Pflegeheim bauen: Welche Bauphasen den Zeitplan bestimmen – und wo Vorfertigung Zeit spart

Pflegeheim bauen

Ein Pflegeheim zu bauen, folgt in Deutschland typischerweise einem Ablauf aus Bedarfsermittlung und Standortsuche, Vorplanung mit dem Sozialhilfeträger, Genehmigungsplanung, Ausschreibung, Rohbau, technischem Ausbau und Abnahme durch die Heimaufsicht – ein Prozess, der sich je nach Bundesland, Bettenzahl und Genehmigungslage über zwei bis vier Jahre erstrecken kann.

Angesichts einer alternden Gesellschaft und eines nach Verbandsschätzungen wachsenden Bedarfs an stationären Pflegeplätzen in den kommenden Jahren steht die Baubranche unter Druck, diesen Zeitrahmen zu verkürzen, ohne bei Qualität oder Barrierefreiheit Kompromisse einzugehen.

Der technische Ausbau – und darin insbesondere die Sanitärräume – ist regelmäßig der Abschnitt, der den größten Anteil der Ausbauzeit beansprucht. Ein Pflegeheim mit 80 oder 100 Plätzen benötigt eine entsprechende Zahl barrierefreier Bäder, von denen jedes dieselben Anforderungen an Bewegungsflächen, bodengleiche Dusche und Notrufsystem erfüllen muss – multipliziert über jede Etage des Gebäudes.

Warum das barrierefreie Bad zum Engpass wird

Ein barrierefreies Bad nach DIN 18040-2 verlangt konkrete, prüfbare Maße: eine Bewegungsfläche von mindestens 150 x 150 cm vor Sanitärobjekten, eine bodengleiche Dusche mit einer Fläche von mindestens 120 x 120 cm, Haltegriffe in festgelegten Höhen und ein unterfahrbares Waschbecken. Werden diese Räume klassisch gefliest und ausgestattet, hängt die Einhaltung dieser Maße von der präzisen Koordination mehrerer Gewerke auf der Baustelle ab – Sanitär, Elektro, Fliesen, Abdichtung –, und Abweichungen fallen häufig erst bei der Abnahme auf, wenn eine Korrektur bereits teuer ist.

Prototyp eines Sanitärmoduls für ein Pflegeheim

Ein vorgefertigtes, barrierefreies Sanitärmodul verlagert genau diese Präzisionsarbeit ins Werk: Bodenwanne, bodengleiche Dusche, Haltegriffe und die vorgeschriebenen Bewegungsflächen werden als geprüfter Prototyp einmal freigegeben und anschließend identisch für jedes Zimmer im Bauvorhaben gefertigt. Auf der Baustelle bleibt nur noch das Einheben des fertigen Moduls und der Anschluss an die Gebäudetechnik – ein Bruchteil der Zeit, die eine gewerkeweise Ausführung erfordern würde.

Was das für die Bauzeit eines Pflegeheims bedeutet

Domczar, ein europäischer Hersteller vorgefertigter Sanitärmodule mit Zertifizierung nach ISO 9001 und ISO 14001, fertigt jährlich rund 9.000 Module in einem Werk in Nordostpolen und hat unter anderem 457 Einheiten für ein Hotelprojekt in Dublin und 362 Einheiten für ein Hotelprojekt in Warschau im Jahr 2025 geliefert – Projekte, die dieselbe Logik hoher Stückzahlen und wiederholbarer Qualität nutzen, die auch beim Bau eines Pflegeheims zum Tragen kommt. Während der Rohbau parallel voranschreitet, können die Sanitärmodule im Werk vorproduziert und just-in-time zur Montage angeliefert werden, was den kritischen Ausbaupfad des Projekts spürbar verkürzt.

Für Träger, Architekten und Generalunternehmer, die ein Pflegeheim planen, lohnt sich ein Blick auf die Spezifikation eines barrierefreien, vorgefertigten Badezimmers als Grundlage für die Ausschreibung des Sanitärgewerks.


Über Domczar: Domczar fertigt vorgefertigte Sanitärmodule, einschließlich barrierefreier Ausführungen, für Pflegeeinrichtungen, Hotels, Studentenwohnheime und Wohnbauprojekte in ganz Europa – aus einem Werk in Nordostpolen mit einer Jahreskapazität von 9.000 Einheiten.

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