Basteln mit Kindern: Tipps für jedes Alter

In jedem Kind steckt ein Künstler. Kreative Ideen zu entwickeln und umzusetzen, liegt den Kleinen buchstäblich im Blut. Spielerisch lernt der Nachwuchs beim Basteln, mit Ausdauer ein bestimmtes Ziel zu verfolgen. Darüber hinaus schulen Bastelarbeiten die Feinmotorik, fördern die Konzentrationsfähigkeit und unterstützen kreatives Denken.

Obwohl Kinder jeder Altersgruppe gerne basteln, stimmen Eltern die Bastelvorhaben idealerweise auf das Alter ihrer Sprösslinge ab. Womit was gebastelt werden soll, passt am besten optimal zur Altersstufe der Kleinen. Es ist Aufgabe der Eltern, ihrem Nachwuchs die richtigen Anregungen zur kreativen Erforschung seiner Fähigkeiten zu geben.

Bastelprojekte auf Fähigkeiten abstimmen

Die Fähigkeiten von Kindern hängen von der Altersgruppe ab. Im Kindergartenalter entwickeln sie sich rasant. Ein dreijähriges Kind braucht beim Basteln Anregungen und elterliche Unterstützung. Fünfjährige dagegen sind bereits dazu in der Lage, das meiste selbst zu erledigen. Daher können sie auch ganz ohne Vorgaben basteln. Mit der Schere, passend zum Material ausgewählten Klebstoffen und etwas Tonpapier können Kinder in diesem Alter problemlos umgehen. Schon mit den kleinsten der Kleinen gelingen klassische Bastelarbeiten, wenn Eltern beim Schneiden und Kleben helfen.

Vorsicht: Erst ab zwei Jahren verstehen Kinder, dass Bastelmaterialien nicht zum Verzehr geeignet sind. Kleinere Sprösslinge daher lieber nicht mit Klebstoff hantieren lassen und wegen der Verschluckungsgefahr auch von Naturbastelmaterial wie Steinen oder Kastanien fernhalten.

Wann sind welche Bastelideen altersgerecht?

Malen bietet vor allem für kleine Kinder einen hervorragenden Einstieg in die Welt des Bastelns. Hierbei können die Kleinen ihrer Kreativität ohne das Risiko einer Überforderung freien Lauf lassen – wichtig ist allerdings, dass die verwendeten Stifte gesundheitlich unbedenklich sind. Denn gerade kleine Kinder erkunden ihre Welt während der sogenannten oralen Phase häufig mit dem Mund. Ab dem dritten Lebensjahr kann der Nachwuchs unter Aufsicht der Eltern auch erste Bastelerfahrungen mit Knetmasse sammeln. Diese sollte natürlich ebenfalls schadstofffrei sein. Das Formen verschiedener Figuren übt auch die motorischen Fähigkeiten des Kindes. Spätestens ab fünf Jahren kann das Basteln so richtig beginnen: Die orale Phase neigt sich dem Ende und die Sprösslinge lernen, auch mit Schere und Klebstoff verantwortungsvoll umzugehen.

  • Bastelarbeiten sollten weder über- noch unterfordern.
  • Das Interesse an Bastelarbeiten ist genau wie die Neugier auf unterschiedliche Bastelmaterialien bereits den Jüngsten gegeben.
  • Je älter die Kinder werden, desto selbstständiger können sie basteln.
  • Bei vielen Sprösslingen lässt ab etwa fünf Jahren das Interesse nach.
  • Während Eltern Kleinkindern beim Basteln helfend unter die Arme greifen, wecken sie bei älteren Kindern am besten durch besondere Projekte wie selbstgebaute Kicker das Interesse.

Womit man am ehesten Interesse weckt, weiß man als Elternteil wahrscheinlich selbst am besten. Schließlich kennt man seine Kinder und ihre persönlichen Interessen. Von Jahreszeiten inspirierten Bastelideen aus draußen gesammelten Materialien bis hin zu DIY-Projekten wie Insektenhotels für kleine Forscher ist fast alles denkbar.

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