Wie schütze ich mein Haus vor dem Grundwasser?

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Foto von Billy Freeman

Grundwasserspiegel senken beim Hausbau

Wenn du ein Haus selbst baust oder bauen lässt, musst du zunächst dafür sorgen, dass kein Grundwasser in die Baustelle eindringt. Sollte dies dennoch passieren, kann das Fundament nicht vollständig trocknen und das Ganze bricht schlimmstenfalls zusammen. Mit einer ‘Schmutzwasserpumpe’ kannst du das überschüssige Wasser aus der zuvor ausgehobenen Baugrube leicht abpumpen.

Was ist eine Baugrube?

Eine Baugrube ist ein Raum, der zur Durchführung von Bauarbeiten ausgehoben werden muss. Dies betrifft zum Beispiel das Anlegen eines Fundaments, Kellers, Tunnels oder Abwasserkanals. Wenn du die Position des Fundaments und des unterirdischen Mauerwerks festgelegt hast, kannst du mit der Ausschachtung der Baugrube beginnen. Die Baugrube erstreckt sich über die gesamte Fläche des Hauses.

Wie wird eine Baugrube ausgehoben?

Beim Ausgraben muss der gesamte Mutterboden entfernt werden. Der Mutterboden wird auch als Muttererde, Schwarz- oder Braunerde bezeichnet. Diese Bodenart ist nicht stabil genug, um darauf bauen zu können. Den Mutterboden solltest du allerdings nicht entsorgen lassen, denn es handelt sich um fruchtbare Erde, die du für die Gestaltung deines Gartens verwenden kannst.

Drainage

Um zu verhindern, dass Grundwasser in die Baugrube gelangt, ist häufig eine Drainage erforderlich. Bei der Drainage handelt es sich um einen Prozess, der dafür sorgt, dass der Grundwasserspiegel vorübergehend abgesenkt wird, bis das Fundament angelegt ist. Du kannst ein entsprechendes Unternehmen damit beauftragen oder das Wasser selbst mit einer ‘Schmutzwasser-Tauchpumpe’ abpumpen. Die Dauer der Drainage hängt von den Arbeiten ab, die du durchführen möchtest. Sie kann sich bei kleineren Projekten, wie dem Bau eines Kellers, über einen Zeitraum von wenigen Tagen bis zu mehreren Jahren bei umfangreichen Infrastrukturarbeiten erstrecken. Das Wasser wird über Rohrleitungen abgepumpt. Beachte dabei, dass für die Ableitung von Schmutzwasser bestimmte Vorschriften gelten. Du darfst das Schmutzwasser zum Beispiel nicht einfach in einen Kanal ableiten. Erkundige dich stets rechtzeitig bei deiner Gemeinde nach den für deine Situation geltenden Vorschriften.

Was ist eine Schmutzwasserpumpe?

Eine Schmutzwasserpumpe wird zum Abpumpen von Schmutzwasser, wie beispielsweise sandigem Wasser und Wasser mit Feststoffen, verwendet. Schmutzwasser ist ein weit gefasster Begriff. Oftmals ist das Wasser nicht mehr klar, sondern ist mit Sand/Erde, Blättern oder Zweigen verunreinigt. Als Faustregel gilt, dass es sich immer noch um echtes Wasser und nicht um eine schlamm oder Ähnliches handeln sollte.

Wie funktioniert eine Schmutzwasserpumpe?

Eine Schmutz-/Abwasserpumpe funktioniert folgendermaßen: Du kannst die Schmutzwasserpumpe einfach und ohne Vorbereitungen im Wasser aufstellen. Dies erleichtert die Beförderung von Wasser bzw. das Abführen von Wasser zu einer anderen Stelle. Die Schmutzwasserpumpe ist im Wesentlichen eine Tauchpumpe, die jedoch an der Unterseite mit einem Impeller versehen ist. Dort werden das Wasser und Feststoffpartikel angesaugt, wobei letztere vom Impeller zerkleinert werden.

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