Der Gedanke zählt

Geschenke selber basteln – oder schlicht: Do it yourself!

Ostern naht und das heißt für mich: Geschenke wollen nicht gekauft, sondern selbst gemacht werden. Das ist nicht nur gut für die Ökobilanz, sondern schult die eigenen motorischen Fähigkeiten, erweitert den Horizont und macht Spaß! So jedenfalls der Plan.

diy-projekte

Kurz und gut, ich lasse mich wieder einmal zum Basteln hinreißen, genau genommen will ich verschiedene DIY-Projekte in die Tat umsetzen.
Meinen Wohnzimmertisch habe ich letzten Herbst frisch lackiert (was man ihm leider nicht ansieht, aber zum Glück liegt „Shabby Chic“ ja im Trend). Davon lasse ich mich nicht schrecken, denn nun soll die Küchenvitrine folgen.
Aber zuvor müssen selbstverständlich noch ein paar kleine Ostergeschenke zusammengewerkelt werden, am besten mit den Kindern zusammen…

Eines vorweg: ich bin kein DIY-Verächter. Ganz im Gegenteil, ich bastle schon seit Kindertagen für mein Leben gern. Na ja, zumindest habe ich als Kind viel und gern gebastelt, danach eigentlich nicht mehr. Mit den eigenen Kindern habe ich die Lust an DIY wiederentdeckt und musste feststellen, dass ich in der Zwischenzeit alles verlernt hatte. Von wegen „es ist wie mit dem Fahrradfahren“.

Niedlich: Ein Sockentier soll’s werden

Anfangs habe ich mich noch (innerlich) über die Kunstwerke meiner Kinder schlappgelacht, doch spätestens beim Sockentier blieb mir das Lachen im Halse stecken.

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Von links nach rechts: Sockenschaf (noch unfertig), Osterei aus Pappmaché und gestreifte Katze – alles selbstgemacht.

Die Anleitung beschreibt das Projekt „Sockentier“ als schnell und einfach, also für Anfänger geeignet. Trotzdem verbringe ich bereits Stunden, die sich über mehrere Tage dehnen mit meinem Sockenschaf und muss letzten Endes feststellen, dass das Resultat den Zeitaufwand nicht rechtfertigt. Mein Sohn hat sich nach ein paar Nadelstichen unter Vorwänden davongeschlichen. Ich kann das verhunzte Aussehen des Tiers also nicht mal ihm in die Schuhe schieben.

Noch ist das Schaf nicht fertig, wie das Bild oben zeigt. Aber ich denke, auch wenn ich irgendwann Augen, Nase und Ohren aufgenäht haben werde, wird es nicht als Schaf zu identifizieren sein.

Zum Glück ist Sohnemann weniger schadenfroh als ich. Seine Katze (aus seiner ehemaligen Strumpfhose genäht) hat er sofort liebgewonnen, obwohl das Kuscheltier alles andere als gelungen ist. (Immerhin erkennt man es noch als Katze.)

Ich hatte vor, gleich mehrere von diesen Sockentieren zu basteln. Jedes Kind sollte eines haben, mein Mann auch und vielleicht sogar meine Schwester. Nun ja, wenn ich zu Ostern für mehrere Lacher sorgen will, sollte ich das vielleicht sogar durchziehen. Man muss das ja auch von der humorigen Seite sehen. Ja, vielleicht ist das sogar der eigentliche Sinn hinter DIY.

Denn eines muss ich mir am Ende doch immer wieder eingestehen: das gekaufte Zeug – und sei es „nur“ aus China – sieht 1000-mal professioneller gemacht aus. Die Leute in den Fabriken haben’s echt drauf, die Maschinen haben’s drauf! Aber ich… trage wenigstens LIEBE im Herzen.

Vorsicht: Riesenschweinerei!

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Das Pappmaché-Osterei in der Phase der Fertigstellung.

Das Sockenschaf wird übrigens noch getoppt – vom Pappmaché-Osterei, das ich zusammen mit meiner Tochter gebastelt habe, um der Wohnung österliches Flair zu verleihen. Da kommt allerdings noch eine Schleife drumherum, damit es nicht aus Versehen im Müll landet.

Nie wieder Pappmaché, sag ich euch! Das war das erste und letzte Mal, dass ich in der Küche herumgekleistert habe. Der Aufwand lohnt sich in keinster Weise: Das Ei ist an Hässlichkeit durch nichts zu überbieten. Nicht einmal die viele Farbe, die wir drübergepinselt haben, konnte daran etwas ändern. Wer hat dieses blöde Pappmaché eigentlich erfunden? Und warum ist es gesellschaftlich anerkannt?

Ach ja, richtig, vielleicht war der Erfinder ein ganz besonders lustiger Kerl. Er wollte uns nur zum Lachen bringen, haha!

Glücklicherweise ist das Osterei nur für den Eigenbedarf entstanden. Hätte ich es verschenken müssen, hätte ich es mit den Worten überreicht: „Der Gedanke zählt, nicht wahr?“


Und, welche DIY-Projekte bringen euch vor Ostern um den Schlaf? Teilt sie mit mir und sicherlich vielen anderen Leidgeprüften hier oder auf Twitter/Facebook unter dem Hashtag #handmadewithlove

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