Nichts ist verloren: Wie gelöschte Daten gerettet werden

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Halb so schlimm: Auch wenn Daten verschwinden, sind sie eigentlich noch da!

Glücklicherweise passiert es mir recht selten, dass ich aus Versehen Dokumente lösche, die ich doch noch brauche. Vielleicht liegt es daran, dass ich nur selten meine Festplatte aufräume und daher ebenso selten Daten vernichte. Liegen die gelöschten Dokumente im Papierkorb, lassen sie sich auch mal wieder daraus befreien. Bevor ich meinen Papierkorb endgültig leere, schaue ich genau, was endgültig im Nirvana verschwinden soll. 😉

Dass Daten für immer gelöscht werden, ist auch gar nicht so oft die Schuld des Nutzers. Häufig gehen technische Geräte auch einfach kaputt, die Software spinnt oder der USB-Stick wird nicht mehr erkannt. Wer löscht schon absichtlich seine Urlaubsbilder von der Kamera oder vom Handy? Hier hat vielleicht bloß die Speicherkarte gesponnen oder es gab irgendeinen Software-Fehler.

Software findet gelöschte Daten und macht sie wieder verfügbar

Wo auch immer die Ursache fürs Verschwinden liegt, verlorene Daten sind sehr, sehr ärgerlich. Schließlich lassen sie sich mit Windows nicht mehr wiederherstellen. Sie scheinen verloren. Sind sie aber nicht! Mit dem Tool Easy File Undelete* lassen sich gelöschte Dateien wiederherstellen – auf Knopfdruck!

Wie es funktioniert:

Die Software Easy File Undelete wird auf dem Computer installiert. Danach gibt der Nutzer an, in welchem Laufwerk das Tool nach den gelöschten Daten suchen soll. Dabei kann es auch USB-Sticks und SD-Karten durchsuchen. Hat die Software die vermissten Dateien gefunden, klickt man schlussendlich einfach auf „wiederherstellen“. So einfach ist das.

Warum gelöschte Daten überhaupt noch auf dem Computer existieren, ist auf die Funktionsweise von Windows zurückzuführen: Über alle Dateien auf der Festplatte führt Windows einen Index, eine Art Inhaltsverzeichnis. Immer wenn eine Datei gelöscht wird, entfernt der Computer nur den Eintrag im Index. Physikalisch jedoch ist die Datei in diesem Moment noch vorhanden.

Im Umkehrschluss bedeutet dies. Wenn sensible Daten tatsächlich gänzlich gelöscht werden sollen, sind wiederum spezielle Tools nötig. Übrigens lassen auch die sich ganz einfach auf dem Computer installieren.

Vorbeugende Maßnahmen, um Daten nicht zu verlieren

Doppelt hält besser: Sind mir Dokumente besonders wichtig, zum Beispiel Scans von Arbeitszeugnissen oder Rechnungen, so halte ich sie nicht nur auf meinem Notebook fest, sondern speichere sie zusätzlich auf einer externen Festplatte.

Eine weitere Option, Daten zu „streuen“, besteht in der Nutzung von Cloud-Systemen. Hier arbeitet ihr mit ähnlichen Programmen wie auf eurem PC. Einziger Unterschied: Die Software (z.B. zum Erstellen von Texten oder zur Bildbearbeitung) ist nicht auf eurem Computer installiert, sondern online verfügbar. In der Cloud eben.

Die gespeicherten Daten befinden sich ebensowenig auf eurem PC. Auch sie liegen auf einem Server. Ihr greift darauf zu, indem ihr euch in euren jeweiligen Account einlogged, so wie ihr es von eMail-Programmen kennt.

Von einem ähnlichen Prinzip profitieren Nutzer sozialer Netzwerke. Auch hier kann man Daten speichern, vornehmlich Bilder. Ob FlickR, Instagram oder Facebook, dem persönlichen Bilder-Upload sind keine Grenzen gesetzt. In den persönlichen Einstellungen kann man darüber hinaus angeben, wer die Bilder sehen darf – und wer nicht.


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