Wenn das Bloggen mehr Frust als Lust bringt

#MitmachMittwoch No. 27: Wie geht ihr mit Rückschlägen um?

trauriger-hundManchmal steckt der Wurm drin. Dann klappt so gar nichts mehr. Gestern zum Beispiel wollte ich endlich mal mein neues WordPress-Theme ausprobieren, das ich mir für ein weiteres Blogprojekt gekauft hatte.

Wie in meinen letzen Beiträgen ausführlich geschildert, will ich einen Garten-Blog ins Leben rufen>>. Nicht nur das, mein Anliegen ist es auch noch, euch Schritt für Schritt zu erklären, wie man sowas macht. Blöd nur, wenn man es selbst nicht weiß…

So geschehen mit ebenjenem Blog-Theme: Gekauft hatte ich es nicht nur, weil es mir optisch gefällt, sondern vor allem weil es so vielseitig ist. Diese Vielfalt wurde mir nun zum Verhängnis: Ich fühle mich angesicht der schier unendlichen Anzahl an Optionen und Funktionen komplett überfordert!

Einen ganzen Arbeitstag lang habe ich mich mit dem ach so tollen Theme herumgeschlagen und am Ende kapituliert. Die 70 Euro habe ich umsonst berappt. Jetzt greife ich doch wieder auf ein überschaubares kostenloses WordPress-Theme zurück. 🙁 Gut immerhin, dass es Alternativen gibt, doch ein bitterer Gedanke bleibt:

Bin ich zu blöd für Technik? -Nach all den Jahren mit WordPress???

Ein Unglück kommt selten allein…

Damit nicht genug. Der Tag war schließlich noch nicht zu Ende. Am späten Nachmittag fand ich dann auch noch eine umfangreiches Schreiben einer Anwaltskanzlei im Briefkasten. Dieses bezog sich auf ein auf topElternblogs verwendetes Foto, das ich angeblich unsachgemäß gekennzeichnet hatte. Der Urheber wurde von mir zwar genannt, doch es befand sich kein Link mehr zu dessen Webseite. Nun solle ich ca. 1500 Euro zahlen!

Okay, ich war schludrig: Nach mehreren Aktualisierungen ist der Link schlicht verschwunden. Das hätte nicht passieren dürfen. Nun heißt es, akribischer zu sein, was Quellenangaben angeht.

Der Schock saß tief. Das ist schließlich eine Menge Geld. Hinzu kommt der Umstand, dass ich ausschließlich auf Bilder zurückgreifen, die über eine CC-Lizenz verfügen und für kommerzielle Zwecke genutzt werden dürfen. Um solche Bilder überhaupt erst zu finden, habe ich das Plugin WP-Inject verwendet, das u.a. Flickr durchsucht.

Den Rest des Nachmittags habe ich also damit verbracht, vorsorglich alle Bilder zu löschen, die ich jemals mit diesem Plugin auf mein Blog hochgeladen habe. Das Plugin selbst habe ich – welch‘ Ironie – schon vor einem halben Jahr deinstalliert, weil ich meine Grafiken mittlerweile selber bastele.

Es geht noch weiter!

Damit war die gestrige Pechsträhne zwar erst einmal beendet, Frust baut sich beim Bloggen jedoch auch anderweitig auf. Negative Kommentare beispielsweise verursachen bei mir ähnliche Schocks wie den oben genannten, vor allem dann, wenn ich gar nicht darauf aus war, zu provozieren!

Wir alle wissen, dass man nur scheitern kann beim Versuch, es allen recht zu machen. Frustriert bin ich trotzdem, wenn ich merke, dass einige grundlos pöbeln. Gerade weil im WWW die Reaktionen (im Vgl. zur analogen Welt) recht rüde ausfallen.

Ich bin ne Mimose, ich weiß. Und es gibt noch so viel mehr, was ich mir zu Herzen nehme:

  • wenn die Einnahmen ausbleiben
  • wenn die Zugriffszahlen sinken
  • wenn kein Schwein an meiner Blogparade teilnimmt
  • wenn ich auf Twitter ignoriert werde
  • wenn…

Jaaa, stimmt, davon geht die Welt nicht unter. Es gibt so viel Schlimmeres! Das Leben steckt voller Ungerechtigkeiten, die allesamt bedrückender und beängstigender sind als diese… Luxusprobleme!

Und trotzdem: Ich brauche heute mal wieder euer Feedback: Wie geht ihr mit Rückschlägen um? Wenn sie euch so arg runterziehen wie mich: Was bringt euch auf andere (positivere) Gedanken?

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