Kita mit den zauberhaften Erzieherinnen Lebwohl sagen und unser Sohn mitten im Jahr die Schule wechseln, wo er Freundschaften geschlossen hat und ihm die Strukturen in Fleisch und Blut übergegangen sind.

Meine Überlegungen zum Umzug mit Kindern:

Den Neuanfang für die ganze Familie planen

Für uns bedeutet der Umzug nach Brandenburg einen Neuanfang. Hier gilt es, Wurzeln zu schlagen. Schließlich haben wir unser Traumhaus gefunden – in einer traumhaft schönen Region.

Alte Freunde und Bekannte befinden sich eine Dreiviertelstunde entfernt in Berlin. Besonders oft werden wir sie demnach nicht mehr besuchen. Insbesondere für die Kinder heißt das, Abschied zu nehmen und neue Freunde zu finden. Wo ginge das leichter als in Schule und Kindergarten? Ein Wechsel mitten im Schuljahr steht demnach kurz bevor.

Egal, wem wir davon erzählen, als Reaktion ernten wir stets hochgezogene Brauen und Seufzen. „Mitten im Jahr? Das ist ja blöd.“ Wissen wir. Und das schlechte Gewissen gegenüber unseren Kindern nagt an uns. Leider hatten wir aber auf den Fertigstellungstermin unseres Hauses keinen Einfluss. Vier Monate länger in der Wohnung zu bleiben und doppelt Rate und Miete zu bedienen, kommt für uns nicht in Frage.

Umzug mit Kindern: Was Eltern tun können, um den Neuanfang zu erleichtern

Dass sich die Begeisterung bei Sohnemann in Grenzen hält, kann ich nachvollziehen. Schüchtern ist er zwar nicht, aber auch nicht gerade extrovertiert. Bleibt zu hoffen, dass die Kinder in seiner neuen Klasse von sich aus auf ihn zukommen werden. Doch wie kann man als Eltern den eigenen Kindern unter die Arme greifen, damit sie schneller Anschluss finden und der alten Heimat nicht allzu lange nachtrauern?

  • Ehrlich sein: Aller Anfang ist schwer. Das braucht man nicht schönzureden. Trotzdem müssen die Kinder da durch – und werden feststellen, dass sich die Aufregung schnell wieder legt und Normalität einkehrt.
  • Rechtzeitig kümmern: In unserer Region sind die Kitas leider ausgelastet. Wer im Ort einen Kita-Platz bekommen will, muss sich schnell anmelden (am besten persönlich einen Besuch abstatten, sich Zeit nehmen, um mit Leitung und Erziehern zu sprechen – einen positiven Eindruck hinterlassen). Anderfalls muss man auf weiter entfernte Kitas ausweichen. Spiel-Verabredungen werden somit schwieriger.
  • Der neuen Schule einen Besuch abstatten: Von der neuen Schule wurde mir gleich das Angebot unterbreitet, sie mit meinem Sohn zusammen zu besuchen und anzuschauen: nicht nur den Klassenraum, sondern auch den Hort- und Freizeitbereich. Außerdem werden wir mit der Direktorin sprechen, die uns das Wichtigste erklären wird. Von der Sekretärin wurde uns schon ein Infopaket geschnürt. 🙂 Und wer weiß, vielleicht laufen wir auch noch seiner neuen Klassenlehrerin über den Weg?
  • So viel Zeit muss sein: An seinem ersten Tag wird Sohnemann natürlich von uns zur Schule gebracht und wieder abgeholt.
  • kleine Zuckertüte zum Neustart: zeigt Wertschätzung und hat Symbolcharakter
  • Ausflug am Wochenende: Damit die Kinder auf andere Gedanken kommen, kann ja der nächstgelegene Freizeitpark oder ein Spaßbad aufgesucht werden.
  • Einweihungsparty: Klar, anfangs werden die Kids noch an ihren alten Freunden festhalten. Zur Einweihungsparty werden also auch die Kumpels unserer Kinder und deren Eltern eingeladen. Mit denen verstehen wir uns ohnehin gut. Die neuen Nachbarn sind ebenfalls herzlich willkommen und vielleicht wollen die Kinder ja auch schon neue Bekanntschaften einladen.
  • Nachbarn sind Gold wert: Unsere neuen Nachbarn haben selbst einen Sohn, der nicht nur gleich alt ist, sondern auch die gleichen Vorlieben hat (Fußball, Fußball, Fußball). Ein Haus weiter wohnt ebenfalls eine Familie mit Kindern. Anfangs waren unsere Kids noch sehr schüchtern und wollten nicht „rübergehen“ und sich vorstellen. Irgendwann sind sie aber über ihren Schatten gesprungen und haben wirklich tolle Spielkameraden gefunden.

Nicht ausschließlich auf die Schule setzen

Schon in Berlin hat Sohnemann viel Sport getrieben und war deshalb Mitglied in zwei verschiedenen Vereinen. Laut lokaler Webseite hat der neue Ort nicht ganz so viel an Freizeitmöglichkeiten zu bieten. Den obligatorischen Fußballverein gibt es aber auch hier. Dank unserer Nachbarn wurden wir gleich informiert, wann das Training beginnt. Sohnemann wird beim ersten Mal mit dem Nachbarssohn zusammen hingehen und mal reinschnuppern. 

Nun hoffe ich, dass er sich beim Fußball anmeldet und regelmäßig zum Training geht. Andere Arbeitsgemeinschaften gibt es an seiner neuen Schule mit Sicherheit auch. Mag sein, dass er neue Interessensgebiete entdeckt. Schön wär’s jedenfalls.

Für mich heißt es jetzt erst einmal, Kisten zu packen. Eine Menge Kisten. 70 wurden mir von ibo-umzuege-berlin.de* geliefert. Schon im leeren Zustand finden sie in der Wohnung kaum Platz. Ich weiß gar nicht, wo ich sie erst lagern soll, wenn sie voll sind…

Wer nicht weiß, wie die Kartons richtig aufgebaut werden, dem sei folgendes Youtube-Video>> empfohlen. Das musste ich mir auch anschauen, bevor ich loslegen konnte 😉

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