Wie Kinder verantwortungsvolle Internetnutzer werden

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Wenn Jugendliche das Onlineshopping für sich entdecken, gilt es so einige Klippen zu umschiffen

Auch für Kinder und Jugendliche ist es wichtig, dass sie sich mit den Feinheiten des Einkaufens im Internet beschäftigen. Schließlich werden auch sie irgendwann zu zahlenden Kunden, die von den Vorteilen des Onlineshoppings profitieren wollen. Auf dem Weg dorthin gibt es allerdings einige Stolpersteine zu überwinden.

Damit ist nicht einmal der Zugang zu einer eigenen Kreditkarte oder einer Online-Bezahlmöglichkeit gemeint. Zunächst geht es erst einmal nur darum, dass der Jugendliche erkennt, bei welchen Anbietern im Internet er sicher einkaufen kann. Auch dass besonders günstige Preise stets mit Skepsis zu betrachten sind, muss das Kind erst einmal lernen. Sicheres Shoppen im Internet sollte daher zum Inhalt einer Medienschulung gehören. Schließlich sollen junge Menschen das Internet auf möglichst umfassende Art und Weise für sich entdecken können. Dabei gibt es auch für Digital Natives noch Einiges zu lernen!

Ab wann sind Kinder eigentlich geschäftsfähig?

Tatsächlich dürfen Kinder und Jugendliche ab sieben Jahren online einkaufen. Allerdings sind sie bis zum 18. Lebensjahr nur eingeschränkt geschäftsfähig. Das heißt, die Eltern müssen vor dem Online-Einkauf einwilligen oder das Geschäft im Nachhinein genehmigen. Ausnahmen bilden Einkäufe mit geringem Warenwert, also im Rahmen des Taschengeldes, sofern diese sofort bezahlt werden kann.

Sicheres Shopping im Internet ist gar nicht so einfach

Welche eine Herausforderung das sein kann, zeigt sich daran, dass selbst viele Erwachsene ihre Probleme damit haben, sichere Onlineshops und gute Angebote zu finden. Es ist ärgerlich, wenn beispielsweise das Produkt nicht mit dem Foto oder der Produktbeschreibung übereinstimmt. Die Qualität einer Ware kann auch erst genau überprüft werden, wenn man sie in den Händen hält. Zum echten Reinfall wird der Einkauf, wenn keine Möglichkeit der Rücksendung angeboten wird oder man das Geld für die retournierte Ware nicht zurückbekommt.

Derartige Erlebnisse und echter Betrug können generelle Zweifel am Onlineshopping nähren. Als Verbraucher ist man jedoch nicht völlig schutzlos, wenn man zum Beispiel auf sichere Zahlsysteme zurückgreift. Bestenfalls solche, die einen Käuferschutz anbieten. Geprellte Kunden werden somit bis zu einer bestimmten Summe vom Zahlsystemsanbieter entschädigt. Wenn die Ware nicht oder beschädigt ankommt, der Verkäufer aber nicht reagiert, ein Konzert ausfällt, der Organisator das Geld trotzdem behält usw., greift der Käuferschutz und man bekommt sein Geld.

An dieser Stelle seien zum Beispiel Amazon Pay und PayPal genannt, doch es gibt mit Sicherheit noch einige andere, die ähnlich sicher funktionieren. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass bereits Jugendliche bei Amazon Pay ein Konto einrichten dürfen (bei Paypal gilt ein Mindestalter von 18 Jahren) und die Bankdaten dann nur einmal hinterlegen brauchen, statt sie bei jedem Onlineshop erneut angeben zu müssen. Auch ein Kauf auf Rechnung kann vor Betrug schützen, wird jedoch nicht von allen Onlineshops angeboten.

Woran du sichere Onlineshops erkennst

Bei noch unbekannten Shops oder solchen, die gerade erst neu gelauncht wurden, sollte man vorm Einkauf im Netz unbedingt nach Erfahrungen anderer Kunden suchen. Ob in Foren, auf Portalen, die Kundenmeinungen sammeln oder auf Preisvergleichsseiten, findet man in der Regel immer ein paar Meinungen. Wenn nicht, sollte das vom Kauf eher abschrecken…

Generell gibt auch der Blick ins Impressum einer Webseite Aufschluss über die Seriosität des Shops. In Deutschland gilt eine Impressumspflicht – auch für Onlineshops, die ihren Sitz im Nicht-EU-Ausland haben, sofern sie ihre Dienste für deutsche Kunden anbieten. Shopsysteme wie WooCommerce oder Shopify bieten dieses von Beginn an mit an – das liegt daran, dass man als Betreiber eines Shops in Deutschland dazu verpflichtet ist, verschiedene Angaben zum eigenen Unternehmen im Impressum darzulegen. Wirken diese Daten nicht echt oder ist überhaupt kein Impressum vorhanden, dann sollte man darauf verzichten, hier einen Kauf zu tätigen – selbst wenn die Preise noch so verlockend sind.

Zu guter Letzt hilft eine Recherche im Internet, die besten Angebote und die vielversprechendsten Anbieter zu finden. Mit den Erfahrungen und Bewertungen von anderen Kunden und den Siegeln der großen Shop-Tester sollte man stets einen guten und verlässlichen Partner beim Einkaufen haben.

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