Sparen für den Nachwuchs

#MitmachMittwoch No. 32: Wie viel Geld legt ihr zurück für eure Kids?

sparen für kinder

 

Diese Frage brennt mir schon lange auf der Zunge. Trotzdem habe ich nie gewagt, sie auszusprechen. Finanzielle Angelegenheiten gehören schließlich ins Reich der Intimsphäre… 😉

Ich selbst lege erst seit ein paar Jahren (nicht seit der Geburt meiner Kinder) monatlich Geld für meine Kids zurück. Sonderlich viel ist es nicht: 100 Euro. Ein Auto werde ich ihnen davon jedenfalls nicht sponsern können. Aber es sollte für den Führerschein reichen und hoffentlich für die Kaution ihrer ersten eigenen Mietwohnung. Den Rest müssen sie sich dann selbst erarbeiten.

Für die Kinder vorsorgen: So investieren Eltern Geld für die Zukunft ihrer Kinder

Experten raten, möglichst früh mit der Geldanlage für die Kinder zu beginnen, da nur so die Effekte aus den Zinseszinsen ausgenutzt werden können.

Somit beginnen viele Eltern bereits bei der Geburt ihres Kindes, ein Sparkonto anzulegen und dort regelmäßig Geld einzuzahlen. Mit diesem Guthaben kann später beispielsweise der Führerschein, das Studium oder der Umzug in die erste eigene Wohnung finanziert werden. Doch welche Investitionsmöglichkeiten gibt es überhaupt – und welche eignen sich am besten als Rücklagen für ihr Kind?

Tagesgeldkonto für Kinder einrichten

Auf einem Tagesgeldkonto lässt sich Geld sehr flexibel anlegen. Du kannst jederzeit auf die Geldeinlagen zugreifen. Zudem müssen nicht regelmäßig Raten eingezahlt werden, was die Flexibilität dieser Anlageform erhöht. Ergibt sich eine lukrativere Anlagemethode, kannst du ganz unkompliziert wechseln.

Zwar sind die Zinsen auf einem Tagesgeldkonto relativ gering, dafür ist das Geld hier sicher verwahrt. Und bei der Anlage für den eigenen Nachwuchs kommt es nur in zweiter Linie auf die Zinsen an: Am wichtigsten ist, dass überhaupt etwas Geld zurückgelegt wird.

Auf www.qomparo.de können Interessierte die verschiedenen Optionen für Tagesgeldkonten (für ihre Kinder oder sich selbst) vergleichen. Für einen Anlagezeitraum von drei Jahren gibt es bei einigen Tagesgeldkonten einen Zinssatz von fast drei Prozent – den Wertverlust durch die Inflation kann man auf diese Weise locker auffangen.

Weil es so einfach einzurichten ist und auch die Kontoführung keinerlei Mühen macht, hatte ich anfangs selbst ein Tagesgeldkonto, um Geld für meine Kids zurückzulegen. Dummerweise habe ich selbst des Öfteren darauf zurückgegriffen, wenn es mal wieder finanziell eng wurde. Als Sparkonto eignete es sich für mich daher nicht. Doch es geht auch anders:

Konto auf den Namen des Kindes einzurichten hat nicht nur Vorteile

Um ein Konto auf den Namen eines Kindes einzurichten, ist die Zustimmung der Eltern erforderlich. Auch Großeltern müssen müssen eine solche Zustimmung vorweisen, wenn sie ein Konto für ihr Enkelkind einrichten wollen.

Zusätzlich musst du die Geburtsurkunde vorzeigen, wenn das Konto auf den Namen deines Kindes laufen soll. Dies hat zudem steuerliche Vorteile, da du den Betrag dazu nutzen kannst, um etwaige Freibeträge in Anspruch zu nehmen.

Allerdings gehört das Geld in diesem Fall pünktlich zum 18. Geburtstag deinem Kind – das bereits zu diesem Zeitpunkt allein die Verantwortung zum Ausgeben haben wird. Und übersteigen die Ersparnisse auf diesem Konto einen Freibetrag von 5200 Euro, so verliert das Kind seinen Anspruch auf Bafög.

