Des einen Freud‘ ist des anderen Leid

Adblocker machen Seitenbetreiber das Leben Verdienen schwer

geld-verdienen-mit-blogJa, sie können nerven, diese Banner. Oftmals sind sie nicht einmal mehr statisch, sondern rotieren, blinken, spielen Filme ab – und lenken den Nutzer vom Lesen der echten Webinhalte ab. Bei Layern und Pop-ups findet man darüber hinaus kaum das kleine X zum Schließen der Fenster und wird im schlimmsten Fall auf irgendeine Werbe-Webseite geleitet, die man überhaupt nicht besuchen wollte. Ein weiterer Nachteil der Online-Werbeanzeigen ist die längere Ladezeit, die sie auf Webseiten provozieren. Gerade beim mobilen Internet geht das ins Geld.

Trotzdem sind Banner das, was in Zeitungen und Magazinen die Anzeigen sind: eine Einnahmequelle. Da im World Wide Web kaum jemand bereit ist, für journalistische Inhalte zu zahlen, binden viele Seitenbetreiber und Blogger eben Bannerwerbung ein. Die wenigsten Portale werden schließlich zum reinen Zeitvertreib betrieben. Ihre Mitarbeiter wollen bezahlt werden.

Kampagne gegen Adblocker blieb wirkungslos

Das lässt viele Nutzer kalt. Adblocker genießen gerade regen Zulauf. Sie sind Browser-Erweiterungen, die einfach installiert werden können und Bannerwerbung gezielt ausblenden. Gestern wurde ich über einen Beitrag vom Deutschlandfunk auf eine Kampagne gegen Adblocker aufmerksam, die bereits vor einem Jahr ins Leben gerufen wurde. Verschiedene Nachrichtenportale haben sich damals zusammengetan, um ihre LeserInnen dazu zu bewegen, auf Adblocker zu verzichten.

Leider ging der Schuss nach hinten los: Seit Start der Kampagne habe sich die Nachfrage nach Adblockern mehr als verdoppelt (laut Adblocker-Anbieter)! Deshalb habe ich auch schon überlegt, ob ich auf meinen Beitrag verzichten sollte… Aktuell beschweren sich Seitenbetreiber wieder über die Adblocker-Software, weil sie nun nicht mehr nur auf PC’s Anwendung findet, sondern auch für Smartphones angeboten wird.

Beim neuen iPhone gehören Adblocker wohl nun zum Standard. Die meisten surfen mobil jedoch ohnehin mit Apps im Netz, und nicht mit dem klassischen Browser (Safari, Chrome etc.). Die Werbung verlagert sich demnach nur, denn gerade kostenlose Apps finanzieren sich über das Einblenden von Bannern.

Die Werbung verschwindet nicht, sie ändert sich lediglich
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Auf Ranksider wollen die meisten Auftraggeber auf eine Kennzeichnung ihrer Werbung als solche verzichten… (siehe Punkt 3)

Ich habe den Eindruck, dass die Industrie ohnehin gerade umschwenkt – und auf Schleichwerbung setzt. Die wird unter dem Begriff PR zusammengefasst und betrifft vor allem gekaufte Links, „Empfehlungen“, superobjektive Produkttests, Gewinnspiele, Advertorials und und und. Der kreativen Vermarkterseele wird hier freien Lauf gelassen.

Ob’s den Nutzer freut? -Wahrscheinlich kriegt er es gar nicht mit. Ihn interessiert ja nur, dass er die lästigen Banner endlich losgeworden ist.

Ich möchte mich dennoch nicht gänzlich gegen diese PR-Maßnahmen aussprechen, denn auch ich setze mit topElternblogs vermehrt auf Advertorials (was Advertorials sind, lest ihr hier>>). -Nicht nur weil die Bezahlung gut ausfällt, sondern auch, weil sie mich zu neuen Inhalten auf meiner Webseite anregen. Auf manche Themen wäre ich ohne Advertorial gar nicht aufmerksam geworden…

Würdet ihr spenden?
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bei den Amerikanern kein seltenes Bild: Donate-Buttons

Auf US-amerikanischen Webseiten und Blogs sieht man schon seit Jahren „Donate-Buttons“, also Spendenaufrufe nach dem Motto: „Wenn dir meine Inhalte gefallen, dann honoriere dies doch bitte mit einem freigewählten Betrag.“ Ob das auch in Deutschland funktionieren würde? -Ich bezweifle es.

Ansonsten wären Spenden in meinen Augen die einzige Alternative, mit seiner Arbeit im World Wide Web Geld zu verdienen, ohne Schleichwerbung produzieren zu müssen.


Habt ihr bereits Erfahrungen mit Donate-Buttons gesammelt? -Immer raus mit der Sprache!

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