Obst & Gemüse ökologisch & fair einkaufen

Der Klimawandel ist in vollem Gange und viele machen sich Gedanken darüber, wie sich das Leben etwas nachhaltiger gestalten lässt. Natürlich können die wenigsten von uns ihren Alltag völlig umkrempeln, aber auch kleine Schritte bringen uns dem Ziel näher.

Regional & saisonal einkaufen

Unsere Einkaufsgewohnheiten zum Beispiel lassen sich recht einfach ändern, wenn man denn einmal den Entschluss dazu gefasst hat. Gerade im Hinblick auf Lebensmittel lässt sich der ökologische Fußabdruck verkleinern – und dabei muss man nicht einmal tief in die Tasche greifen. Es reicht schon, auf saisonale Früchte zurückzugreifen.

Ein Blick auf das Etikett, um das Herkunftsland zu bestimmen, ist weiterhin hilfreich: Das Produkt sollte möglichst aus der Region kommen, damit weite Transportwege (und der damit einhergehende CO2-Ausstoß) vermieden werden. Wer zu guter Letzt auf Obst und Gemüse aus biologischem Anbau zurückgreift, stellt sicher, dass die Umwelt weniger mit Dünger und Pflanzenschutzmitteln belastet wird.

Gemüsekisten unterstützen regionale Bauern

So viel zum Einkauf im Supermarkt. Obst und Gemüse kann man allerdings auch direkt beim Bauern bestellen. Viele Höfe bieten schon seit Jahren Obst- und Gemüsekisten (einige sogar Wurst- und Fleischpakete) an. Diese werden – je nach Vereinbarung zum Beispiel wöchentlich – an Abholstationen geliefert.

Wer es noch persönlicher mag, wird Mitglied bei einer genossenschaftlichen Landwirtschaft, wo man eine Art Mitgliedschaftsgebühr zahlt und dafür regelmäßig mit Lebensmitteln versorgt wird. Darüber hinaus kann man auch auf dem Hof mitarbeiten, zum Beispiel bei der Ernte helfen oder im Verkauf.

Außerdem: Arbeitseinsätze auf dem Hof

obst & gemüse ökologisch einkaufen
Foto von Matthias Zomer

Letzteres ist gerade für Familien mit kleinen Kindern interessant, da diese oft ein großes Interesse für Tiere und Pflanzen mitbringen und noch das ein oder andere dazulernen können. Weiterhin unterstützt man dadurch die regionale Landwirtschaft. In der Regel sind es kleinere Bio-Höfe, die sich ohne diese Form des Direktvertriebs kaum über Wasser halten könnten.

Ein kleines Manko weisen allerdings auch die Gemüsekisten auf: Deren Inhalt ist oft so umfangreich, dass man sich am besten einen wöchentlichen Essensplan erstellt, damit die Früchte nicht verderben. Da auch Lebensmittel enthalten sind, die man normalerweise nicht kaufen und verkochen würde (zum Beispiel alle möglichen Kohlsorten), bedeutet das, sich etwas mehr Zeit zu nehmen: Was lässt sich daraus kochen? Wie koche ich es? Womit lässt es sich kombinieren? Natürlich kannst du das meiste Gemüse auch im Gefrierschrank einlagern, wenn du es partout nicht schaffst. Schließlich wird nach Ablauf einer Woche schon die nächste Gemüsekisten geliefert.

Obst & Gemüse selbst anbauen

obst selbst anbauen und ernten
Bild von lumix2004

Ergänzen kann man den Einkauf von Obst und Gemüse noch durch den eigenen Anbau. Das ist u.U. sogar in der Wohnung oder auf dem Balkon möglich, wie ich bereits im folgenden Beitrag erläutert habe>>
Die Ernte fällt natürlich geringer aus, aber es zählt ja auch der Spaß an der Sache.

Wer einen Garten hat, kann schon im größeren Stil anbauen. Ob die Ernte reich oder mager ausfällt, hängt oftmals leider nicht nur vom grünen Daumen des Gärtners ab, sondern auch von den Standortverhältnissen (Boden, Niederschlag, Licht). Deshalb traue ich mich gar nicht erst an Gemüse heran, habe mir aber stattdessen ein paar Apfel- und Walnussbäume in den Garten gepflanzt. Ansonsten greifen Anfänger gerne auf Pflücksalat, Radieschen und Mangold zurück, wie Marie von Wurzelwerk schreibt.

LG Anne!!!

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