Sparpläne für einen mittelfristigen Anlagezeitraum von einem Jahrzehnt

Je länger das Geld angelegt wird, desto höher sollte die anfallende Rendite sein. Bei einem mittelfristigen Anlagezeitraum von zehn Jahren kann beispielsweise ein Sparplan mit Fonds sinnvoll sein. Hierbei wird beispielsweise monatlich ein Betrag einbezahlt, der bereits aus dem unteren zweistelligen Bereich kommen kann.

Verbreitet sind in diesem Segment die ETFs, die als passiv gemanagte Fonds keine Verwaltungsgebühren erfordern und bei vielen Online-Brokern zu haben sind. Den Anlegern sollte jedoch das Risiko dieser Geldanlage bewusst sein.

Immerhin ist bei einer langfristigen Geldanlage die Option gegeben, Phasen des Verlustes einfach auszusitzen, um einige Jahre später die wieder teuer gewordenen Anteile zu verkaufen. In den letzten 50 Jahren hatten Anleger mit einem Dax-Indexfonds keine Verluste zu verkraften, wenn sie über länger als zwölf Jahre ihrer Anlage treu blieben – bei einer Rendite von bis zu acht Prozent im Jahr.

Kommt auch ein Bausparvertrag in Frage?

Gleich vorweg: Ich habe mir tatsächlich einen Bausparvertrag von meiner Bank aufschwatzen lassen. Den wollte ich von Anfang an als „Sparschwein“ für meine Kinder nutzen.

Das Bausparen war schlicht und ergreifend die einzige Option, die mir zu diesem Zeitpunkt einfiel. Dass ich nicht so leicht auf das Ersparte würde zugreifen können, war mir wichtiger als alles andere.

Bausparverträge sind angesichts der niedrigen Anleihzinsen nämlich nicht unbedingt sinnvoll.

Sparen & danach einen Kredit aufnehmen

Kurz zur Funktionsweise eines Bausparvertrags: Wie der Name schon andeutet, soll damit Geld für einen Immobilienkauf erspart werden. Da Häuser und Wohnungen allerdings sehr teuer sind, müsste man eigentlich sein ganzes Leben darauf sparen.

Glücklicherweise unterteilt sich der Bausparvertrag jedoch in zwei Phasen. In der ersten Phase sparst du auf eine bestimmte Summe und in der zweiten Phase kannst du bei deiner Bausparkasse ein zinsgünstiges Darlehen in Anspruch nehmen.

Weder Darlehen noch Ansparsumme muss man für einen Immobilienkauf verwenden. Wie du das Geld einsetzt, bleibt dir überlassen.


Weitere Geldanlagen für Kinder, werden hier von der Stiftung Warentest vorgestellt>> Es bieten sich diverse Möglichkeiten, wenn es heißt Sparen für Kinder.

Ergebnis: Sparen für den Nachwuchs – ja oder nein?

Sagt mir, legt ihr Geld für eure Kids zurück? Für was – denkt ihr – sollte das Ersparte dann verwendet werden? Und: Welche Summe legt ihr monatlich bzw. jährlich zurück?

Oder seid ihr skeptisch und haltet nichts vom Sparen?

Die Umfrage ist abgeschlossen – ihr Ergebnis überrascht mich, denn: Tatsächlich legen die meisten TeilnehmerInnen nichts zurück für ihre Kinder! Jedoch hat nur eine der Nicht-Sparer erklärt, weshalb sie nicht monatlich spart. Angeführt wurde, dass sie ihre Kinder auch durch Studium & Ausbildung hindurch finanzieren wird. Sollte ihr Nachwuchs darüber hinaus Geld benötigen, muss er dafür selbst arbeiten.

Diese Sichtweise hat natürlich seine Berechtigung. Vielleicht verhilft es den Kindern sogar zu mehr Selbstständigkeit. Wenn sie selbst für ihr Geld arbeiten müssen, gehen sie möglicherweise sorgsamer damit um.

Ich spare trotzdem weiter. Für den Fall der Fälle…

LG Anne!!!

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