9 Gründe für einen Teppich im Kinderzimmer

teppich im kinderzimmer

Der Teppich ist ein wenig in Vergessenheit geraten, nachdem Bodenbeläge wie Laminat, Vinyl und Kork ihren Siegeszug in deutschen Wohnungen und Häusern angetreten haben. Der Trend zu Fußböden in Holzoptik hält an: Sie sind nicht nur pflegeleicht, sondern auch vergleichsweise günstig und einfach zu verlegen.

Trotzdem sind in Räumen wie Schlaf- und Kinderzimmer Teppiche kaum wegzudenken, da sie sich gemütlicher anfühlen. Darüber hinaus ist erwiesen, dass Menschen die Temperatur in Zimmern, die mit Teppichboden ausgelegt sind, im Schnitt zwei Grad Celsius höher einschätzen als zum Beispiel in Räumen mit gefliesten Böden!

Weitere Vorteile eines Teppichbodens im Kinderzimmer

Teppiche sind einfach kuschliger. Zudem fußwarm, was kleinen Hausschuhverweigerern gerade recht ist 🙂 Besonders in Kinderzimmern ist das weiche Material aus Naturfasern oder Synthetik gefragt, denn Kinder spielen i.d.R. am Boden sitzend oder liegend. Hier bauen sie ihre Spielzeugeisenbahn auf oder errichten ein Haus für ihre Puppen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass gleich das gesamte Kinderzimmer mit Teppichboden ausgelegt werden muss. Auch wenn sich Eltern dazu entschließen, im Kinderzimmer Laminat zu verwenden, lässt sich ohne weiteres ein kleiner Teppich oder Läufer darauf ausbreiten.

Die Kombination aus beiden Bodenbelägen ist in meinen Augen sogar praktischer als sich nur für einen von beiden zu entscheiden. Schließlich kann man den Läufer ganz einfach austauschen, wenn er nicht mehr gefällt, nicht zu den neuen Möbeln passt – oder so verschmutzt ist, dass er sich nicht mehr reinigen lässt.

Hier findest du eine vielfältige Auswahl an Kinderteppichen, die sich perfekt als Spielunterlage eignen>>

Achte aber bitte darauf, dass der Läufer gut am Boden verklebt wird, sonst droht Rutschgefahr!

Leider aufwendig: Die Teppichreinigung

Die Reinigung gehört zu den eindeutigen Nachteilen eines Teppichs im Kinderzimmer: Landen hier Flecken, muss schnell gehandelt werden, sonst bekommt man den Schmutz nicht mehr aus den Fasern heraus. Insbesondere das Kinderzimmer ist jedoch prädestiniert für allerlei Flecken: Farben, Knete, Schokolade oder Limonade – all das (und noch mehr) verfängt sich schon gerne mal im Teppichflor.

So kuschlig und gemütlich gerade langflorige Teppiche anmuten, sollten sich Eltern des Pflegeaufwandes bewusst sein – und sich lieber doch für einen kurzflorigen Läufer entscheiden. Wie gut sich Flecken entfernen lassen, hängt übrigens auch vom Material ab. Lass dich dazu am besten im Fachgeschäft beraten.

Beim Kauf auf Teppichsiegel achten, die vor Schadstoffen schützen

Eine weitere Entscheidungshilfe sind neben Aussehen und Design auch Teppichsiegel, die eine geringe Schadstoff- und Geruchbelästigung ausweisen. Die Stiftung Ökotest hat zwar herausgefunden, dass Teppiche keine Gefahr für die Gesundheit darstellen. Jedoch weist sie darauf hin, dass viele – teure und günstige – Teppichböden im Handel angeboten werden, die auch nach einem Monat noch stark riechen.

Gerade Wollteppiche sind davon betroffen, weil sie oft Rückstände aus den Wollfetten enthalten und zusätzlich Mottenschutzmittel. Bei der Wahl des Teppichs muss der teuerste also nicht unbedingt der beste Teppich sein.


9 Gründe für einen Teppich im Überblick:

 

  • Verströmt eine „warme“ Atmosphäre
  • Fühlt sich angenehmer an als Laminat oder Fliesen
  • Robust: nimmt kaum Schaden, wenn Spielzeug herunterfällt
  • Dämmt den Trittschall (selten ist eine zusätzliche Trittschalldämmung erforderlich)
  • Große Gestaltungsvielfalt durch unterschiedlichste Muster, Farben und Formate
  • regt zum Spielen an (wenn z.B. Spielstraßen darauf gedruckt/gewebt sind)
  • günstig in der Anschaffung (insbesondere Läufer & kleine Teppiche)
  • einfache Anwendung

Grafik oben auf Grundlage eines Bildes von House image created by Mrsiraphol – Freepik.com